Jahrgang 
1934
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An unsere Eltern, Freunde und Schüler!

Nur durch die bewährte Opferbereitschaft unserer Gönner und Freunde kann das Jahrbuch unserer alten Schule als bescheidener Beitrag zu der so dringend notwendigen Arbeitsbeschaffung und zur Wahrung der Tradition erscheinen und muß sich auf das Notwendige und Wichtige beschränken.

Notwendig und wichtig scheinen mir zu sein das lebendige Cegenwartsleben und-erleben der Schule und die Wahrung unserer großen Vergangenheit.

Infolgedessen bringt der 1. Teil das Wichtigste aus dem Unterricht und dem Schulleben.

Der 2. Teil berichtet von unserer 5. großen Studienfahrt der Untersekunda, die wir strenge im Ceist und Sinn des neuen Staates durchgeführt haben.

Der 3. Teil will an einigen naheliegenden Beispielen die Bedeutung des von unserer Staatsregierung in ganz besonderer Weise empfohlenen Naturschutzes aufweisen, um dessen Förderung sich an unserer Schule Studienrat Dr. phil. Jakob Heimen seit 7 Jahren in der aufopferungsvollsten Weise bemüht.

Gelegentlich der Alpen=Studienfahrten, die ich mit meinen Untersekundanern in den Jahren 1929 und 1930 unternommen habe, hatte ich festgestellt, wie die Schüler sich heimlich Edelweiß als Erinnerung (vielleicht auch, um ein bischen zu Hause von Klettertouren zu prahlen) unterwegs kauften und diese schöne Alpenblume tief im Rucksack versteckten, weil dieselbe unter Naturschutz steht und ihr Abpflücken daher streng verboten ist.

Nachträglich bin ich über dieFreveltat unserer Buben beruhigt worden, als ich vor einiger Zeit den prophylaktischen Naturschutz der Edelweißblume in meiner engeren theinischen Heimat, in Koblenz, Kennen lernte. Die Schüler werden ja weniget entzückt sein, wenn sie nachträglich hören, daß ihr Edelweiß, das sie unter angeblich großen Gefahren bei kühnen Kletterpartien in den Apen erworben hatten, vom Rhein stammt und auf den Westerwaldhöhen gewachsen ist.

Das Enkheimer Ried zum Naturschutzgebiet zu machen, ist eiffiges Bemühen von Studienrat Dr. Jakob Heimen. Daß dieses Streben wohl gerechtfertigt ist und wir Frankfurter uns sehr freuen könnten, wenn es gelänge, beweisen die Ausführungen des Amtsgenossen und die Bilder aus den landschaft- lichen Reizen und dem Tierleben des Enkheimer Riedes, eines wundervollen Naturschutzgebietes unmittel- bar vor den Toren unserer Croßstadt!

Der 4. Teil endlich bringt Erinnerungen aus der großen Geschichte unserer lieben Selektenschule,

der Nachfolgerin der alten Domstiftsschule.