Jahrgang 
1904
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Prima der neunklassigen Schulen nur nach vorgängiger, gesondert zu beantragender Genehmigung, erfolgen darf.

8. 1903. 6. Nov. Herr Dr. Franz Liesau, wissenschaftlicher Hilfslehrer in Wiesbaden, ist durch Magistratsbeschluß vom 25. September 1903, bestätigt vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium unter dem 3. November 1903, vom 1. April 1904 ab zum Oberlehrer, zunächst in Verwendung an der Sachsen- häuser Realschule, ernannt worden.

9. 1903. 30. Dez. Das Kuratorium teilt folgenden Beschluß der städtischen Behörden mit: Stadtvyerordnete, Magistratsmitglieder und Amtsdeputierte, letztere für ihren Amtsbereich, sind von Arbeiten und Lieferungen für die Stadtgemeinde ausgeschlossen; Ausnahmen kann der Magistrat zu- lassen, sofern er sie im städtischen Interesse gelegen erachtet.

10. 1904. 10. Febr. Herrn Oberlehrer Wenderoth ist ein Stipendium von 500 Mk. für einen vierteljährigen Aufenthalt im französischen oder englischen Sprach- gebiet bewilligt worden.

11. 1904. 9. März. Das Kuratorium macht Mitteilung über den Bezug von lebenden Pflanzen aus dem neuen provisorischen Zentralschulgarten.

III. Chronik.

Mit dem Beginn des laufenden Schuljahres, das am 20. April seinen Anfang nahm, wurden die wissenschaftlichen Hülfslehrer Herren Dr. Theodor Schenk und Oskar Wenderoth als Oberlehrer angestellt, gleichzeitig wurden die Herren Oberlehrer Dr. Oskar Werner und Dr. Karl Wörner in ihr Amt eingeführt. Uber ihre Personalien berichten diese Herren folgendes:

1) Oskar Richard Werner, evangelischer Konfession, wurde am 23. Januar 1866 in Steinbach-Hallenberg, Kreis Schmalkalden, als jüngster Sohn des Postverwalters Mathæus Werner geboren. Er besuchte das Gymnasium in Schleusingen von 1877 bis 1884 und widmete sich dann auf den Universitäten Marburg, Zürich und Berlin dem Studium der Mathematik, Naturwissenschaften und Erdkunde. Am 30. November 1888 bestand er in Marburg das Staatsexamen. Vom Herbst 1888 bis Herbst 1880 war er Probekandidat am Gymnasium in Hersfeld. Dann genügte er seiner militärischen Dienstpflicht beim Feld- artillerie-Regiment No. 19 in Erfurt. Im Frühjahr 1892 erlangte er auf Grund einer physi- kalischen Untersuchung in Marburg die Doktorwürde. Im Herbst desselben Jahres wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Nach verschiedenen Stellvertretungen, sowie privaten und provisorischen Beschäftigungen wurde er am 1. April 1896 in Hanau als Oberlehrer an der höheren Mädchenschule angestellt. Im Februar 1898 erwarb er in Berlin die Berechtigung, Turnunterricht zn erteilen. Er ging am 1. Januar 1890 an die Realschule in Erfurt über und von da am 1. April 1900 an das Kadettenkorps, und zwar an die Vor- anstalt in Wahlstatt(Schlesien). 1901 wurde er zum Oberleutnant der Reserve befördert. Am 1. April 1903 trat er in das Kollegium der Sachsenhäuser Realschule ein.

2) Karl Wörner, kath. Konfession, wurde am 4. Dezember 1873 in Asbach. Amt Mosbach(Großherzogtum Baden), als Sohn des Hauptlehrers L. Wörner geboren. Er widmete