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IX. Schulgeld, Freistellen u. s. w.
a. Schulgeld
Das Schulgeld betrug im Schuljahr 1925 26 monatlich für Einheimische M. 10.—, für Ausländer M. 20.—, für Auswärtige. M. 12.50; Ermäßigung für 2. Kind M. 8.—; für 5. Kind Schulgelderlaß.
b. Tahl der Freistellen.
Im Schuljahr 1025/26 wurde 28 Schülern eine ganze Freistelle verliehen.
c. Lehrmittelfreiheit.
Denjenigen Schiülern, die vom Schulgeld befreit waren. wurde auch Lehrmittel-
freiheit gewährt. d. Hilfsbücherei.
Aus der umfangreichen Hilfsbücherei konnten alle Ansprüche der sich melden- den Schüler befriedigt werden. Im ganzen wurden rund 800 Bücher ausgeliehen.
X. Berufsberatung.
Die Berufsberatung der abgehenden Schüler hat auch in diesem Jahre keine allzu umfangreiche Tätigkeit entfalten können, da bei den meisten ein Zweifel hin- sichtlich ihrer Berufswahl nicht bestand, sondern Elternhaus und eigene Neigung diese wichtige Frage schon frühzeitig entschieden hatten. Nur in einigen besonders schwierigen Fällen konnte das städtische Berufsamt, an welches die Schule die Eltern verwies, durch Berufseignungsprüfung und fachkundige Beratung Klarheit bringen. Ausführliche Gutachten über die Berufsaussichten ihres Zweiges sandten die Fachver- bände der Kaufleute, der Zahnärzte und der Apotheker ein. Diese wurden den Schülern zugänglich gemacht. Ein auffälliges Mißverhältnis war in der zweiten Hälfte des Schuljahres festzustellen dinehen dem überreichen Angebot an Lehr- stellen der verschiedensten Firmen und der überaus spärlichen Nachfrage nach sol- chen von seiten der Schüler.
D) Die Elternschaft.
I. Elternbeirat und Elternversammlung.
Die Zusammensetzung des Elternbeirats(P. B.) der Musterschule, gewählt im Juni 1924, war im Jahre 1925,26 die gleiche wie im Jahre 1924/25, nur daß an Stelle des Ausscheidenden Oberstudiendirektor Dr. Bojunga Studienrat Dr. Weiß in den E. B. eintrat.
Die Verteilung der einzelnen Aemter im E. B., die Vertretung des Lehrer- kollegiums im E. B., die Vertretung des E. B. im vereinigten Elternbeirat der höhe- ren Schulen war dieselbe wie im verflossenen Jahr.
In den vier Sitzungen des E. B. wurde die Frage des Verkaufs des Landheims Soden-Salmünster und die mögliche Verwendung des Verkaufserlöses eingehend be- sprochen und beschlossen, dafür einzutreten, daß die Zinsen des Erlöses bis auf weite- res zur Unterstützung von Wanderfahrten verwandt und vorläufig von der Errich-


