Jahrgang 
1927
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V. Besondere Ausflüge, Spaziergänge und Besichtigungen. a) Ausflüge und Spaziergänge.. 1 12. Mai 1926: Biologische Radfahrt mit 10 Quartanern durch den Stadtwald: Hühnengräber Eckartswiese Dietzen-

bach Dreieichenhain Sprendlingen Langen Mitteldick Gehspitze Forsthaus. Führung: Weidenbusch.. 2 Juli-Ferien: Eine Gruppe von Schülern aus verschiedenen Klassen war auf der Wegscheide. Führung: Lehrer Maaß. 11. August: Radfahrt mit 8 Quartanern durch den Stadtwald: Grafenbruch Dietzenbach Goetheruhe. Führung: Weidenbusch.

27. September: Nachmittagsausflug mit den Sextanern in den Stadtwald: Schnitzeljagd in der Gegend der Hühnengräber an der Babenhäuser Landstraße. Führung: Weidenbusch. 4 4. 22. Oktober: Nachmittagsspaziergang mit den Sextanern: Gerbermühle, Nadelwehr, Floßrinne. Führung: Weidenbusch. b) Besichtigungen:. 15. August: U II und O III Besichtigung des Schulmuseums und der Ausstellung für den Arbeitsunterricht in Physik. Führung: Casper und Weidenbusch.

27. September: V: Besichtigung des Deutschherrenhauses. Führung: Dr. Heimen. 8

27. Oktober: Die Teilnehmer an den Tonarbeiten besuchen den Zoologischen Garten. Führung: Weidenbusch.

4. November: VI: Gang durch die Altstadt. Führung: Dorminger....

13. Januar: Die Teilnehmer an den Tonarbeiten besichtigen die Stadtbibliothek und die Mainbrücken. Führung: Weidenbusch.

19. Januar: V: Besichtigung alter Höfe. Führung: Dr. Heimen.

8. Februar: Untertertia: Gang durch die Altstadt. Führung: Dorminger.

VI. Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande. Leitung: St.-R. Dorminger.

Past sämtliche Schüler der Anstalt sind Mitglieder des Vereins für das Deutschtum im Auslande. Zur Förderung der Bestrebungen fanden die Schulgemeeinden Nr. 138, 141, 144, 162 und 165 statt. Während der Frankfurter Werbewoche sammelten unsre Schüler 380 Mark.

VII. Schulspeisung.

An der städtischen Schulkinderspeisung beteiligten sich durchschnittlich 40 Schüler. Die Schüler erhalten nach der 2. Unterrichtsstunde ein Frühstück, das abwechselnd aus Kakao und Milch mit großen Brötchen besteht.

VIII. Gesundheitszustand der Schüler und schulärztliche Betreuung.

Der Schularzt unsrer Anstalt, S. R. Dr. Rothschild, besuchte regelmäßig die Schule. Schüler, bei denen eine ärzt- liche Untersuchung notwendig war, wurden Dienstags nachmittags um 5 Uhr in die eigens für Schüler eingerichlele Sprechstunde geschickt, die in der Hallgartenstraße 54 stattfindet.

Der Gesundheitszustand der Schüler war durchschnittlich befriedigend.

Auch im verflossenen Schuljahr wurde die Zahnpflege allen Schülern durch das Stadtgesundheitsamt unentgeltlich zugänglich gemacht.

Eine Reihe von erholungsbedürftigen Schülern wurde durch das Jugendamt sowie durch die Centrale für private Fürsorge in Kinderheime und Solbäder geschickt.

Am 29. März 1927 hielt S.-R. Dr. Rothschild für die abgehenden Schüler der Untersekunda einen Vortrag:Wie erhalte ich meinen Körper gesund?

k) Schulgeld, Zahl der Freistellen, Lehrmittelfreiheit.

1. Das jährliche Schulgeld beträgt in unsern städtischen höheren Schulen 180 Mk.

2. Für das zweite schulgeldpflichtige Kind der städtischen Schulen wird auf Antrag eine Ermäßigung von 50 Proz., für jedes folgende Kind volle Schulgeldfreiheit gewährt, sofern das steuerpflichtige Jahreseinkommen des Zahlungs- pflichtigen 10 000 Mk. nicht übersteigt.

3. Für befähigte Schüler sind Freistellen vorgesehen. Die Gewährung setzt noch voraus, daß beim Vorhandensein von einem oder zwei(nicht notwendig schulpflichtigen) Kindern das Einkommen 4400 Mk., bei drei oder mehr Kindern 6000 Mk. nicht übersteigt.

4. Die sozialen Zulagen(Frauenhilfe und Kinderzulagen bleiben bei Berechnung der Einkommensgrenzen unberechnet.

5. Unentgeltliche Lernmittel werden im Falle der Schulgeldfreiheit ohne besondere Nachprüfung gewährt.

6. Daneben können bedürftigen Eltern besonders begabter Schüler Erziehungsbeihilfen gewährt werden, die halb- jährlich 125 Mark betragen, in besonderen Fällen auf das Doppelte und in Ausnahmefällen noch darüber hinaus erhöht werden können.

Im laufenden Schuljahr waren an Schüler unsrer Schule 46 ganze und 7 halbe Freistellen verliehen. Zwei Schüler erhielten Erziehungsbeihilfen von je 150 Mark.

Die Schülerhilfsbücheret konnte auch in diesem Jahre wesentlich ergänzt werden. Infolgedessen konnten wir der wirtschaftlichen Not der Eltern ziemlich Rechnung tragen. Einigen Schülern wurden auch die Hefte von der Schule un- entgeltlich geliefert.

1) Schülerversicherung.

Auf Grund des Ministerialerlasses vom 22. Februar 19 26 sind alle Schüler versicherungspflichtig. Die Selekten- schule hat einen Versicherungsvertrag mit der Frankfurter Allgemeinen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen, durch den sämtliche Schüler der Anstalt für einen Jahresbeitrag von 1 Mk. segen alle Unfälle versichert sind.

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