Jahrgang 
1895
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dischen Bürgern israelitischer Religion zur Begründung ihrer Petition um völlige bürgerliche Sicichstellung vom 30. Juli 1833 undEinige Worte über Lessings Denkmal, an die Israe- liten Deutschlands gerichtet von Dr. Gabriel Riesser. Von Frau Rosalie Teblée hier das Bildnis des Herrn Adolf Teblée(für das Konferenzzimmer). Desgleichen, eine Anzahl von Büchern und für die Geschichte der Schule wertvollen Schriften, die Bildnisse von Boerne, Pestalozzi, Diesterweg, Heß, Michael Creizenach, Jost und Siegm. Stern. Von Herrn Eduard Riesser hier: Deutsche constituirende Nationalversammlung, Protokolle Bd. 1. 2. 4. 6; Stenographischer Bericht der Verhandlungen Bd. 1 bis 9. 2 eingerahmte Bilder von Gabriel Riesser. Von dem Schüler der II. Klasse Karl Bauer das Nest einer Beutelmeise. Von der Schülerin der 5. Klasse Clara Simpn eine Pilzcoralle. Von Herrn Dr. Levy ein Schädel des Schafes und einer des Hausschweines. Von dem Schüler der VI. Klasse Hermann Haas das Horn der Haus- ziege mit Stirnzapfen. Von Herrn Dr. Eisenstädt in Pappenheim eine schöne Sammlung von Abdrücken aus dem Solenhofer Schiefer. Von dem Schüler der VI. Klasse Max Einzig Schädel des Kalbes. Von Herrn W. Hammel hier eine Krötenechse, eine Sandotter und ein Mantelpavian, zwei Kreuzottern und ein Chamäleon.

Allen Spendern sagen wir im Namen der Schule verbindlichsten Dank. Hier sei auch der verehrlichen Verwaltung des zoologischen Gartens für die Förderung des natur- geschichtlichen Unterrichts durch Gewährung von Freikarten an Lehrer und Lehrerinnen unserer Schule herzlich gedankt.

VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.

1) Die Creizenach-Stiftung ist eine unserer Schule angehörige, unter Aufsicht des

Schulrats stehende Stiftung. Sie ist 1) eine Wittwen- und Waisenkasse für die Hinterbliebenen ihrer Mitglieder; 2) eine Hülfskasse für die Lehrer und Lehrerinnen der Schule im Falle der Erkrankung oder bei körperlichen Leiden. 1 Die Creizenach-Stiftung besitzt in der von Herrn Leopold B. H. Goldschmidt in Paris zum Andenken an seinen Vater im Jahre 1873 gegründeten B. H. Goldschmidt- Stiftung(s. Programm vom Jahre 1874) und in der von den Kindern des am 30. März 1878 verstorbenen ehemaligen Lehrers unserer Schule Perez Sabel gegründeten Perez und Auguste Sabel-Stiftung(s. Programm des Jahres 1885) Annexe, welche ihre Wirk- samkeit in der erwünschtesten Weise unterstützen.

Die Verwaltung besteht aus den Herren: Paul Rosenthal(Vorsitzender), Georg Speyer(Kassierer), Prof. Dr. Epstein, Prof. Wertheim und Dir. Dr. Baerwald.

Wir geben weiter unten ein Verzeichnis der im Laufe des Jahres für diese Stiftung eingegangenen Geschenke, Vermächtnisse und anderen Gaben; wir sprechen für alle Zuwen- dungen im Namen der Schule unsern herzlichsten Dank aus und empfehlen die Förderung dieser wohlthätigen Stiftungen allen Freunden unserer Schule angelegentlich.

2) Die Julius May'sche Stiftung. Herr Julius May, geboren den 11. November 1826 zu Rödelheim, gestorben kurz nach seinem Wegzuge aus Frankfurt a. M. am 24. Oktober 1890