Jahrgang 
1876
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4. Theobald Becker, geb. zu Frankfurt a. M. den 8. April 1858, das Prädikat: Genügend beſtanden.

5. Georg Eiſer, geb. zu Frankfurt a. M. den 14. März 1859, das Prädikat: Genügend beſtanden.

6. Carl Röder, geb. zu Fulda den 5. Januar 1860 das Prädikat: Genügend be⸗ ſtanden.

7. Hermann Heſſe, geb. zu Heddernheim bei Frankfurt a. M. den 22. Juni 1857, das Prädikat: Genügend beſtanden.

8. Ludwig Rühl, geb. zu Frankfurt a. M. den 21. Oktober 1858, das Prädikat: Genügend beſtanden.

Aus der Chronik des verfloſſenen Schuljahres ſind nachſtehende Data hervorzuheben:

Das Schuljahr 1875/76 wurde am 7. April mit der Prüfung und Einweiſung der aufgenommenen Schüler in ihre Klaſſen eröffnet, worauf der regelmäßige Unterricht am Vor⸗ mittage des 8. April ſeinen Anfang nahm; in gleicher Weiſe wurde das Winterſemeſter am 11. bezw. 12. October eröffnet.

Im Lehrerkollegium haben in dieſem Schuljahre keine Veränderungen ſtattgefunden; dagegen verlor die Schule ihren älteſten(emeritierten) Lehrer.

Am 16. Juli verſtarb nämlich zu Bockenheim im 86. Lebensjahre Profeſſor Dr. Wilhelm Schütz, ſoviel uns bekannt, der Senior der Lehrerſchaft von Frankfurt, welcher ſeit der fürſtlich primatiſchen Zeit(1808) bis zum Herbſte 1853 an den vier katholiſchen Schulen als Lehrer, theilweiſe zugleich als Inſpector, ſegensreich gewirkt hatte und zahlreichen Schülern und Schü⸗ lerinnen in dankbarem Andenken geblieben iſt. In allen ſeinen Functionen, auch als Mitglied einer ſtaatlichen Prüfungs⸗Commiſſion, längere Jahre mit Hingebung und Pflichttreue thätig, war ihm, trotz aller Anerkennung von Nah und Fern, nur beſchieden, an der ſpäteren günſtigen Wandelung im hieſigen Schulweſen und an der Beſſerſtellung ſeiner jüngeren Collegen ſich mit⸗ freuen zu können. Mehr als ein Menſchenalter hindurch thätig, konnte Prof. Schütz zugleich durch ſeine unmittelbare Kenntniß von Zuſtänden und Perſonen der Vergangenheit als die ver⸗ körperte Tradition, insbeſondere des katholiſchen Schulweſens, gelten, und war allein im Stande aus dem reichen Schatze dieſer ſeiner Erfahrungen, unterſtützt von einem guten Gedächtniſſe, ſchätzbare Beiträge zur Geſchichte dieſes Schulweſens zu liefern. Bei ſeiner am 19. Juli ſtatt⸗ gefundenen Beſtattung, bei welcher die katholiſchen Schulen durch Deputationen vertreten waren, gab Herr Pfarrer Helfrich von Bockenheim der allſeitigen Würdigung der mannigfachen Thä tigkeit des Verſtorbenen als Lehrer, wie ſeinen trefflichen Eigenſchaften den gebührenden Aus⸗ druck. Mit dem Hingeſchiedenen iſt wieder ein Stück Alt⸗Frankfurt zu Grabe gegangen; die Schule wird ihm ein dankbares Andenken bewahren. Bgl. Programm von 1853 S. 8 f.

Von den Lehrern waren mehrere, zumeiſt durch Unwohlſein, ihren Unterricht für einige Zeit zu unterbrechen genöthigt und zwar: Die Herren Dr. Kirſchbaum, Thévenot, Geiſſel und Schüßler je 3, Herr Kaplan Butz 5, die Herren Dr. Berger, Mehler und Leibfried je 6, Herr Margraf 7, Herr Mardner 16, Herr Kremer 24 Tage.

Ueber den Geſundheitszuſtand der Schüler im verfloſſenen Schuljahre können leider auch dieſesmal nur betrübende Erfahrungen berichtet werden. Auch in dieſem Jahre hat die