3. Schulgruppe des V. D. A. Bericht von Studienrat A. Michel
Die volksdeutſche Tütigkeit an der Selektenſchule
Die im Jahre 1923 gegründete Schulgruppe des B. D. A. hat ſeit dem Gründungsjahr die volksdeutſchen Beſtrebungen nach Kräften unterſtützt. Eine treue Schar von Mitgliedern ſpendete den regelmäßigen Beitrag als Bezieher der Zeitſchrift„Jung Roland“; ſeit dem Früh⸗ jahr 1934 geſellt ſich zu ihr ein Trupp, der im Kamerad⸗ ſchaftsopfer ſeine Verbundenheit und ſeine Hilfsbereit⸗ ſchaft den Brüdern in der weiten Welt freudig bekundet. Auch Amtsgenoſſen beteiligen ſich als Mitglieder des B. D. A. an dem Anterſtützungswerk.
Wie alljährlich konnten dem Bund, der im Rahmen der großen deutſchen Liebestätigkeit allen bedürftigen Volksgenoſſen Hilſe angedeihen läßt, durch Sammlungen größere Summen zugeführt werden. So erbrachte die Mit⸗ wirkung der Schüler am Winterhilfswerk des V. D. A. RM 141.50, ein Saarabend RM 5.75, der Verkauf des Saar⸗Jahrbuches RM 14.—. Eine weitere Straßenſamm⸗ lung hatte ein Ergebnis von RM 30.70, die volksdeutſche Opferwoche ein ſolches von RM 36.75. Am Tage des deutſchen Volkstums gingen RM 1.50 ein; das volks⸗ deutſche Weihnachtslicht erbrachte einen Betrag von RM 3.80.
Im Klaſſenunterricht und in Schulgemeinden wird unabläſſig des Leidens und Streitens unſerer Brüder gedacht, die vor den Toren der Heimat und in fernen Zonen den anderen Nationen Achtung vor deutſchem Geiſt und deutſcher Tüchtigkeit abgewinnen.
4. Selbſtverwaltung
Die Schülerſelbſtverwaltung wurde in der bisher be⸗ währten Form fortgeſetzt: Je 1 Anterſekundaner betreute eine unſerer 6 Klaſſen und achtete insbeſondere darauf, daß die Schulordnung im Hauſe und auf dem Hofe von den Schülern beachtet wurde. Ferner wurden einzelne Schüler zur Mithilfe bei der Verwaltung von Samm⸗ lungen herangezogen.
5. Schulgemeinden der Selektenſchule unter Leitung des Direktors Nr. 1— 102: Schuljahr 1920, 1921, 1922, 1923, 1924, vergl. Jahresbericht 1924;
Nr. 103— 130: Schuljahr 1925, vergl. Jahresbericht 1925, „ 131— 166:. 1926,„„ 1926; „ 167—198: 6 1922,„„ 1927; „ 199—232:„ 1928,„„ 1928; „ 233— 265:„ 1929,„ 6 1929; „ 266— 302: 4 1930,„„ 1930; „ 303— 342:„ 1931,„ 2 1931; „ 343— 382: 4 1932,„„ 1932; „ 383— 427:„ 1933, 5 4 1933; „ 428— 485:„ 1934,„„ 1934.
Anſere im Jahre 1920 begonnenen Schulgemeinden wurden aus der ſtetig wachſenden Erkenntnis ihrer Not⸗ wendigkeit, Nützlichkeit und Anentbehrlichkeit zielbewußt fortgeſetzt, ſo daß wir— um dies für das kommende Jahr⸗
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buch 1935/36 vorweg zu nehmen— am 17. September 1935 unter größter Beteiligung unſerer Eltern und Freunde die 500. Schulgemeinde feſtlich begehen konnten.
Anſere Schulgemeinden, die bislang nur für die Schü⸗ ler beſtimmt waren, werden in Zukunft infolge des Er⸗ laſſes des Herrn Miniſters vom 24. 10. 1934, betr. Schaf⸗ fung von Schulgemeinden(vergl. Seite 12), vierfacher Art ſein:
1. Schulgemeinden der Schüler, über die hier berichtet wird.
2. Schulgemeinden aller Eltern, in denen wichtige Er⸗ ziehungs⸗ und Schulfragen regelmäßig mit den Eltern beſprochen werden, deren wir auch im laufenden Schul⸗ jahr bereits drei ſehr gut beſuchte gehabt haben und über die ich im nächſten Jahrbuch berichte.
3. Schulgemeinden für die Eltern einzelner Klaſſen, ſoweit hierfür ſich die Notwendigkeit zu Beſprechungen be⸗ ſonderer Erziehungsfragen ergibt.
4. Schulgemeinden für die geſamte Schulfamilie der Eltern, Lehrer, Freunde und Schüler gemeinſam: ſo haben wir am 17. September 1935 die 500. Schüler⸗ gemeinde gleichzeitig zur erſten Geſamtſchulfamilie ge⸗ ſtaltet.
Alle dieſe prachtvollen Möglichkeiten werden ausgenutzt, um die große Schulfamilie der Selektenſchule— wenn möglich— noch inniger zu verbinden, um unſere Jugend in echt chriſtlich⸗nationaler Weiſe zu erziehen.
Im Schuljahr 1934/35 habe ich insgeſamt 57 Schul⸗ gemeinden für die Schüler abgehalten:
1. In 28 Erziehungsgemeinſchaften beſprach ich mit den Schülern die Schulordnung, Betragen, Fleiß und Leiſtungen: Dinge der täglichen Erziehungsarbeit und Gewöhnung. Auch erfolgten in dieſen Schulgemeinden wiederholt die Hinweiſe auf die Beobachtungen der Ver⸗ kehrsordnung, den Luft⸗ und Feuerſchutz und auf den Verein für das Deutſchtum im Auslande.
Der Nutzen dieſer rein erzieheriſch geſtalteten Zuſam⸗ menkünfte zwiſchen der unterrichtlichen Tätigkeit iſt für die Geſamthaltung des Schülers und für ſeine Erziehung zur Gemeinſchaft unbeſtreitbar.
2. In 29 Schulgemeinden erlebten wir in ge⸗ meinſamer Verbundenheit die lebendige Gegenwart unſeres Volkes und ihre Neugeſtaltung mit:
20. April 1934: Der Direktor ſpricht zum 45. Ge⸗ burtstag unſeres Reichskanzlers und Führers.
25. April 1934: Der Direktor erzählt vom Erwerb un⸗ ſerer ſtolzen deutſchen Kolonie n, ihrer pracht⸗ vollen Entwicklung unter deutſcher Leitung und ihrem Raub durch neiderfüllte Gegner.
12. Mai 1934:. Das Lob der Mutter.
1. Frühlingslied(Moffat). Orcheſter. 2. Gedichtvorträge: a) Die Mutter(Albert Träger). Merckel, V. b) Mutter(Johannes Trojan). Maier, V. c) Mutter(Carmen⸗Silva). Amian, V. d) Das Erkennen(Joh. Nep. Vogl). Gaßmann, V.
e) Meiner Mutter(A. v. Droſte⸗Hülshoff). Aſinger, U II.


