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Mathematik. kKombinatorik und Anwendung auf die Wahrscheinlichkeitslehre. Binomischer Lehrsatz für positive ganzzahlige Exponenten. Komplexe Zahlen, Moivresches Theorem. Kubische Gleichungen. Sphärische Trigonometrie nebst Anwendungen auf die mathematische Erd- und Himmelskunde. Analytische Geometrie der Ebene. Die wichtigsten Sätze über Kegelschnitte in elementarsynthetischer Behandlung. 5 St. Werner.
Physik. Mechanik mit Anwendung auf die mathematische Erd- und Himmelskunde. Wiederholungen und Ergänzungen aus den verschiedensten Gebieten der vorhergehenden Klassen. 3 St. Werner.
Chemie. Die Metalle. Praktische Ubungen im Schülerlaboratorium. 3 St. Reuber.
Zeichnen. Anleitung zu künstierischem Sehen und Beobachten der Natur. Bei günstigem Wetter Zeichnen und Aquarellieren im Freien nach architektonischen und land- schaftlichen Ausschnitten. Bei schlechter Witterung Zeichnen und Malen nach natürlichen Blättern, ganzen Pflanzen, ausgestopften Tieren und Stilleben(Blei, Kohle, Pastellkreide und Farbe). Zur Klärung der Raumvorstellung Gedächtnisskizzen. 2 St. Peuffert.
Latein.(Fac.) Wiederholung der Grundelemente der Formenlehre und der Syntax. Tirocinium Caesarianum. 1. Buch. Caesar, Bell. Gall. IJ. 2 St. Fischmann.
Obersekunda. Klassenlehrer: Oberlehrer Kämmerer.
Religion. a) Evangelische: Im Sommer: Abpostelgeschichte und Lebens- bild des Paulus. Galaterbrief Kap. 1 und 2. 2 Thessalonicherbriefe. Philipper- und Phile- monbrief. Im Winter: I. Korintherbrief. Apostolisches Zeitalter, Kirchengeschichte bis 323 unter Benutzung des Kirchengeschichtlichen Lesebuchs von Rinn-Jüngst. Wiederholungen, besonders aus den synoptischen Evangelien. 2 St. Nierhaus.
b) Katholische: Kirchengeschichte. Wiederholung der wichtigsten Gegenstände aus den Lehraufgaben der mittleren Klassen. 2 St. Schwarz.
Deutsch. Obersicht über einige Haupterscheinungen der geschichtlichen Entwick- lung der deutschen Sprache, mit Proben aus dem Gotischen und Hochdeutschen. Einführung in das Mittelhochdeutsche: Nibelungenlied. Minnesangs Frühling., Walther von der Vogel- weide. Proben von Wolfram und Hartmann(Sammlung Göschen). Literaturgeschichte bis Luther. Besprochen wurden Hebbels Nibelungen, Goethes Götz. Egmont, Gedichte Schillers, Homers Ilias, übersetzt von Jordan(Diesterwegs deutsche Schulausgaben). Freie Vorträge. Jufsätze: l. Welche Gedanken weckt in uns das Bismarckdenkmal zu Frankfurt a. N.? 2. Das Fest der Schwertleite im Ilittelalter.(Klassenaufsatz.) 3. Gewisse friunt. versuochtin swert, diu sint ze noeten goldes wert. 4. Wie zeichnet Hebbel in seinen„Nibelungen“ germanisches Heldentum? 5. Wie wird Weislingen wieder für Bamberg gewonnen?(Klassen- aufsatz.) 6. Welche Niittel verwendet Goethe zur Schilderung von Egmonts Charakter? 7. Worin sieht Schiller das Ideal menschlicher Kultur?(Klassenaufsatz.) 8. Hektor, ein Charakterbild. 4 St. Kämmerer.
Französisch. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung wichtiger Kapitel der Formenlehre und der Syntax in systematischer Behandlung. Zur Einübung ausgewählte


