Jahrgang 
1914
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VI. Stiftungen und Unterstützungen.

Das Kuratorium der höheren Schulen gewährte 6 Schülern je eine ganze, 1 Schüler eine halbe Freistelle.

. Der Rödelheimer Schulverein stellte uns zwecks Unterstützung bedürftiger Schüler in jedem Halbjahr die Summe von 100 M. zur Verfügung, die in diesem Sinne veraus- gabt wurde.

Für alle im Laufe des Berichtsjahres unserer Anstalt gemachten Geschenke und Zuwendungen irgendwelcher Art sei auch an dieser Stelle allen Gebern, be- sonders dem Rödelheimer Schulverein, nochmals herzlich gedankt.

Zugleich teilen wir mit, daß wir die Gründung eines Fonds zur gelegentlichen Unterstützung minderbemittelter Schüler beabsichtigen, und bitten alle Freunde der Schule, durch größere oder kleinere Geldspenden diesen Gedanken verwirk- lichen zu helfen.

VII. Mitteilungen an die Eltern und Schüler.

l. Schule und Elternhaus. Alle Herren des Lehrerkollegiums legen den größten Wert darauf, mit den Eltern und deren Stellvertretern in beständiger Fühlung zu bleiben, und sind immer gern bereit, den Eltern nach Kräften mit ihrem Rat zur Seite zu stehen.

a) Sprechstunden der Lehrer. Deshalb sind feste wöchentliche Sprech- stunden der Lehrer eingerichtet, die ein Anschlag amSchwarzen Brett im unteren Flur des Schulgebäudes bekannt macht. Auch müssen die Schüler in der Lage sein, ihren Eltern über Zeit und Ort dieser Sprechstunden Auskunft zu geben.

Bei Erkundigungen über die Leistungen in einem einzelnen Unterrichtsfach wolle man sich immer an den Herrn Fachlehrer, bei Erkundigungen über den gesamten Kenntnisstand oder das Gesamtverhalten eines Schülers zunächst an den Herrn Klassenleiter, erst dann nötigenfalls an den Direktor wenden. Es ist aber dringend erw ünscht, daß die Eltern ihren Besuch spätestens einen Tag vorher schriftlich oder mündlich durch ihre Kinder anmelden, damit seitens der Herren Klassenleiter die zu einer erschöpfenden Auskunft nötigen Erkundigungen bei den übrigen beteiligten Herren vor- her eingezogen werden können.

Die geehrten Eltern werden gebeten, etwaige Klagen der Schüler über die Schule oder über ihre Lehrer höchst vorsichtig aufzunehmen und in jedem Falle, wo sie Bedenken über Dinge hegen, die sich nach den meist parteiisch getrübten Berichten der Kinder in der Schule ereignet haben sollen, sich erst beim Klassenleiter oder beim Direktor nach dem wahren Sachverhalt zu erkundigen, ehe sie urteilen.

Währendder Pausen ist es uns nicht möglich, die Eltern oder deren Stell- vertreter zu empfangen. Auch müssen wir es ablehnen, in den letzten vier Wochen vor Beginn der Osterferien über das voraussichtliche Endergebnis des Schuljahres noch Auskunft zu geben.

b) Häusliche Kontrolle der Arbeiten. Die Eltern werden in ihrem eigenen Interesse dringend gebeten, durch stete und sorgsame Beaufsichtigung der Schüler bei