4. TEII.
Erziehungsgrundſätze des völkiſchen Staates aus Adolf Hitler: Mein Kampf Il. 2
Der völkiſche Staat hat ſeine geſamte Erziehungsarbeit in erſter Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wiſſens einzuſtellen, ſondern auf das Heranzüchten kerngeſunder Körper. Erſt in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geiſtigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, beſonders die Förderung der Willens⸗ und Entſchlußkraft, verbunden mit der Er⸗ ziehung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erſt als Letztes die wiſſenſchaftliche Schulung.
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Der völliſche Staat wird den allgemeinen wiſſen⸗ ſchaftlichen Anterricht auf eine gekürzte, das Weſentliche umſchließende Form zu bringen haben. Darüber hinaus ſoll die Möglichkeit einer gründlichſten fachwiſſenſchaftlichen Ausbildung geboten werden. Es genügt, wenn der einzelne Menſch ein allgemeines, in großen Zügen gehaltenes Wiſſen als Grundlage erhält, und nur auf dem Gebiet, welches dasjenige ſeines ſpäteren Lebens wird, gründlichſte Fach⸗ und Einzelausbildung genießt. Die allgemeine Bil⸗ dung müßte hierbei in allen Fächern obligatoriſch ſein, die beſonders der Wahl des einzelnen überlaſſen bleiben.
Die hierdurch erreichte Kürzung des Lehrplans und der Stundenzahl kommt der Ausbildung des Körpers, des Charakters, der Willens⸗ und Entſchlußkraft zugute.
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Es liegt im Zuge unſerer heutigen materialiſierten Zeit, daß unſere wiſſenſchaftliche Ausbildung ſich immer mehr den nur realen Fächern zuwendet, alſo der Mathe⸗ matik, Phyſik, Chemie uſw. So nötig dies für eine Zeit auch iſt, in welcher Technik und Chemie regieren und deren wenigſtens äußerlich ſichtbarſte Merkmale im täg⸗ lichen Leben ſie darſtellen, ſo gefährlich iſt es aber auch, wenn die allgemeine Bildung einer Nation immer aus⸗ ſchließlicher darauf eingeſtellt wird. Dieſe muß im Gegenteil ſtets eine ideale ſein. Sie ſoll mehr den humaniſtiſchen Fächern entſprechen und nur die Grundlagen für eine ſpätere fachwiſſenſchaftliche Weiterbildung bieten. Im an⸗
deren Fall verzichtet man auf Kräfte, welche für die Erhaltung der Nation immer noch wichtiger ſind als alles techniſche und ſonſtige Können. Insbeſondere ſoll man im Geſchichtsunterricht ſich nicht vom Studium der Antike abbringen laſſen. Römiſche Geſchichte, in ganz großen Linien richtig aufgefaßt, iſt und bleibt die beſte Lehr⸗ meiſterin nicht nur für heute, ſondern wohl für alle Zeiten. Auch das helleniſche Kulturideal ſoll uns in ſeiner vor⸗ bildlichen Schönheit erhalten bleiben. Man darf ſich nicht durch Verſchiedenheiten der einzelnen Völker die größere Raſſegemeinſchaft zerreißen laſſen. Der Kampf, der heute tobt, geht um ganz große Ziele: eine Kultur kämpft um ihr Daſein, die Jahrtauſende in ſich verbindet und Griechen⸗ und Germanentum gemeinſam umſchließt.
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Auch in der Wiſſenſchaft hat der völkiſche Staat ein Hilfsmittel zu erblicken zur Förderung des Nationalſtolzes. Nicht nur die Weltgeſchichte, ſondern die geſamte Kultur⸗ geſchichte muß von dieſem Geſichtspunkte aus gelehrt werden. Es darf ein Erfinder nicht nur groß erſcheinen als Erfinder, ſondern muß größer noch erſcheinen als Volksgenoſſe. Die Bewunderung jeder großen Tat muß umgegoſſen werden in Stolz auf den glücklichen Vollbringer derſelben als Angehörigen des eigentlichen Volkes. Aus der Anzahl all der großen Namen der deutſchen Geſchichte aber ſind die größten herauszugreifen und der Jugend in ſo eindringlicher Weiſe vorzuführen, daß ſie zu Säulen
eines unerſchütterlichen Nationalgefühles werden. * 2* Die geſamte Bildungs⸗ und Erziehungsarbeit des
völkiſchen Staates muß ihre Krönung darin finden, daß ſie den Raſſeſinn und das Raſſegefühl inſtinkt⸗ und ver⸗ ſtandesmäßig in Herz und Gehirn der ihr anvertrauten Jugend hineinbrennt. Es ſoll kein Knabe und kein Mädchen die Schule verlaſſen, ohne zur letzten Erkenntnis über die Notwendigkeit und das Wiſſen der Blutreinheit geführt worden zu ſein.


