Die Schule beteiligte sich an verschiedenen Hand- und Schlagballwettspielen und an folgenden größeren Veranstaltungen: am Schulstaffellauf im Stadion(24. 6.), an den Wettkämpfen der städtischen höheren Schulen(26. 8.) und an den Reichsjugendwettkämpfen. Diese waren z. T. mit den städtischen Wettkämpfen verbunden; zu den Endkämpfen waren 121 Schüler zugelas- sen, von denen 27 die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräsidenten errangen.
Drei Primaner(Fraenkel OI. Knieriem und Horn U I) konnten im Juli an einem vom Stadtamt
für Leibesübungen eingerichteten zehntägigen Olympia-Schülerlehrgang für Leichtathletik im 8 8 515. d 8
Stadion teilnehmen.
Das Reichsjugendabzeichen des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen erwarben Fraenkel, Schwab und Wallenfels O I. Horn UI.
Auch im abgelaufenen Schuljahr wurden wir wieder in dankenswerter Weise bei der Erho- lungsfürsorge des städtischen Jugendamtes und der Zentrale für private Fürsorge mitberück- sichtigt; mehrere Schüler konnten dadurch gegen ein geringes Entgelt einen vierwöchigen Er- holungsaufenthalt in einem städtischen Erholungsheim oder in dem Schülerheim bei AB- mannshausen genießen: außerdem erfreute sich im Mai und Juni die Obertertia des bewähr- ten Erholungsaufenthaltes auf der Wegscheide bei Bad Orb unter Führung des Studienrats Wenderoth, den in den Pfingstferien noch Zeichenlehrer Lappe unterstützte.
An der von der Stadt eingerichteten Frühstücksspeisung nahmen im Durchschnitt etwa 25 Schüler teil. Daneben bestand ein Milchausschank mit ungefähr derselben Teilnehmerzahl.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen gut.
i. Schulgeldsatz, Freistellen, Unterstützungen
Der Schulgeldsatz betrug monatlich 17.—(im letzten Monat jedes Vierteljahres 16.—) RM. Wenn ältere Geschwister eine im Deutschen Reich belegene öffentliche oder private mittlere, höhere, Fach- oder Hochschule besuchen, kann für das zweite Kind eine Ermäßigung um 25 Prozent, für das dritte um 50 Prozent, für die folgenden um 100 Prozent eintreten(seit 1. 4. 27 nur auf ausdrücklichen Antrag des Erziehungsberechtigten). Für diese Ermäßigungen sowie zur Förderung begabter bedürftiger Schüler durch Freistellen, Erziehungsbeihilfen oder leih- weise Hergabe von Lernmitteln sind 20 Prozent des Schulgeldaufkommens zur Verfügung ge— stellt. Diese wurden im Berichtsjahre fast vollständig durch die Geschwisterermäßigungen und Freistellen in Anspruch genommen. An Freistellen waren verliehen: ½1 15, ab August 16; G:12;
2 im Sommer 8, im Winter 5, ab Neujahr 6.
Ferner erhielten als Erziehungsbeihilfe zwei würdige und bedürftige Schüler zusammen 270.— Reichsmark.
Die seit 1922 bestehende Schulbüchersammlung konnte nur geringen Zuwachs erfahren, da die hierzu bestimmten Nittel, wie oben berichtet, sehr zusammengeschrumpft waren.
Eine Schulkasse unter der Verwaltung des Direktors wird aus den Ueberschüssen bei Schul- aufführungen und Spenden bei der Weihnachtsfeier und sonstigen Gelegenheiten gespeist und zum Besten der Schüler verwandt.
k. Berufsberatung
Für Berufsberatung der Schüler ist eine Kommission, bestehend aus dem Direktor und den Studienräten Wallenfels, Nicolay. Kolb eingesetzt und Lehrer- wie Schülerbücherei mit ein- schlägigen Werken ausgestattet. Das Städtische Berufsamt(Königswarterstraße 26), das seine Mithilfe ratsuchenden Eltern und Schülern gerne und kostenlos zur Verfügung stellt, wurde wiederholt für Auskunft und Stellenvermittlung in Anspruch genommen und seitens der
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