Jahrgang 
1913
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VI. Stiftungen und Ünterstützungen.

1. Untersfützungen von Schülern.

Das Kuratorium der höheren Schulen gewährte vier Schülern je eine ganze, einem Schüler eine halbe Freistelle.

Der Rödelheimer Schulverein stellte uns zwecks Unterstützung bedürftiger Schüler die Summe von 100 M. zur Verfügung, die in diesem Sinne verausgabt wurde.

2.Poth-Stiftung.

Herr Jakob Poth, der am 11. Oktober 1912 verstorben ist, überwies dem Unter zeichneten im Sommer 1911 die Summe von 400 M., die in erster Linie dazu bestimmt ist, die Turnfreudigkeit unserer Schüler zu erhalten und zu erhöhen. Zu diesem Zwecke wurde ein Teil der Spende auch im abgelaufenen Schuljahre verwandt. Der Rest des Geldes liegt auf der Rödelheimer Sparkasse.- Das Andenken an den hochherzigen Stifter bleibt gesegnet.

Für alle im Lanfe des Berichtsjahres unserer Anstalt gemachten Geschenke und Zuwendungen irgendwelcher Art sei auch an dieser Stelle allen Gebern, be- sonders dem Rödelheimer Schulverein, nochmals herzlich gedankt.

Zugleich teilen wir mit, daß wir die Gründung eines Fonds zur gelegentlichen Uuterstützung minderbemittelter Schüler beabsichtigen, und bitten alle Freunde der Schule, durch größere oder kleinere Geldspenden diesen Gedanken verwirk- lichen zu helfen.

VII. Mitteilungen an die Eltern und Schüler.

I. Aufnahmebedingungen. Die Aufnahme in die 3. Vorklasse darf bestimmungsgemàäß nicht vor dem vollendeten sechsten, in die Sexta nicht vor dem vollendeten neunten und nach dem vollendeten zwölften Lebensjahre erfolgen. Nur wenn die körperliche Kräftigkeit der aufzunehmenden Kinder ausdrücklich betont wird, kann von dieser For- derung höchstens ein Vierteljahr nachgelassen werden.

Zur Aufnahme in die Sexta der Frankfurter höheren Knabenschulen sind folgende

Vorkenntnisse erforderlich: I. Deutsch. A. Lesen: Geläufiges, lautrichtiges Lesen der deutschen und lateinischen

Druckschrift bei sinngemäßer Betonung.

B. Rechtschreiben: Fähigkeit, ein dem Auffassungsvermögen der Kinder entsprechendes Lese- stück, nachdem es einmal vorgelesen ist, bei langsamem Diktat und Angabe der Lesezeichen ohne wesentliche Fehler zu schreiben. Einige Sätze sind in lateinischer Schrift zu schreiben.

C. Grammatik(Sprachlehre):

1. Deklination(Biegung) des Substantivs(Dingwort) mit bestimmtem und unbestimmtem Artikel(Geschlechtswort), des Substantivs mit einem Adjektiv(Eigenschaftswort) mit Artikel bzw. mit dem Possessivpronomen(besitzanzeigendes Fürwort). Konjugation(Biegung) des Verbums(Zeitwort) im Indikativ(Wirklichkeitsform) des Aktivs (Tätigkeitsform); auch Imperativ(Befehlsform) und Partizipium(Mittelwort'é. Komparation(Steigerung) des Adjektivs. Wortarten: Substantiv, Adjektiv, Verbum. Der einfache Satz: Subjekt(Satzgegenstand), Prädikat(Satzaussage), Akkusativ-Objekt (Ergänzung).

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