Jahrgang 
1929
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e] Kurzgschrift

1. Anfängerlehrgang für Schüler aus UIIIUII, wöchentlich 2 Stunden. Lehrbuch: Deutsche Einheitskurz- schrift von Prof. Geisendörfer. Einführung in das System, Abschreibübungen, Reihenübungen, Dikktate. Lesestoff:Die Fortbildung.(Monatszeitschrift in E.⸗K.)

2. Lehrgang für Fortgeschrittene, Schüler aus Olll- UII, wöchentlich 2 Stunden. Fortbildungsbuch von Po- lotzek und Scheike. Befestigung und Vertiefung der Systemkenntnis, Erhöhung der Schreibgeschwindig- keit durch Reihenübungen, Uebertragungsaufgaben und Diktate. Einführung in die Redeschrift: Feste Kürzungen und Kürzungsregeln.(Nach Geisendörfer und Weiser). Lesestoff:Die Fortbildung.(Mo- natszeitschrift in E.⸗K.)

VII. VERTIEFUNSSUNTEFRRCHT. 3] Philosophie

Kursusl. Ola und b.

Probleme der Erkenntnistheorie im Anschluß an Plato, Hume und Kant. Der Lektüre lag das philosophische Lesebuch von Müller⸗Freienfels zugrunde.

Kursus ll. Ula und b.

Fragen aus dem Gebiete der Ethik und Lebensführung im Anschluß an Plato, Xristoteles, Stoa, Epikur, Hobbes.

b] Latein UI

Lektüre ausgewählter Satiren des Horaz. Nusgewählte Lesestücke und Gedichte der mittelalterlichen Latinität und der Humanistenzeit.

Kursus l. Ol und OI. c]) Kunstgeschichte

Die Kunst der Renaissance und des Barocks: Gegenüberstellung nach den Wöllflinschen Grundbegriffen. Die Sroßen Maler des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Gestaltung des deutschen Stadtbildes in dieser Zeit.

Kursus II. Oll. Die Kunst der Antike. Grundprobleme des künstlerischen Schaffens. Die christliche Kunst des Mittelalters

unter besonderer Berücksichtigung der deutschen. d) Englisch O und UI.

e] Phys. Praktikum Sommer: Wärmelehre: Thermoskope, Thermometer, XAusdehnung, Mariotte⸗Gay-Lussacsches Gesetz. Luft- thermometer, Wärmeäqualent, Spec. Wärme Winter: Elektrizität: Tangentenbussole, Ohmsches Gesetz, Kirchhofsches Gesetz, Widerstandsmessungen, Galvanometer, Joulsche Wärme, Elektrolyse, Polarisation, Jonenwanderung.

Botanik: f Biologisches Praktikum Mikroskopierübungen und einfache Schnitte an höheren und niederen Pflanzen. Einfache physiologische Versuche in Arbeitsteilung. Zoologie: Malkroskopisch: Präparierübungen an Wirbel⸗ und niederen Tieren. . Mikroskopisch: Untersuchungen von Einzellern und niederen Krebsen.(Planktonstudien an konserviertem Material.) . Herstellung einfacher Schnitte und Dauerpräãparate.

B) DlE LEHRER.

I. VERANDERUNSENIM LEHRKOÖORPER

Mit Beginn des Schuljahres tritt als Studienrat Herr Dr. Paul Michel, der ein alter Schüler der Anstalt ist, in das Kollegium ein. Kurz nach Ostern wird der junglehrer Herr Braun an die Linnéschule versetzt, an seine Stelle tritt der Oberschul- und Zeichenlehrer Herr Lautenschläger von der Mertonschule an die Mu⸗ sterschule über.

Ostern 1928 wurde die Musterschule als Xusbildungsanstalt für Studienreferendare bestimmt, es werden ihr daher zu Ostern die Herren Studienreferendare Brandt und Dr. Hoffrichter und etwas später Herr Dr. Kapp und zu Michaelis die Herren Dr. Houcar, Dr. Kohn, Dr. Bubner zur Ausbildung im zweiten Jahr über- wiesen. Ihr erstes Xusbildungsjahr treten Ostern Herr Dr. Sporleder, der später der Klinger-Oberrealschule überwiesen wird, und im November Herr Dr. Alberts an.

II. DER OBERSTUDIENRAT.

Die Obliegenheiten des Oberstudienrates Dr. Sander sind: 1. Stellvertretung des Direktors./ 2. Vorbereitung des Jahresberichts./ 3. Verwaltung des gesamten Inventars. 4. Aufsicht über die allgemeine Schulordnung und die Schulspeisung. 7 5. Fachaufsicht und Fachberatung

im neusprachlichen Unterricht.

III. DER LEHRERAUSSCHOSS.

1. Oberstudienrat Dr. Sander./ 2. Studienrat Dr. Did. 7/ 3. Studienrat Dr. Zickel.

Ausgewählte Dichtungen von Milton bis Wordsworth.

SÖS=NSg