Jahrgang 
1913
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als Wanderpreis gestifteten silbernen Pokal. Erste Preisträger des Dreikampfs waren der Untersekundaner Bernhard Walthard, der Obertertianer Heinrich Kühnemann und der Untertertianer Paul Bierstedt.

Bei dem in Verbindung mit den hiesigen Schulen von demGau Turnerschaft Frankfurt am Main am 25. September 1912 im Ostpark veranstalteten ersten gemeinsamen Jugendturnfest, bei dem etwa 800 Zöglinge aus allen hiesigen höheren, mittleren und Bürgerschulen in Wett- bewerb traten, errangen folgende Schüler Preise: E. Kling e, W. Gischler, E. Pittmann, Fr. Bender, B. Walthard, K. Brühl, W. Merkel, H. Abel, H. Kühnemann. E. Fleisch, P. Bierstedt, H. Klauke, L. Jahrreis, E. Nattkemper, O. Böhm. Auch trug das Wöhler-Realgymnasium zwei M annschaftspreise davon.

Bei der Feier zu Kaisers Geburtstag würdigte Herr Oberlehrer Dr. Hartte in eindrucksvoller Festrede das Lebenswerk des Dichters Friedrich Hebbel. Die Kaiser- prämie(Bohrdt, Deutsche Schiffahrt in Wort und Bild) wurde dem Obertertianer Adalbert Wex verliehen.

Am 10. März 1913 wurde eine patriotische Feier zur Erinnerung an Preußens Erhebung vor hundert Jahren veranstaltet, bei der Herr Karl Baumann eine zu Herzen gehende Ansprache hielt.

Die Weihnachtsprämien aus der Willi-Schacht-Stiftung(s. Programm 1911, S. 32) erhielten die Primaner Richard Albersheim und Otto Koch; der Walter-Ambe rger- Preis(s. Programm 1912, S. 32) wurde dem Primaner Ernst Tittmann zuerkannt

Der Wöhlerschulverein veranstaltete außer geselligen Zusammenkünften am 20. Januar 1913 einen Vortragsabend, an dem unser früherer Kollege Herr Professor Dr. S. Gräfenberg, ein angesehener Kenner der spanischen Sprache und des spanischen Landes, seine Zuhörer durch fesselnde Schilderungen vonValencia und Umgebung und durch Vorzeigen seiner auf mehreren Reisen selbst aufgenommenen Bilder erfreute

Um minderbemittelten Schülern die Teilnahme an gemeinsamen Wanderungen zu erleichtern, stellte der Verein im Berichtsjahre 50 zur Verfügung; seinen für Wohltätig- keitszwecke errichteten Fonds konnte er vergrößern und im Herbst 1912 einen durch den Vorsitzenden, Herrn Fabrikdirektor Dr. C. Schleußner., in dankenswerter Fürsorge angeregten besonderen Jubiläumsfonds der Abiturienten des Jahrgangs 1887 mit ansehnlichen Beträgen neubegründen.

Herr Franz von Heyder, ein früherer Abiturient, übermittelte dem Direktor eine gütige Spende von 200 zugunsten des Wöhlerschulvereins.

Die im letzten Programm erwähnten baulichen Veränderungen konnten im Laufe des Schuljahres in recht befriedigender Weise zum Abschluß gebracht werden. Dem Hochbauamt, insbesondere Herrn Stadtbaumeister A. Moritz sprechen wir für die rasche und zweckmäßige Ausführung der Arbeiten gebührenden Dank aus.

Einige Mitteilungen an die Eltern oder ihre Stellvertreter.

1. Uber die Aufgabe und die Berechtigungen des Real-Gymnasiums:

Nach dem Allerhöchsten Erlasse vom 26. November 1900 ist das Real-Gymnasium in der Erziehung zur allgemeinen Geistesbildung als gleichwertig mit dem Gymnasium anzusechen. a) Die Real-Gymnasien haben wie die Gymnasien die Aufgabe, die männliche Jugend zu einer höheren allgemeinen Bildung zu führen, und haben mit ihnen alle Lehrgegenstände gemeinsam außer dem Griechischen, dessen literarische Meisterwerke ingutendeutschen bertragungen zum Verständnis der Schüler gebracht werden. Das Latein treiben sie in etwas geringerem Umfange als jene, in größerem Französisch und Englisch, Naturwissenschaften und Mathematik. b) Das Reifezeugnis berechtigt zu sämtlichen Studien(mit vorläufiger Ausnahme der Theologie) an Universitäten, technischen Hochschulen, Berg- und Forst-