räteturnen besonders berücksichtigt wird, wurde sehr oft auch die Turnspielstunde zum Tur— nen verwandt. Beides, Körperschule und Leistungsturnen, kam zu seinem Rechte unter dem leitenden Gedanken, daß eine allseitige Ausbildung des Körpers nur durch das Turnen am Gerät in Verbindung mit Freiübungen, Spiel und volkstümlichen UÜbungen gewährleistet wird, daß die Wesensbedingungen der für unsere Jugend in Frage kommenden Leibesübungen noch im Jahnschen System zu finden sind, das von der schwedischen Gymnastik gesundheitlich be- einflußt und von der sportlichen Verfeinerung angenehm aufgefrischt ist. In der Turnstunde bemühte man sich, das zu berücksichtigen, was Herr Professor Dr. Schlesinger vom Stadt- gesundheitsamt in„Die Wirkung der Turnstunde auf die Schüler und Schülerinnen“ jedem Turnlehrer ans Herz legt:„Der Wert der Turnstunde in der Schule steht und fällt zum guten Teil mit der richtigen Dosierung des Turnens. Uberdosierung ermüdet, besonders die schwä- cheren Schüler; Unterdosierung läßt die anregende, belebende Wirkung des Turnens nicht aufkommen.“
Die allgemeine Durchbildung der Masse ist das Hauptziel der Schule; dazu gehört, daß die Turnarbeit in einer Anstalt sich von Klasse zu Klasse aufbauend gestaltet, auch die das Lei- stungsturnen vorbereitende und ausgleichende Sommerarbeit. Das zu zeigen, war der Zweck unseres Sportfestes, das am 12. September stattfand. UÜbungen aus der Körperschule, Boden- übungen und Spiele wurden von Sexta bis Oberprima vorgeführt, um zu zeigen und zu lernen.
b) Schwimmen.
Neben dem obligatorischen Schwimmen der OQuarten bestehen freiwillige Badeabteilungen, die im Sommer in der Scheckerschen Badeanstalt, im Winter im Städtischen Schwimmbad baden. Die Zahl der Freischwimmer bewegt sich, wie bisher, auf der Ober- und Mittelstufe zwischen 80 und 90 Prozent, auf der Unterstufe zwischen 40 und 50 Prozent.
Die Schwimmwettkämpfe fanden am 31. 8. in der Moslerschen Badeanstalt statt. Die Sach- senhäuser Oberrealschule hatte in 3 Stufen je 10 Mann zu stellen. Die Oberstufe errang den 1. Mannschaftspreis mit 461 Punkten und den 1. Staffelpreis(50 m) in 8.05 Min., die Mittel- stufe den 2. Mannschaftspreis mit 448 Punkten und den 1. Staffelpreis in 8.23 Min., die Unter- stufe den 2. Mannschaftspreis mit 391 Punkten und den 3. Staffelpreis in 9.38 Min. Den Mann- schaftsleistungen entsprachen die Einzelleistungen.
c) Rudern.
Die Ruderabteilung unserer Anstalt stellte mehr als die Hälfte aller„Jung-Germanen“ der Rudergesellschaft„Germania“. Ihre Ausbildung lag in den Händen der Ruderlehrer der Stamm- Germania und älterer Ruderer, die früher Sachsenhäuser Oberrealschüler waren. Ein Stilru- dern, das im August stattfand, ließ eine gute Gesamtausbildung erkennen. Wenn es unseren Schülern auch nicht vergönnt war, in den Booten, denen sie in den Herbstregatten zugeteilt waren, sowie im Schülerrudern Preise zu erringen, so mußte die Sportpresse doch die gute und sorgfältige technische Ausbildung anerkennen.
d) Wandern.
Die vorgeschriebenen monatlichen Wanderungen konnten im Winter wegen Ungunst der Witterung und aus anderen Gründen nicht immer durchgeführt werden; im Mai unternahmen die Klassen der Oberstufe zweitägige Wanderungen. Wandernde Schülergruppen erhielten Führer- ausweise und Anregungen durch die Schule, die Mitglied des Verbandes für deutsche Jugend- herbergen ist. UÜber größere Wanderungen wird unter„Besondere Veranstaltungen“ berichtet.
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