Jahrgang 
1895
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durch den Zusammenhang, in den er von Anfang an mit unserer Schule trat. Er wurde nämlich bald nach seinem Eintritt in Frankfurt Erzieher in einem von dem damaligen Lehrer unserer Schule Leopold Beer geleiteten Knabenpensionat. Dadurch kam er in Berührung mit dem Oberlehrer Dr. Heß und den Lehrern des Philanthropins und wurde hier 1847 als Hülfslehrer angestellt; 1852 wurde er außerordentlicher und erst 1866 ordentlicher Lehrer. Dieses, damals nicht ungewöhnliche, langsame Avancement beeinflußte aber seine Thätigkeit nicht, er erhielt bald die volle Stundenzahl und hat nach und nach in der Knaben- und der Mädchenschule deutschen, geschichtlichen, geographischen und Rechenunterricht erteilt; in der letzten Zeit seiner Amtsthätigkeit blieb sein Unterricht auf das Rechnen in den oberen Klassen beider Schulen beschränkt. Vierzig Jahre voll eifriger angestrengter Arbeit waren ihm so gegönnt. War die Arbeit in der Schule beendet, dann begann sie von Neuem in dem Beer'- schen, seit 1856 in dem eigenen Pensionate. Erst vom Jahre 1872 gab er das Pensionat auf, auch die Zahl seiner Unterrichtsstunden in der Schule wurde vermindert. Am 1. April 1887 trat er in den Ruhestand. Rührend war, wie er auch nach dieser Zeit den Zusammen- hang mit der Schule aufrecht erhielt und bemüht war, den geselligen Verkehr der Kollegen unter einander zu beleben. So kamen denn auch die Sympathien, die er sich erworben hatte, bei jedem Aplaß zum Ausdruck, insbesondere bei seinem Eintritt in den Ruhestand, an seinem siebzigsten Geburtstage und als man ihn zur letzten Ruhe geleitete. Die Schule blieb am Vor- mittage der Beerdigung geschlossen, Lehrer und Schüler umgaben die Bahre, an welcher der Direktor und der Vertreter des Schulrats, Dr. E. Blumenthal, dem Dank der Schule herz- lichen Ausdruck gaben.

Teblée war nicht blos ein beliebter Lehrer, sondern auch ein unermüdlich thätiger Menschenfreund. Der Abend seines Lebens war ganz erfüllt von eifriger Arbeit für zahlreiche gemeinnützige und wohlthätige Anstalten und Stiftungen, deren Vorstand er angehörte. Er wurde darin von seiner gleichgesinnten, edlen Gattin unterstützt. Unvergessen wird insbeson- dere bleiben, was er für den unter dem NamenAchawa(Bruderliebe) hier bestehenden Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Witwen und-Waisen in Deutsch- land, dessen langjähriger Vorsitzender er war, gethan hat. Hier war er unermücdlich in der Vermehrung der Mittel, um Darbenden Brod zu reichen, Sinkende aufzurichten. Er ist kinderlos dahin gegangen, aber an seinen Namen knüpft sich für die Dauer der Zeiten der Segen eines wohlangewendeten Lebens.

An dieser Stelle gedenken wir noch unseres früheren Pedellen Wilhelm Hamuth. Er wurde in den Osterferien, am 31. März 1894, von einem schweren Leiden ergriffen, dem er am 7. Mai pr. erlegen ist. An seinem Grabe hat ihm der Direktor im Namen der Schule Worte der Anerkennung und des Dankes gewidmet. Er hat unserer Schule nahezu 10 Jahre mit großer Gewissenhaftigkeit und unermüdlicher Arbeit treu gedient. Ehre seinem Andenken!

Zu seinem Nachfolger wurde der frühere Schutzmann Franz OlescDh bestellt.