Jahrgang 
1928
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i. Schulgeldsatz, Freistellen, Unterstützungen

Der Schulgeldsatz betrug monatlich 17.(im letzten Monat jedes Vierteljahres 16.) RM. Wenn ältere Geschwister eine im Deutschen Reich belegene öffentliche oder private mittlere, höhere, Fach- oder Hochschule besuchen, kann für das zweite Kind eine Ermäßigung um 25 Prozent, für das dritte um 50, für die folgenden um 100 Prozent eintreten(seit 1. 4. 27 nur auf ausdrücklichen Antrag des Erziehungsberechtigten s. u. VIII e). Für diese Ermäßi- gungen sowie zur Förderung begabter bedürftiger Schüler durch Freistellen, Erziehungsbei- hilfen oder leihweise Hergabe von Lernmitteln sind 20 Prozent des Schulgeldaufkommens zur Verfügung gestellt. Diese wurden auch im abgelaufenen Schuljahre fast vollständig durch die Geschwisterermäßigungen und Freistellen in Anspruch genommen. An Freistellen waren ver- liehen: ¼: im Sommer 11, im Winter 9; ⅞⁄: im Sommer 17, im Winter 16; 1ℳ: im Sommer 10, im Winter 8.

Als Erziehungsbeihilfe waren einem würdigen und bedürftigen Schüler 180 RM. bewilligt. Die seit 1922 bestehende Schulbüchersammlung konnte aus den angegebenen Gründen nur geringen Zuwachs erfahren.

Eine Schulkasse unter der Verwaltung des Direktors wird aus den Ueberschüssen bei Schul- aufführungen und Spenden bei der Weihnachtsfeier und sonstigen Gelegenheiten gespeist und zum Besten der Schüler verwandt; mit besonderem Danke sei hier eine Spende von 50. RM. verzeichnet, die uns der Vater eines der diesjährigen Abiturienten überwiesen hat.

k. Berufsberatung

Die Sorge für die Berufsberatung hat sich in der gleichen Weise betätigt wie in den Vorjah- ren, ebenso die Zusammenarbeit mit dem städtischen Berufsamt(Große Gallusstraße 17), das wiederholt von unseren Schülern in Anspruch genommen wurde. Auch hier sei empfehlend auf dieMerkblätter für die einzelnen Berufsarten hingewiesen, die von der Deutschen Zentrale für Berufsberatung der Akademiker im Verlag Trowitzsch& Sohn, Berlin SW. 48, Wilhelmstraße 29, herausgegeben werden(Preis 40 Pfg.). Das im Laufe des Jahres eingehende Material über Berufsanforderungen und-aussichten wird jeweils den Schülern bekannt ge- geben und steht zur Einsichtnahme zur Verfügung.(S. auch S. 18 unter VII.)

IWV. Elternbeirat, Verein ehemaliger Schüler

Der Elternbeirat bestand aus folgenden Mitgliedern: 1. Herrn Oberingenieur Kunhenn, Die- sterwegstraße 20(Vorsitzender). 2. Herrn Lehrer Günster, Schwanheim, Feldbergstraße 26 (Schriftführer). 3. Herrn Architekt Heunisch, Böcklinstraße 1. 4. Frau Direktor Moser, Hol- beinplatz 32. 5. Frau Major Stentzler, Städelstraße 23. 6. Herrn Oberstadtsekretär Noll, Schwanthalerstraße 29. Zu Vertretern der Anstalt im Verband der Elternbeiräte an den höhe- ren Schulen Frankfurts waren vom Elternbeirat der Vorsitzende und Frau Stentzler, vom Lehr- körper Studienrat Wallenfels bestimmt. Die Zusammenarbeit zwischen Elternbeirat und Schule vollzog sich in der gewohnten reibungslosen Weise, getragen von gegenseitigem Ver- trauen. Da eine Reihe von Fragen in persönlicher Aussprache erledigt werden konnte, brauchte im Berichtsjahre nur eine Sitzung stattzufinden.

Der Verein ehemaliger Schüler des Kaiser Wilhelms-Gymnasiums(Vorsitzender Herr Aloys Detig) hat im abgelaufenen Jahre außer seinen gewohnten monatlichen Zusammenkünften zwei größere Feste und mehrere kleinere Veranstaltungen abgehalten und die Beziehungen zu seiner alten Schule nach Kräften gepflegt. Die regelmäßig erscheinenden Vereinsnachrichten werden auch den Primanern zur Verfügung gestellt.

An Geschenken und Spenden sind zu verzeichnen: für die Lehrer- und Schülerbücherei: vom Ministerium bezw. Provinzial-Schulkollegium: Fittbogen, Wie lerne ich die Grenz- und Aus- landsdeutschen kennen; J. Beck, Die Verfassung der Vereinigten Staaten von Nordamerika; W. Kranz, Die neuen Richtlinien für den lateinisch-griechischen Unterricht am Gymnasium; Wen- ker-Wrede, Deutscher Sprachatlas, Lief. 1; Verhandlungen der zweiten Direktorenversamm-

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