Jahrgang 
1929
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b] Musikunferricht 1. VI und V Je 2 Stunden wöchentlich. Pflege des einstimmigen(VD) und zweistimmigen(V) Gesangs. Volkslieder und Lieder mit und ohne Instrumentalbegleitung. Theoretische Unterweisungen. Erziehen zum bewußten Singen nach Noten. In enger Verbindung mit dein Lied: Gehör-=, Laut-, und Stimmbildungs=Uebungen. Auffassen

und Niederschreiben gegebener und selbsterfundener rhythmischer und melodischer Motive. Gelegentliche Einführung in die einfachsten Formen der Vokal⸗ und Instrumentalmusik. 2. IV bis Ol:

Insgesamt 10 Stunden wöchentlich In der Hauptsache Pflege des älteren Volksliedes. Erweiterung der theoretischen Kenntnisse. Musikgeschichtliche Unterweisungen namentlich in der Oberstufe. Die formbildenden Elemente der Musik. Einführung in große Werke der Vokal- und Instrumentalmusik.

Z. Chor:

Wöchentlich 2 Stunden. Homophone und polyphone geistliche und weltliche Lieder mit und ohne Begleitung des Schülerorchesters.

4. Orchester:

Wöchentlich 1 Stunde.

a) Unterabteilung: Einführung in das Ensemblespiel.

b) Oberabteilung: Orchesterwerke verschiedenster Art im Originalsatz oder einwandfreier Bearbeitung. Mit dem Schülerchor Beteiligung an allen festlichen Veranstaltungen der Schule. Am 22. November 1928 Schülerkonzert(Schubertfeier). Am 26. März veranstalteten die Abiturienten Hans Gareis und Fritz Rosenau unter gütiger Mitwirkung unseres früheren Schülers Herrn Engert und von Frau Trude Salva ein Konzert in der Xula, dessen Reinertrag die Veranstalter in liebenswürdiger Weise der Schule zur Ergänzung des künstlerischen Wandschmudas zur Verfügung stellten. Allen Mitwirkenden sei auch an dieser Stelle der herzlichste Dank der Schule ausgesprochen.

c) Leibesübungen

1. Der Turnunterricht wurde in wöchentlich 2 Stunden erteilt. Jede Klasse bildete eine Turnabteilung. Im Sommer wurde das Hauptgewicht auf Leichtathletik, im Winter auf das Geräteturnen gelegt. Die frei- willige Turnriege, an der sich im Winterhalbjahr 51 Schüler der Klassen Ol UIII beteiligten, konnte nur an 6 Tagen turnen, mußte dann aber der Kälte wegen ausfallen. Am 4. September hielt die Schule auf dem Feldberg fũr die oberen Klassen ein Wetturnen in3 Aſtersstufen ab in Laufen, Springen, Kugelstoßen und Ballweitwurf. Die unteren Klassen veranstalteten Klassenwettkämpfe. Die vier ersten Preise erhielten in der Oberstufe: 1. Leuchs Ola, 2. Brüll Olb, 3. Malata UIIb, 4. Rößler Ola. Mittelstufe: 1. Lude- wig UlIla, 2. Biewener Olla, 3. jacobsen UIIb, 4. Krug von Nidda UIb. Unterstufe: 1. Gloge Ulllb, 2. Rompel Ollla, 3. Buchdahl Olllb, 4. Graumann Ullla.

2. Im Winterhalbjahr hatte die Quarta an 9 Tagen statt des Turnens Schwimmunterricht im städtischen Schwimmbad. Vom 11. Februar ab mußte das Schwimmen der Kälte wegen ausfallen. An den von den Schulbehörden veranstalteten Schwimmwettkämpfen, die in diesem Jahre als Reichsjugendwettkämpfe galten, nahmen 36 Schüler teil, von denen eine Anzahl Preise erhielten, darunter Heberer IV den ersten Preis in der Unterstufe.

3. Die Spielstunden wurden in 15 Spielabteilungen Dienstags von 47 auf der Bertramswiese abgehalten. Im Winterhalbjahr spielten die Klassen entweder auf dem Schulhofe oder auf der Wiese. Der gesamte Spielbetrieb wurde durch die Witterung stark beeinträchtigt. Ruch die Hockeyspiele und die Handball- wettkämpfe, bei denen unsere Mannschaften die ersten Spiele gewonnen hatten, mußten abgebrochen werden, da die Plätze nicht mehr spielfähig waren.

4. Am Rudern nahmen 37 Schüler von UII- l teil, sie wurden bei dem Frankfurter Ruderverein ausgebildet. Unsere Mannschaften ruderten, z. T. mit anderen Mannschaften kombiniert, auf der Heidelberger Schüler- und jugendregatta, auf der Mainzer Schülerregatta, auf der großen Offenbacher Schülerregatta, auf der Germania Schülerregatta und auf der internen Regatta des Frankfurter Rudervereins. In Offenbach waren wir Sieger im 1. Schülervierer. In Frankfurt gewannen wir auch diesmal wieder den Germania Silber- schild gegen drei Schulen. Besetzung: Bloch, Vogel, Elsner, Rohr, St. Pape. Im Schülerachter unterlagen wir gegen die Mainzer. Auf der internen Vereinsregatta siegten wir im 1. Schülervierer, im Leicht- gewichtsvierer und im Schulachter um den Wanderpreis der Musterschule. Besetzung: Kleine, Flinsch, Schmidt, Arnold, Weitzel, Vogel, Elsner, Rohr, St. Pape. In drei anderen Rennen wurden wir zweites Boot, Obmänner: Vogel und Weitzel.

. d) Handfertigkeit 1. Pappen: Einfache Papparbeiten, Mappen, Kästchen u. dergl. in 2 Kursen.

2. Buchbinden: In 1 Kurs lernten die Schüler Kartonieren und Buchbinden von Büchern.