3. Der Schulrat.
Aus dem Schulrat traten mit Ablauf ihrer Wahlzeit die Herren Dr. W. Hanauer, Kommerzienrat Z. Hochschild, Sanitätsrat Dr. Jaffé und Benny Oppenheimer; die Schule bleibt den ausgeschiedenen Herren für ihre tatkräftige und treue Mitarbeit zu aufrichtigem Danke verpflichtet.
An Stelle der Ausgeschiedenen sind die Herren Prof. Dr. H. Apolant, I. Ed. Goldschmid, Emil Heidenheimer und Rechtsanwalt Dr. Richard Merzbach in den Schulrat getreten, sodass die Patronatsbehörde gegenwärtig aus folgenden Mitgliedern besteht: Stadtrat a. D. A. Horkheimer(Vorsitzender), Max Dann(stellvertretender Vorsitzender), Ludwig Schiff(Kassenführer), Prof. Dr. Apolant, S. Epstein, I. Ed. Goldschmid, Emil Heidenheimer, Dr. Richard Merzbach, Dr. Richard Stern.
Syndikus des Schulrats ist Herr Justizrat Dr. Ernst Auerbach. Herr Dr. A. Günzburg, dirigierender Arzt des Hospitals der isr. Gemeinde, hat auch im Berichts- jahr das Ehrenamt des Vertrauensarztes freundlichst versehen.
Am 1. April 1909 waren 10 Jahre verflossen, dass Herr Stadtrat Anton Horkheimer, der bereits 1894 in den Schulrat eingetreten war, den Vorsitz in dieser Körperschaft übernommen hatte. Die grossen Verdienste, die sich Herr Stadtrat Horkheimer um die Anstalt, an der er selbst seine Jugendbildung genossen, erworben, insbesondere seine unablässigen Bemühungen, der Schule eine zeitgemässe und würdige Arbeitsstätte und den an ihr wirkenden Lehrern und Lehrerinnen auch in ihren äusseren Verhältnissen die Gleichstellung mit den Lehrkräften der staatlichen Lehranstalten zu verschaffen, boten dem Lehrerkollegium die erwünschte Veran- lassung, dem verehrten Herrn Vorsitzenden Dank und Verehrung kundzutun. Eine Deputation übermittelte ihm den einmütigen Beschluss des Lehrerkollegiums, sein Bild von dem Kunstmaler Herrn Alfred Oppenheim herstellen und in dem Konferenz- zimmer der Schule anbringen zu lassen; es hat dort zwischen den von dem Gross- vater des Künstlers gemalten Bildern Josts und Johlsons einen würdigen Platz gefunden. Möge unserem allverehrten Herrn Vorsitzenden noch ein langes, gleich segensvolles Wirken zum Wohle unserer Schule beschieden sein!


