Jahrgang 
1927
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3. Chorgesang:(3stimmig). Volks- und volkstümliche Lieder, kirchliche Gesänge und einige größere Chöre.

4. Musikalische Schulgemeinden: 1. C. M. v. Weber.(UII). 2. Ein Streifzug durch das Reich der Ton- und Spiel- kunst(UII). 3. Ludwig van Beethoven.

5. Schüler-Konzert zum Besten der Gedanktafel für unsere Gefallenen am 23. Juni 1926: Das Lied im Volke.

K. Theater. Unter Führung des Direktors besuchten Untersekundaner und Obertertianer folgende Theatervorführungen:

1. Vorstellungen des Rhein-Mainischen Künstlertheaters: 2. 9. 26. Calderon, die Dame Kobold. 7. 2. 27. Her- bert Kranz, Der Berg. 3. 3. 27. Romain Roland, Ein Spiel von Tod und Liebe. 8. 3. 27. Ibsen, Rosmers- holm. 4. 4. 27. Hauptmann, Die versunkene Glocke.

2. Vorstellungen in der Oper: 2. 3. 27. Weber, Freischütz, 19. 3. 27. Lortzing, Der Waffenschmied. 3. Vorstellungen im Schauspielhaus: 12. 4. 27. Hauptmann, Florian Geyer. Das Künstlertheater gewährte in entgegenkommender Weise den Schülern wesentliche Preisermäßigungen.

AußBerdem konnte den Schäülern eine Beihilfe zum Theaterbesuch aus einer von den städtischen Schulbehörden in dankenswerter Weise in diesem Zwecke den Schulen bewilligten Summe gewährt werden.

1) Kurzschrift.

Leiter: Referendar Hunn, gepr. Stenographielehrer.

Laut Ministerialerlaß vom 15. 7. 26 ist der Schulunterricht in Kurzschrift nur nach dem System der Ein- heitskurzschrift zulässig.

Der einführende Lehrgang wird regelmäßig nur für die Schüler der UIII gelehrt. Im laufenden Unterrichtsjahr nah- men 20 Schüler an diesem Lehrgang teil. Für die OIII ist ein Fortbildungslehrgang eingerichtet worden.

Bezüglich der Einführung der Kurzschrift bei den Behörden verweise ich

1. auf den Ministerial-Erlaß vom 10. März 1926:Von den am 1. April 1926 oder später in den Staats- dienst eintretenden Beamten, die ihre Eingangsstellung von Besoldungsgruppe A4 und aufwärts haben, ist beim Eintritt in den Vorbereitungsdienst oder den Probedienst die Kenntnis der Einheitskurzschrift zu verlangen,

2. auf den Mag.-Beschl. vom 13. Dezember 1926: a) diejenigen Bewerber um Stellen im Kanzleidienst, welche die Einheitskurzschrift beherrschen, sind zu bevorzugen, b) es sind für den Büro- und Kassendienst solche Bewerbe vor- zugsweise vorzumerken und einzuberufen, welche neben den sonstigen Erfordernissen die Kenntnis der Einheitskurzschrift durch Schulzeugnis oder durch Niederschrift eines Diktats von mindestens 80 Silben in der Minute nachweisen; c) es sind die Beamten des Büro- und Kassendienstes nur dann zur 1. Beamtenprüfung zugelassen, wenn sie nachweisen, daß sie mindestens 100 Silben in der Minute in Einheitskurzschrift niederzuschreiben und ohne sinnstörende Fehler zu über- tragen vermögen.

m) Schulkino.

1. Die ganze Schule besuchte am 11. Dezember den FilmIm Strudeldes Verkehrs.

2. Einzelne Klassen besuchten folgende Filmvorführungen: a) Am 20. April während der Reichsgesundheitswoche die UII den Film:1. Zahnpflege, 2. Wie werde ich gesundꝰ Führung: Ost. b) Am 7. Dezember, IV:Die Wüste am Meer ſein Film von der Kurischen Nehrung) undMikrokosmos im Reiche Neptuns, Tiergärten des Meeres, Kulturfilm im Zo0o). Führung: Weidenbusch. c) Am 18. Januar: VI und V:Die Abenteuer des Prinzen Achmed(aus 1001 Nacht, Scherenschnittfilm) mit naturwissenschaftlichem Bei- programm(Kulturfilm im Zoo). Führung: Weidenbusch und Wagner. d) Am 24. Februar: VI, V, VI und UIII:Das Volk der schwarzen Zelte undIim Lande der Pharaonen(kulturfilm im Zoo)- Führung: Dr. Hei- men und Weidenbusch.

2. Bericht über den Lehrkörper.

a) Veränderungen: Ostern 1926.

1. Das Provinzialschulkollegium versetzte St.-A. Reessing nach Limburg, St.-A. Schönwetter nach Marburg; es über- wies an die Selektenschule St.-A. Casper, bisher: Melsungen, St.-R. Grote: 14. und 15. Mai. Turnlehrer Wagner: und St.-A. Weidenbusch, bisher: Adlerflychtschule. 21. bis 26. Juni. Der Direktor: 9. September. St.-A.

2. Ferner wurde St.-R. Dorminger der Selektenschule Braunwart: 10. November. St.-R. Grote: 12. und 13. No- überwiesen. ¹) vember. St.-A. Weidenbusch: 24. bis 29. Januar 1927. 5 St.-R. Manns: 17. bis 19. Februar. St.-R. Ost: 17. Februar.

b) Erkrankungen.

St.-R. Dr. Heimen: 19. April. St.-A. Braunwart:

V 30. April und 1. Mai. St.-A. Weidenbusch: 6. und 7. Mai.

¹) Georg Adalbert Dorminger, geb. 20. 4.1889 zu Rati- bor, Volksschule Gr. Strehlitz, Gymnasium Kattowitz, Reife wiesen, Ostern 1919 pädag. Prüfung. Ab Ostern 1919 Leiter Ostern 1908, Studium der klass. Philologie u. Germanistik, der Rektoratschule, des späteren Progymnasiums Sohrau Universitäten Breslau und Greifswald, Staatsexamen Mai O.-S. bis Herbst 1924, Studienrat 1. Oktober 1920. Von 1917, Kriegsfreiwilliger im Feldartillerie-Regiment Nr. 6, Herbst 1924 bis 1. April 1926 zur Verfügung des Deutschen an den Kämpfen im Westen ununterbrochen teilgenommen, Schulvereins für Auslandsdienst. Wegen Nichtbestätigung Leutnant der Res., E. K. I. und 2. Klasse, 1. November 1918 durch die polnische Behörde ab 1. April 1926 vom Für- verwundet. Nach Wiederherstellung zur Ablegung des Vor- sorgeamt für Lehrpersonen aus abgetretenen Gebieten in bereitungsdienstes dem Staatsgymnasium Myslowitz über- Berlin der Stadt Frankfurt a. M. überwiesen.

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