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An der Königl. Lehranstalt für Obst- und Gartenbau in Proskau und für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim genügt zur Aufnahme die Reife für Obertertia, Für die Zulassung zur staatlichen Fachprüfung für Garten-, Obst- und Weinbautechniker wird an allen genannten An- stalten immer Besitz des Berechtigungsscheines für den einjährig-frei- willigen Militärdienst vorausgesetzt.
1915. 28. Januar. Herr Dr. Moses Breuer übernimmt die Vertretung des erkrankten Otto Vaternahm.
1915. 3. Februar. Der Herr Minister empfiehlt Rücksichtnahme bei den diesjährigen Ver- setzungen. Die Versetzungsfähigkeit soll unter den gegenwärtigen Ver- hältnissen ganz besonders nach dem Gesichtspunkt beurteilt werden, ob der Schüler imstande sein wird, mit Erfolg an dem Unterricht der nächsthöheren Klasse teilzunehmen.
1915. 18. Februar. Vom 1. Juni ab können Schüler, welche zum Ostertermin die Versetzung nach Oberprima erreicht haben, zur Notreifeprüfung zugelassen werden. Ebenso kann Schülern der Unterprima, Obersekunda und Untersekunda von diesem Zeitpunkt an die Versetzung in die nächsthöhere Klasse zuerkannt werden, wenn sie für den Heeresdienst angenommen sind.
1915. 19. März. Es wird genehmigt, daß der Wissenschaftliche Hilfslehrer Jos. Kunz die Vertretung für den verstorbenen Prof. Dr. Treutel übernimmt.
III. Chronik.
Mit Beginn des neuen Schuljahres trat der Aushilfs-Oberlehrer Herr Dr. Erwin Gsell, der schon im vorigen Schuljahre für kurze Zeit einige Vertretungsstunden über- nommen hatte, als Oberlehrer in unser Lehrerkollegium ein.
Dr. Erwin Gsell, evangelischen Bekenntnisses, ist geboren am 20. Juni 1885 zu Hagenau im Elsaß als Sohn des Oberlehrers M. Gsell. Er erwarb das Zeugnis der Reife auf dem Gymnasium in Hagenau am 29. Juni 1905, genügte seiner Dienstpflicht als Einjährig-Freiwilliger vom 1. Oktober 1905 bis 30. September 1906 und studierte dann auf den Universitäten Berlin und Straßburg Neuere Sprachen und Deutsch bis Ostern 1911. Am 21. November 1910 wurde er in Straßburg zum Doktor der Philosophie promoviert. Das Staatsexamen bestand er am 22. Juli 1911 in Straßburg i. E. Sein Seminarjahr leistete er an der Siemens-Oberrealschule zu Charlottenburg von Michaelis 1911 bis dahin 1912 ab. Während seines Probejahres war er zunächst von Michaelis 1912 bis Ende August 1913 Lehramtsassistent an der Horace Mann School Columbia University New-York. Den Rest seines Probejahres vom 1. bis 30. Sep- tember 1913 leistete er am Realprogymnasium in Krossen ab. Vom 1. Oktober 1913 ab war er als Aus- hilfsoberlehrer an den höheren Schulen in Frankfurt a. M. angestellt. Ostern 1914 trat er als Oberlehrer in das Lehrerkollegium der Sachsenhäuser Oberrealschule ein.
Die Wissenschaftlichen Hilfslehrer Herr Karl Fischbach und Herr Theodor Frese verließen Ostern 1914 unsere Schule; ersterer wurde dem Städtischen Realgymnasium, letzterer der Städtischen Oberrealschule zu Wiesbaden überwiesen. Herr Dr. GeorgSchnei-— der, der als Probekandidat seit Michaelis 1913 an unserer Schule tätig war, wurde zur Fortsetzung seines Probejahres vom 1. April 1914 ab dem Gymnasium in Limburg a. L. überwiesen.


