Jahrgang 
1879
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beſten Erfolge an der Schule gewirkt hatte. An ſeine Stelle trat zunächſt als Klaſſenlehrer der 3 Vorſchulklaſſe Hr. Martin Weber aus Soden in Curheſſen(vgl. Programm der Aushilfs⸗ klaſſen in den Lang'ſchen Häuſern von Oſtern 1876 S. 4), welcher zugleich auch den Schreib⸗ unterricht an der Schule ſeit Herbſt 1878 ſtatt des Hrn. Heinrich Schüßler, Lehrer an der Liebfrauenſchule, übernahm, der ſeit Oſtern 1862 mit großer Pflichttreue den Schreibunterricht, vorübergehend auch den Turn⸗ und Zeichenunterricht, ertheilt hatte. Die Schule wird den beiden ausgeſchiedenen Lehrern ſtets ein dankbares Andenken bewahren.

4. Der Geſundheitszuſtand unter den Lehrern und Schülern kann, abgeſehen von einzelnen Erkrankungsfällen, als ein befriedigender bezeichnet werden. Hr. Wilhelm Mardner bedurfte gegen Ende des Sommers einiger Wochen Urlaub zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit.

5. Spaziergänge einzelner Klaſſen, theilweiſe im Intereſſe des heimatkundlichen und botaniſchen Unterrichts, fanden ſtatt mit Vorſchule 3 und 2 öfter an ſchönen Sommernachmittagen, mit Vorſchule 1 in den Wald am Nachmittag des 6. Juni, mit Sexta am Nachmittag des 27. Mai, mit Quinta nach Schwanheim am 20. Mai, mit Quarta am 8. Juni, mit Tertia am 20. Mai, mit Secunda auf Altkönig und Feldberg am 18. Mai.

6. Der Geburtstag des Turnvaters Jahn wurde von den einzelnen Klaſſen der Bürger⸗ ſchule durch Turnfahrten und eine auf die Bedeutung des Feſtes bezügliche Anſprache an die Schüler gefeiert.

7. Am 10. Mai nahm die Schule an der Enthüllung des Denkmals der im Jahre 1870 71 gefallenen Söhne Frankfurts, darunter auch ein vormaliger Schüler der Selekten⸗ ſchule, auf dem Peterskirchhofe Theil.

8. Am Nachmittage des 25., 27. und 28. Juni und 9. Auguſt Nachmittags mußte der großen Hitze wegen der Unterricht ausgeſetzt werden. Im Winter 1878/79 wurde einigemal einzelnen Klaſſen der Nachmittag zum Schlittſchuhlaufen freigegeben.

9. Vom Turnunterricht waren 9 Schüler dispenſiert, am Schwimmunterrichte nahmen etwa 120 Schüler Theil.

10. Da die Schule unter den obwaltenden Umſtänden(vergl. S. 15 des Programms von 1877) auch dieſes Mal die feſtliche Begehung des Sedantages, 2. Sept., beſchränken mußte, ſo konnte nur eine entſprechende Anſprache an die Schüler der oberen Klaſſen ſtattfinden; auch betheiligte ſich die Schule an der hierauf ſtattfindenden Gedächtnißfeier auf dem Sachſenhäuſer Friedhofe.

11. Am 22. März 1879 wird der Geburtstag Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs durch Geſang, Declamation und Feſtrede in dem feſtlich geſchmückten Prüfungsſaale gefeiert werden.

12. Von den während des Schuljahres 1878/79 eingegangenen Verfügungen des Königl. Provinzialſchulkollegiums zu Caſſel heben wir nachſtehende als von allgemeinem Intereſſe hervor:

30. März 1878: Der Herr Cultusminiſter macht auf die Schrift des Augenarztes Dr. Katzdie Urſachen der Erblindung, ein Droh⸗ und Troſtwort aufmerkſam.

3. April: Das Königl. Provinzialſchulkollegium erinnert an das Inſtitut des Preußiſchen Beamtenvereins in Hannover, behufs vortheilhafter Lebens⸗ und Kapitalverſicherung.

16. April: Das Provinzialſchulkollegium weiſt die Dirigenten der höheren Schulen an,