Jahrgang 
1915
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16. August 1914. Provinzial-Schulkollegium: Zum freiwilligen Eintritt in das Heer bedürfen die Lehrer der Genehmigung des Provinzial- Schulkollegiums.

18. August 1914. Das Kuratorium ersucht, Schülerinnen zum Zwecke der Kriegsfürsorge nur in Notfällen zu beurlauben und sie keinesfalls zu bezahlten Arbeits- leistungen heranziehen zu lassen.

11. September 1914. Provinzialschulkollegium: Das Gesuch des Oberlehrers Hechler um die Erlaubnis, als Kriegsfreiwilliger in das Heer einzutreten, wird ge- nehmigt.

5. Oktober 1914. Provinzial-Schulkollegium: Angehörige feindlicher Staaten sind als Schülerinnen nicht zuzulassen.

5. November 1914. Erlass des Herrn Kultusministers: Die Schule soll dureh Unter- weisung der Kinder dazu beitragen, dass die Verordnungen über die Brot- versorgung im Volke verstanden und beobachtet werden.

6. November 1914. Erlass des Herrn Kultusministers: Im Unterricht soll stetig auf die Leistungen des Heeres Bezug genommen werden, auch wenn infolge- dessen nicht der ganze vorgeschriebene Unterrichtsstoff bewältigt werden sollte.

14. November 1914. Erlass des Herrn Kriegsministers: Aufforderung an feld- und garnisondienstfähige, aber nicht mehr dienstpflichtige Mitglieder des Lehr- körpers, sich dem Heere freiwillig zur Verfügung zu stellen.

29. Januar 1915. Erlass des Herrn Kultusministers: Bei der Versetzung soll auf die Hemmungen, welche die Schularbeit durch den Krieg erlitten hat, Rücksicht genommen werden.

9. Februar 1915. Erlass des Herrn Kultusministers: Die Schule soll nachdrüeklich auf die Vaterlandsliebe der Schülerinnen einwirken, damit sie sich bemühen, durch Vermittlung der Schule möglichst viel Gold der Reichsbank zuzu- führen.

III.

Zur Geschichte der Schule.

Das Schuljahr begann Mittwoch den 22. April. Um 8 ½ Uhr wurden die neuen Schülerinnen willkommen geheissen und zugleich Herr Oberlehrer Dr. Weise und die technische Lehrerin Fräulein Schäfer, sowie die Hilfslehrerinen Fräulein Sporn und Fräulein Schlemmer eingeführt. Die ordentliche Lehrerin Fräulein Schramm konnte leider ihren Dienst noch nicht wieder aufnehmen. Bis zu den Sommerferien wurde sie vertreten durch Fräulein Moldenhauer.