Jahrgang 
1912
Einzelbild herunterladen

9

Durch Drucken im Lesekasten, Diktate und Abschreibeübungen wurden die Grundzüge der Rechtschreibung festgelegt. UÜbung im Erkennen des Haupt- und Zeitwortes.

Eine Anzahl kleinerer Gedichte aus der Fibel und Fabeln von Hey wurden eingeprägt. 10 Stunden: Norgall.

Rechnen. Nach dem Rechenbuch für Höhere Mädchenschulen von Müller-Schmidt Heft 1, Kap. 1 25, wurden die vier Grundrechnungsarten im Zahlenraum von 120 eingeführt und geübt. Sicherheit und Geläufigkeit im mündlichen und schriftlichen Rechnen wurde angestrebt. Erweiterung des Zahlenraumes bis 100. 3 Stunden: Norgall.

Singen. Lehrbuch: Ludwig Kageler, Liederbuch für Höhere Mädchenschulen. Lyzeen, Ober- lyzeen und Studienanstalten.(I. Teil, Hannover 1912). a) Treffübungen nach Gehör. Begonnen wird mit der Oktave, darauf folgt Quinte, dann Terz. Dreiklang der 1. Stufe in CDur. Diese Intervalle werden zunächst in Ziffern, später in Noten dargestellt.

b) 12 Volks- und Kinderlieder.(Nach dem Kanon.) 1 Stunde: Ziegler.

Turnen. Einfache Gang-, Ordnungs- und Freiübungen. Leichte Gerätübungen an Ringen, Stangen und Leitern. Nachahmungs-, Sing- und Laufspiele, bei gutem Wetter im Freien. 1 Stunde: Müller.

Lyzealklasse 9.

Klassenführung: Ordentlicher Lehrer Joseph Kern. Religionslehre. Evangelische. Altes Testament: Die wichtigsten Geschichten aus der Zeit der Patriarchen. Geeignete Geschichten von Joseph und Moses und Ruth. Im Anschluß an Märchen und Erzählungen wurden einige Grundfragen der Sittenlehre besprochen. Verschiedene Liederverse und Sprüche wurden gelernt. 3 Stunden: Braach.

Katholische. 3 Stunden zusammen mit L10 und L 8. Kern. Israelitische. 1 Stunde zusammen mit L 10 und L8. Fuchs.

Deutsch. Lese- und Sprechübungen an fast sämtlichen(teilweise kursorisch behandelten) Prosastücken des Lesebuchs von Plümer-Haupt-Bachmann 1; 20 Gedichte wurden ge- lernt; diefreien Niederschriften durchGedächtnis-Niederschriften vorbereitet; Sach- begriffe durch Anschauung der Gegenstände selbst oder im Bilde geklärt und erweitert.

Gute Aussprache und sichere Rechtschreibung durch Einzelbetrachtung der Selbst- und Mitlaute, Behandlung der Dehnung und Schärfung, der einfachsten Regeln über die Groß- und Kleinschreibung angebahnt und in 40 Diktaten erprobt.

UÜbung im Erkennen und einfachsten Gebrauch des Geschlechtsworts, Ding- worts. Zeitworts, Beiworts, Fürworts und Zahlworts. 9 Stunden: Kern.

Rechnen. Die vier Grundrechnungsarten im Zahlenraum 1 100 nach dem Rechenbuch für Höhere Mädchenschulen, Müller-Schmidt, Heft 2. Kap. 1 30. Das kleine Einmaleins. Erweiterung des Zahlenraumes bis 1000.

Hausaufgaben und 12 Klassenarbeiten. 3 Stunden: Norgall.

Schreiben. Deutsche und lateinische Steilschrift. 3 Stunden: Braach.