— 26— 8—
2. Friedrich Wilhelm Theodor Gagelmann, evangelisch, wurde am 8. Oktober 1880 in Calvörde(Herzogtum Braunschweig) als Sohn des Kantors Wilhelm Gagelmann geboren, besuchte von Ostern 1803 pis Ostern 1900 das Gymnasium in Neuhaldensleben und studierté Ostern 1000 bis Michaelis 1000 in Freiburg. von da bis Michaelis 1002 in Leipzig und danach in Greifswald Mathematik., Physik und Chemie. Hier bestand er im März 1003 die Turnlehrerprüfung und im März 1005 die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Sein Seminarjahr leistete er am pädagogischen Seminar des Kgl. Hennebergischen Gymnasiums in Schleusingen ab. Während seines Probejahres Ostern 1900 bis Ostern 1907 verwaltete er eine Hilfslehrerstelle an der Oberrealschule in Suhl. Ostern 1007 trat er seine jetzige Stellung als Oberlehrer an der Sachsenhäuser Oberrealschule an.
3. Paul Fischmann, evangelisch, wurde am 13. März 13382 zu Zerbst in Anhalt als Sohn des evangelischen Pfarrers Wilhelm Fischmann geboren, besuchte von Ostern 1801 an das Herzogl. Karls-Gymnasium in Bernburg. wo er im März 1000 die Reifeprüfung bestand. Er Studierte dann in München, Halle, Grenoble und Cambridge Französisch, Englisch, Lateinisch und Philosophie. Im Oktober 1903 promovierte er bei der philosophischen Fakultät in Halle auf Grund seiner Abhandiung: Molière als Schauspieldirektor. Gleich darauf nahm er an dem staatlichen Turnlehrerkursus in Halle teil und bestand ebenda im März 1904 die Turnlehrerprüfung. Die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen bestand er im Dezember 190 4. Von Ostern 1905 bis Ostern 1006 war er Mitglied des Königl. Seminars am Domgymnasium zu Magdeburg. An der gleichen Schule legte er die erste Hälfte seines Probejahrs ab. in der zweiten war er am Lycée Henri IV in Paris als Assistant allemand tatig. Ostern 1007 wurde er an der Sachsenhäuser Oberrealschule als Oberlehrer angestellt.
Herr Oberlehrer Dr. Schenk war für die erste Hälfte des Sommerhalbjahres zu einer Studienreise nach Frankreich beurlaubt. Seine Vertretung hatte zum Teil Herr Dr. Hollack, zum Teil Herr Oberlehrer Ludewig übernommen. Die Vertretung für den krankheitshalber noch beurlaubten Oberlehrer Herrn O. Sachse war zum Teil Herrn Ober- lehrer Ludewig, zum Teil Herrn Oberlehrer Dr. Burkhardt und Herrn Pfarrer Dr. Busch übertragen. Während des Winterbalbjahres war eine Anzahl von Stunden dem wissenschaft- lichen Hilfslehrer Herrn H. Sander übertragen, der uns voraussichtlich auch im nächsten Sommer seine Kräfte zur Vertretung einer noch unbesetzten Oberlehrerstelle zur Verfügung stellen wird..
Herr Oberlehrer Ludewig wird zu Ostern 1908 aus dem Dienst der Stadt Frankfurt scheiden, um einer Berufung an das Realgymnasium in Swinemünde Folge zu leisten. Indem wir ihm für die uns bereitwilligst geleistete Aushilfe den besten Dank sagen, rufen wir ihm auch an dieser Stelle ein herzliches Lebewohl zu.
Mit dem Ende des Sommerhalbjahres schied Herr Kaplan Roos aus dem Kollegium aus, da er als Pfarrer nach Seck berufen wurde. Seinem Unterricht und seiner liebens- würdigen Persönlichkeit bleibt unter uns ein gutes Andenken gesichert. An seine Stelle trat mit Beginn des Winterhalbjahres Herr Kaplan Schwarz.
Die Vertretung des Herrn Oberlehrer Dr. Preutel, der wegen Krankheit längere Zeit der Schule fern bleiben mußte, hatte der Kandidat des höheren Schulamtes Herr J. Kaufmann übernommen..
Der Gesundheitszustand von Lehrern und Schülern war im großen und ganzen während des abgelaufenen Schuljahres nicht ungünstig.
Schmerzlich getroffen wurde die Schule durch den Tod unseres lieben Kollegen Herrn A. Resch, der am 9. November 1007 einer Blinddarmentzündung zum Opfer fiel. Was wir an ihm verloren haben, ist in folgendem, ihm gewidmeten Nachruf zum Ausdruck
gebracht:
„Mitten aus einer reich gesegneten Tätigkeit, in der Vollkraft seiner Jahre und seines Schaffens, ist er von uns genommen worden. Die Schüler betrauern den Ver- lust des geliebten, hochverehrten Lehrers, die Eltern den eines hilfsbereiten Beraters, die Kollegen haben den Freund verloren, der sich durch sein schlichtes, bescheidenes


