Jahrgang 
1929
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Papp- und leichte Holzarbeiten: letztere mußten sich jedoch in der Hauptsache auf sog. Lei- stenarbeit beschränken. da uns für weitergehende Aufgaben Hobelbank und auch noch man-

che Werkzeuge fehlen. RE.

5. Kurzschrift

Der Einführungsunterricht wird regelmäßig in der Obertertia erteilt und kann auf dieser Stufe in den Vormittagsstundenplan eingefügt werden; in Untersekunda wird dann die er- reichte Fertigkeit in einem Fortbildungslehrgang befestigt und gesteigert. Im Berichtsjahr wurde auch auf der Oberstufe ein Lehrgang für Nachzügler eingerichtet. Alle 3 Kurse leitete wieder Herr Rektor Bartscher. Die Beteiligungsziffern sind unter IIIg S. 15 angegeben.

g. Wahlfreie Arbeitsgemeinschaften auf der Oberstufe

1. Altsprachlich-philosophische Gruppe(I 2 Std.): a) Lateinische Inschriften aus dem römi- schen Germanien. b) Plato., Euthyphron, Stücke aus Laches. Menon, Phaedon, Staat. Berichte über privatim erledigte Sonderaufgaben.

2. Gruppe für Geschichte(i. Wi. I1 Std.): Entstehung des neuen Deutschen Reiches, Ent- wicklung der Staatstheorien. die deutsche Reichsverfassung nach Urkunden, Berichten und Quellenwerken.

3. Mathematisch-physikalische Gruppe(I alle 14 Tage 2 Std.): im Sommer Ausführung prak- tischer Aufgaben im Gelände mit Nivellierinstrument, Winkelspiegel, Winkelprisma, Winkel- kopf, Bussole, Theodolit; im Winter physikalische Schülerübungen aus den Gebieten der Me- chanik und Wärmelehre(U I), Elektrizitätslehre und Optik(O1).

4. Chemische Gruppe(O II 1 Std.): Anorganische Chemie und Mineralogie: Vertiefung und Erweiterung des Lehrstoffes der U II. Schülervorträge mit Versuchen. Organische Chemie: a) Aliphatische Verbindungen: Vertreter der Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aether, Säuren. Ester, Salze(Seifen), Kohlenhydrate(Eiweißstoffe). b) Cyklische Verbindungen: Benzol und seine bekanntesten Derivate.

5. Gruppe für Zeichnen und Kunstbetrachtung(I und II alle 14 Tage je 2 Std., im Winter vereinigt für Oberstufe): Fortführung und Steigerung der Aufgaben der U II. Skizzieren im Freien(Figur und Architektur), dekorative Arbeiten für bestimmte Zwecke. Plakat. Linear- zeichnen: Projektion. Kunstbetrachtung: Werke von Millet, Courbet, van Gogh.

h. Fremdsprachlicher Sonderunterricht

1. Französische Sprechübungen

Die bestens bewährten Sprechübungsstunden, die Herr P. Fraikin je einmal wöchentlich in französischer Sprache abhält, erfreuten sich so starken Zuspruchs. daß im Winterhalbjahr 3 Gruppen eingerichtet werden mußten. Im Sommer waren 32. im Winter 50 Schüler, vor- wiegend aus Sekunda und Prima., zugelassen.

2. Hebräisch

Der Unterricht wird in Sammelkursen für dieFrankfurter Gymnasien gemeinsam am Goethe- Gymnasium erteilt. Von uns besuchte ein Unterprimaner den Fortbildungslehrgang, ein Ober- sekundaner im Sommer den Einführungskursus.

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