2. Instrumentalmusik
Zur Pflege der Instrumentalmusik wurde das bestehende Schülerorchester weiter aus- gebaut und in einer Wochenübungsstunde unterrichtet. Der Instrumentalchor fand Verwen- dung bei einfachen Schulfeiern und größeren Veranstaltungen, entweder zur Begleitung von Chören oder zum Vortrag reiner Instrumentalwerke. Am S. Dezember 1925 fand im Fest- saal der Schule ein Konzert des Schülerorchesters statt, bei dem Herr Ed. Lössel, ein früherer Schüler der Anstalt, als Klaviersolist mitwirkte. Es kamen Stücke von Händel.
Bach. Mozart, Schubert. Mendelssohn, K. M. v. Weber, Chopin, Tschaikowsky, Liszt, Albeniz
und Ravel zum Vortrag.
Zur Erlangung eines brauchbaren Nachwuchses wurden geeignete Schüler aus den Klassen Sexta bis Untertertia zu einer weiteren Orchesterabteilung vereinigt und alle acht lage zu Instrumentalübungen herangezogen.
Gegen Schluß des Schuljahres bildete sich eine Kammermusik vereinigung mehrerer Schulen, die unter Mitwirkung des Musiklehrers sich mit der Einstudierung Hlaydn- und Mozartscher Klaviertrios befaftte.
III. Leibesübungen 1. Turnen
Die 17 Klassen der Anstalt bildeten 16 Turnabteilungen. Im Sommer wurde wöchent- lich in zwei, im Winter in drei Unterrichtsstunden in der Turnhalle und auf dem Schul- hofe geturnt. In dem Unterricht war der Einfluß der Richtlinien(Grundsätze. Aufgabe und Methode der Leibesübungen) erkennbar. Die von der Turninspektion und der Turnerschaft Frankfurt veranlaftten Vorführungen dienten auch den Turnlehrern unserer Anstalt zur Linführung in dieses Gebiet. Die volkstümlichen Ubungen des Sommerturnens fanden ihren Abschluß in den Wettkämpfen der höheren Schulen. An diesen beteiligte sich die Sachsen- häuser Oberrealschule mit 54 Schülern, von denen 46 eine Punktzahl erreichten, die mit einer Urkunde belohnt wurde. Im Winterhalbjahr wurde neben den UÜbungen der Körper- schule vorzugsweise das Geräteturnen als Fertigkeitsturnen berücksichtigt. Der Gerätewett- kampf der höheren Schulen fällt in diesem Jahre fort, dafür sollen im kommenden Sommer volkstümliche und Gerätewettkämpfe als gemeinsamer Turnsport stattfinden.
2. Turnspiele
15 Abteilungen spielten im Sommer wöchentlich zwei Stunden auf den Sandhöfer Wiesen, im Winter eine Stunde. Die Winterturnspiele wurden durchgeführt als Kürturnen. Märsche, Eislauf. Spiel auf dem Hofe und Schwimmen. Die Turnhalle stand den Abtei- lungen in ihrer Spielzeit immer zur Verfügung. Die Wettspielmannschaften beteiligten sich auf allen Stufen an den Schlag- und Handballwettspielen.
ãg) Wahlfreie Arbeitsgemeinschaft auf der Oberstufe Deutsche Arbeitsgemeinschaft 1025,20 Thomas Mann: Die Buddenbroks. Hesse: Peter Camenzind. Spitteler: Die Mädchenfeinde. Prenssen: Peter Moors Fahrt nach Südwest. W. Flex: Der Wanderer zwischen beiden Welten. v. Polenz: Der Büttnerbauer. Herzog: Die Wiskottens. Fock: Seefahrt ist not. Stifter: Bri- gitta. Es beteiligten sich sieben Schüler, zwei aus Oberprima, fünf aus Unterprima. Collischonn.
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