Jahrgang 
1915
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IV. Englisch. ) Lesestoff.

Ii. Thackeray, Vanity Fair; Teiſe aus Great Britain of To-Day; Auswahl von Gedichten aus Herrig-Förster, English Authors; Shakespeare, Macbeth.

12. Tennyson, Enoch Arden: Shakespeare, Sander-Cliſſe, Great-Britain ol To-Day; the Franco-German War; Herrig- Förster, Authors, ausgewählte Gedichte.

IIi. English Scholar(Abschluß); Chambers,

Richard II; Carlyle, On English

History 0l

ihe Victorian Era(Auswahl); Herrig-Förster, English Authors(Carlyle, Labour). II2. English Scholar. b) Themata der Aufsätse.

I2. 1. The Exposition of Enoch Arden(Hausarbeit); 2. The Riddle of the Sphinx; 3. Thoughts on Enoch Arden; 4. Bolingbrokes Appeal against the Duke 0l Norfolk; 5. A Theatre at the time of Shakespeare; 6. Imperialism; 7. Why is compulsory service good ſor QGermany?

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b) Aufgaben für die Reifeprüfung Ostern 1915.

1. Deutscher KAufsatz: England will angeblich die Welt vom deutschenMilitarismus befreien: was sehen wir in diesem Militarismus, was ist er uns ge- wesen, und was ist er uns heute?

2. Uebersetzung aus dem Lateinischen: Cicero, De officiis I, 34 37 cum hoste pugnare.

3. Französischer Aulsatz: 1814 et cent ans apréès.

4. Mathematik: 1. Welchen Flächenraum begrenzt die Parabel= 4 x mit der Sehne, die sie mit der Ellipse 1 y 9 8 Radien ri= 7 cm und r.= 5 cm sind gerade Kegel von derselben Höhe einbeschrieben. Wie groß muß h ge- nommen werden, damit die Summe der Inhalte beider Kegel ein Maximum wird? 3. Zur Bestimmung einer geographischen Länge zur See wurde die Sonnenhöhe vormitiags zu h= 180 24 ermittelt, während die Sonnen- deklination S= 210 30 und, nach anderweitiger Fest-

= 1 gemeinsam hat? 2. Zwei Kugeln mit den

stellung, die geographische Breite= 120 16 betrug Wieviel Uhr wahrer Ortszeit war es? 4. Der Ausdruck

Cos X ist in eine Potenzreihe zu entwickeln, das 1 2xX* 3Xx 2 Glied mit x¹l ist noch anzugeben.

5. Physik: Das Gesetz für die Empfindlichkeit einer beiderseits symmetrisch gebauten Wage ist abzu- leiten. Die Balkenlänge sei 2a, die Schneiden ſür die Wagschalen mögen um b tiefer liegen als die Drehachse; das Gewicht der Wage einschließlich der Wagschalen sei K. Der Schwerpunkt des Ganzen liege um e unterhalb der Drehachse. Beide Schalen haben die gleiche Belastung P, die eine trage noch das Uebergewicht p. Wie berechnet man dann den Ausschlagswinkel% Unter welcher Be- dingung ist die Empfindlichkeit von der beiderseitigen Belastung P unabhängig? Beispiel für letzteren Fall: a= 15 cm, K= 300 g, p= 0,01 g. Wie groß muß e ge- wählt werden, damit der Ausschlag= 10 beträgt?

3. Besondere Unterrichtsfächer.

a) Technische Unterrichtsfächer und körperliche Ausbildung.

Linearzeichnen(nur im S. H.): Es beteiligten sich in 4 Abteilungen 31 Schüler aus Obertertia, 27 aus Unier- sekunda, 15 aus Obersekunda und 20 aus Unter- und Oberprima.

Schreiben: Die Schüler mit mangelhafter Schrift von den Klassen Quarta bis Obertertia(S. H. 16, W. H. 14 Schüler) erhielten wöchentlich 1 Stunde Schreibunterricht; an dem Lehrgang für Rund- und Zierschrift beteiligten sich 32 Schüler der Quarta. Mit den Schülern der Klassen VI und IV wurden UÜbungen im Schnellschreiben nach ameri- kanischen Vorlagen gemacht.

Turnen: Die Anstalt besuchten(mit Kusschluß der Vorklassen) im Sommerhalbjahr 304, im Winterhalbjahr 299 Schüler. Von diesen waren befreit:

Vom Turnunter- Von einzelnen richt überhaupt: Übungsarten i. Som. i. Wint. i. Som. 2 i. Wint. Aul Grund ärztl. Zeugnisses 17 12 6 5 Aus anderen Gründen.. 0 0 0 0 zusammen 17 12 6 5 Also von der Gesamtzahl der Schüler.. 6% 4% 2% 1,7%

Für den Turnunterricht waren für jede Abteilung 3, nach den Sommerſerien 2 Stunden angesetzt, wobei der für die Schule ſestgesetzte Lehrplan zu Grunde gelegt wurde.

Freiwilliges Turnen: Im Winterhalbjahr turnte an den Samstag Nachmittagen eine freiwillige Turnriege von 52 Schülern mit Vorturnern unter der selbständigen Leitung des Unterprimaners Becker. Die Aufsicht führte Herr Beul.

Turnspiele: An den Mittwochs Nachmittagen ſanden während des Sommers bis zum Kriegsausbruch Turnspiele auf dem ltaracker statt, deren Oberleitung in den Händen des städtischen Turninspektors Herrn Weidenbusch lag. Von den 304 Schülern der Klassen VI=II beteiligten sich 274 Schüler= 00 00. Die Leitung der Spiele hatten die Herren Oberlehrer Dr. H. Hofmann, Dr. Zickel, Beul, und Oppermann übernommen.

Hockey: Sommer und Winter spielte eine ungefähr 30 Mann starke Hockeyabteilung(IV l) unter der Leitung des Obersekundaners F. Kindling. Es wurden Wett- spiele gegen das Goethegymnasium, die Wöhlerschule, Lessinggymnasium, den hiesigen Turnverein gewonnen. Die Mannschaft gewann für das kommende jahr den silbernen Schild, den von der Wöhlerschule gestiſteten Wanderpreis.