Jahrgang 
1928
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Herr Lehrer Franz Kasteleiner,

Herr Dr. ing. Heinrich Maurach,

Herr Studienrat Dr. Otto Reuber,

Herr Verwaltungsinspektor Georg Staubesand, Herr Vermessungsinspektor Jakob Völker.

V. Unterrichtsräume und Unterrichtsmittel.

Im Berichtsjahre wurde mit der dringend notwendigen Wiederherstellung der Klas- sen- und Unterrichtsräume der Anfang gemacht. Der Raum für physikalische Schüler- übungen wurde seinem Zwecke entsprechend mit Tischen, mit einer elektrischen Schalt- tafel und mit Zuführungsleitungen für Wasser, Gas und Flektrizität ausgestattet, außer- dem wurde der Raum neu hergerichtet und mit moderner Beleuchtung versehen. Im Keller wurde für den Werkunterricht ein Hobelraum hergerichtet und von der Stadt mit Doppelhobelbänken und zugehörigen Werkzeugen ausgestattet. In den Weihnachts- ferien wurden 4 Klassenräume neu gestrichen und mit halbindirekter Beleuchtung ver- sehen. So darf man wohl hoffen, daß auch dem beklagenswerten Zustande, in dem sich die übrigen Klassenräume, die Unterrichtsräume für Chemie und Biologie, das Lehrer- zimmer und vor allem die Aula befinden, in absehbarer Zeit ein Ende bereitet wird.

Mit der Einrichtung des physikalischen UÜbungsraumes und der abermaligen Sonder- bewilligung von 2000 RM zur Beschaffung von Apparaten für naturwissenschaftliche Schülerübungen war es auch in der Physik und Biologie möglich, den Unterricht auf Schülerversuche aufzubauen, wie dies in der Chemie dank der bereits vorhandenen Ein- richtungen bisher schon möglich war. Die biologischen Übungen mußten zwar, da ein besonderer biologischer UÜbungsraum nicht vorhanden ist, im physikalischen UÜbungsraum abgehalten werden, aber da dieser mit beweglichen Tischen und mit allen nötigen elektrischen Anschlußvorrichtungen versehen ist, konnte auch der biologische Schülerübungsunterricht bei jedem Wetter durchgeführt werden.

Der Schulgarten wurde nach seiner vollständigen Neuherrichtung im vorhergehenden Jahre weiter durchgearbeitet, und die Benennung der Pflanzen wurde einheitlich durch- geführt. So wurde eine Musteranlage geschaffen, die nicht nur den Bedürfnissen des biologischen Unterrichts gerecht wird, sondern auch eine Zieranlage unseres Stadtteils geworden ist.

Für die geologische Heimatsammlung unserer Schule lieferte die Stadt zwei zweck- entsprechend eingerichtete schöne Schränke, die auf dem Flur vor den Chemieräumen aufgestellt wurden. So fand die von Herrn Studienrat Dr. Reuber mit seinen geologischen Arbeitsgemeinschaften zusammengetragene und anerkannt musterhaft zusammengestellte Sammlung eine ihrer Bedeutung entsprechende Unterbringung.

Von Fräulein Kinkelin wurde der Schule die wertvolle Conchyliensammlung ihres verstorbenen Bruders und von Frau Böhle ein Riesen-Ammonit geschenkt. Beiden Damen sei auch an dieser Stelle für die Stiftung der herzliche Dank der Schule ausgesprochen.

Der Werkunterricht wurde weiter ausgebaut; der Hobelunterricht wurde eingerich- tet, und als Vorkurs für die in späteren Klassen folgenden Papp-, Buchbind- und Hobel- arbeiten wurden für die Untertertianer und OQuartaner Bastelarbeiten eingeführt, für die von der Stadt die erforderlichen Werkzeuge geliefert wurden. Ferner wurde ein beson-

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