Der Schulgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland gehörten 301 Schü- ler an. Leiter der Schulgruppe war Herr Studienrat Dr. Rumpf.
Dem Schülerverein zur Weiterbildung in der Kurzschrift Stolze-Schrey gehörten 19 Schüler an. Leiter des Vereins war der Unterprimaner Friedrich Bach.
In dem von Herrn Kapellmeister Scherchen ins Leben gerufenen Sprechchor wirkten bei der Goethefeier im August 1924 eine größere Anzahl Schüler mit.
An der Schule bestehen zwei Ruderabteilungen: eine Schülerriege bei der Frank- furter Rudergesellschaft Germania, eine zweite bei dem Frankfurter Ruderverein. Sie beteiligten sich in drei Booten an dem vom Frankfurter Regatta-Verein veranstalteten Wettrudern der Frankfurter höheren Schulen.
Im Sommerhalbjahr badeten die Schüler in zwei freiwilligen Abteilungen. Mit einer Sechsermannschaft auf jeder Stufe beteiligte sich die Schule an den Schwimm- wettkämpfen der höheren Schulen im August. Die drei Mannschaften errangen im Ein- zel-Mannschafts- und Eilbotenkampf die ersten Preise. Damit fiel auch der Wanderpreis (zum 14. Male) endgültig der Schule zu.
An einem Stil-, Zeit- und Wettschwimmen unserer Schule nahmen 256 Schüler teil.
Freischwimmer sind:
im Jahrgang 1907 und früher Geborene.... 64 .„ 1908 und 1900„.... 83 6 „„ 1910 und 1911„.... 75 N. „.„ 1912 und später„.... 34 N
Im Winterhalbjahr erhielten die beiden Quarten statt des Turnunterrichts obliga- torischen Schwimmunterricht im städtischen Schwimmbad. Die Klassen UIII bis O1 hatten jede 3. Woche statt der Spielstunde eine obligatorische Badestunde.
Die Schule ist Mitglied des Verbandes für deutsche Jugendherbergen, bezieht die Zeitschrift„Die Jugendherberge“ und versucht, den Schülern Anregung zum Wandern zu geben. Die Schulwanderungen führten sie nicht nur in die nähere Umgebung von Frankfurt. Die beiden Oberprimen erledigten ihre Pflichtwanderungen an je zwei Tagen. Die Oberprima a war im Vogelsberg, die Oberprima b im Westerwald.
Die Wanderung über den Vogelsberg begann am Bahnhof Nidda. Uber den Hof Zwiefalten und den Bilstein wurde am ersten Tage der Hoherodskopf erreicht. Ver- pflegung fand die Gruppe im Klubhause, Schlafstätten in der neu- eingerichteten Jugend- herberge. Zu der 32-Kilometer-Wanderung am ersten Tage kam am zweiten Tage eine Wanderung von 25 km, und zwar über die Herchenhainer Höhe, Saupark-Kirchbracht, Birstein. Am Abend(6.42 Uhr) wurde Frankfurt-Süd erreicht.
Die Wanderung im Westerwald ging am ersten Tage wegen starken Regens nur von Hachenburg bis Marienberg, wo die meisten Schüler Schlafstätten in der Jugend- herberge fanden. Vorzügliche Verpflegung fanden sie bei Ferger. Am zweiten Tage marschierten sie bei zwar trockenem, aber recht windigem Wetter von Marienberg über Stein-Neukirch, Salzburger Kopf, an den Fuchskauten vorbei über Rod nach Herborn, wo sie um 5 Uhr nach etwa 36 km langer Wanderung ankamen und sich im Nassauer Hof stärkten. Um 6.30 Uhr ging es von Herborn mit der Bahn nach Frankfurt.
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