f. Künstlerischer und technischer Unterricht
1. Zeichnen und Kunstunterricht
UNTERSTUFE: Vorwiegend freie Gestaltung nach Phantasie und Vorstellung. Die Schönheit der Farbe. Reine und gebrochene Farben. Aufteilung von Flächen in freier Art und nach be- stimmten Gesichtspunkten. Uebungen mit der Redisfeder(Bildgestaltung. Reihung. Schrift). — Kunstbetrachtung: Winterbild von Oswald. Bilder von Paul Hey. Kinderzeichnungen von Hendschel. Ludwig Richter, Spitzweg, Bochle.
TERTIA: Dem Alter entsprechend erweiterte Aufgaben bildhaften Gestaltens, erste Versuche bewußter Raumdarstellung zunächst gefühlsmäßig, später unter Berücksichtigung der Grund- begriffe der Perspektive. Einfache Stilleben.— Kunstbetrachtung: Kunstgew erbliche Tierdar- stellungen. Menzelsche Zeichnungen, Rethels Totentanz, Dom und Tempel.
UNTERSEKUNDA(im Sommer mit einer Arbeitsgemeinschaft vereinigt, im Winter wahlfrei alle 14 Tage 2 Stunden): Darstellung von Eindrücken und Erlebnissen, Naturbeobachtung und-darstellung. Zeichnen und Malen nach Gegenständen, Kopfstudien, Figurenskizzen.— Kunstbetrachtung: Pietadarstellungen, die Entwicklung des Holzschnitts.
OBERSEKUNDA und PRIMA(wahlfrei): s. S. 11 u. Arbeitsgemeinschaft für Zeichnen und Kunstbetrachtung.
2. Musikpflege
Nach den ministeriellen Bestimmungen ist kein Schüler von der Teilnahme an diesem Fache befreit; auch die Beteiligung an den Uebungen des Orchesters gilt nicht als wahlfrei.
Die Verteilung der Stunden entsprach der des Vor jahres.
Auf allen Stufen fanden gelegentlich Uebungen in der musikalischen Erfindung und im Mu- sikdiktat(Gehör- und Gedächtnisübungen) statt. Besondere Behandlung erfuhren in den ein- zelnen Klassen Havdn. Mozart. Weber, Beethoven, Bach und vor allem Schubert, dem im Schubertjahr“ nicht nur eine besondere Feier, sondern auch eingehende Berücksichtigung in einer größeren Reihe von Stunden den Altersstufen entsprechend gewidmet war. Eine wei- tere Anregung brachte die Einführung des neuen Frankfurter evangelischen Gesangbuches. von dem wir auch in den Schulen eine Neubelebung des Choralgesangs erhoffen.
Unser Schülerorchester hat sich in erfreulicher Weise weiter entwickelt. Die Schule über- ließ leihweise einzelne Blasinstrumente, ließ Schüler durch Fachmusiker ausbilden und rich- tete. um Nachwuchs für den Streichkörper zu erhalten, Geigenkurse ein, die sich vollauf be- währt haben. Die Teilnahme an diesen billigen und gründlichen Kursen für Anfänger und Fortgeschrittene kann nur empfohlen werden.
3. Leibesübungen
Für das Turnen bestanden 8 Abteilungen: die beiden Obertertien sowie Quarta und Unter- tertia waren kombiniert. Die Turnspiele fanden am aufgabenfreien Nachmittag im Sommer gemeinsam Freitags auf den Sandhöfer Wiesen. im Winter nach Spielabteilungen(6) getrennt Montags bis Freitags auf dem Schulhof statt; im Januar und Februar traten wiederholt Eislauf und Rodeln an ihre Stelle.— Ferner hielt der Schülerturnverein regelmäßig wöchentliche Uebungsstunden ab die Pfadfindergruppe einen besonderen Turnabend unter Leitung des Studienrats Kolb.— Ueber Wettkämpfe und Rudern s. S. 15.
Der Schwimmunterricht für die Quarta fiel diesmal ins Winte rhalbjahr; er ist. da er anstelle der Turnstunden tritt für alle Schüler der Klasse verbindlich. Der Erfolg kann als günstig bezeichnet werden zumal 8 Schüler die Prüfung als Fahrtenschwimmer bestanden haben.
4. Werkunterricht
Für Werkunterricht waren im Winterhalbjahr 2 Kurse eingerichtet, an denen 32 Schüler aus Quarta und Tertia teilnahmen. Geübt wurden unter Leitung des Zeichenlehrers Lappe
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