Jahrgang 
1914
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Kaisers usw. UÜbungen im klaren Erfassen und Wiedergeben des gesprochenen Wortes. Phonetische UÜbungen im Anschluß an Viétors Lauttafel. Kuswendiglernen von Gedichten. Orthographische Ubungen im Anschluß an die Tafel deutscher Lautzeichen von Schnell. Recht- schreiben, zahlreiche Diktate. Deklination des Substantivs mit dem bestimmten und unbestimmten Artikel, mit einem Adjektiv und dem Artikel, mit einem adjektivischen Pro- nomen. Konjugation des YVerbs im Indikativ, Aktiv und Passiv. Der Imperativ, das Partizip Präsens. Steigerung des Adjektivs. Der einfache Satz. Leichte Satzbilder. Weigand.

3. Rechnen: 5 St. Die vier Grundrechnungsarten einzeln und in Verbindung untereinander, mündlich inner-

Gerãätübungen; Spiele.

halb des Zahlenkreises von 1 1000, schriftlich im un- begrenzten Zahlenraum. Angewandte Aufgaben. WMeigand. 4. Schreiben: 3 St. Das deutsche und das latei- nische Alphabet in genetischer Reihenfolge der Formen; UÜbung im geläufigeren regelrechten Schreiben. Weigand.

5. Singen: 1 St. Volkstümliche Liedchen aus dem Anschauungskreise des Kindes., Bekannte und leichte Volkslieder und Choräle. Stimmbildung. Einführung in die elementare musikalische Theorie. Weigand.

6. Turnen: 2 St. Einſache Frei-, Ordnungs- und S.: Weber; W.: Weidemann.

Realgymnasium.

Sexta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Zickel.

la. Evangelische Religionslehre: 3 St. Bib- lische Geschichten des A. T. und des N. T. nach Marx- Tenter No. 1 80. Aus dem Katechismus: Durchnahme und Erlernung des 1. Hauptstückes mit Luthers Aus- legung. Erlernung des 3. Hauptstückes ohne Luthers Auslegung nach einfacher Worterklärung. Einprägung einer Anzahl von Katechismussprüchen. Kirchenlieder No. 41, 63, 312, 425 nach dem Frankfurter Gesangbuch. Bilger. 1b. Katholische Religionslehre: 3 St.(2 St. vereinigt mit V). Die biblischen Geschichten des neuen Testamentes. RKatechismus: Die Lehre von den Geboten und den Gnadenmitteln. Kirchenlieder im Anschluß an die Hauptzeiten des Kirchenjahres. Gebete. VI. 1 St. Beichtunterricht. Die Lehre vom Gebete, Beul.

2 a. Deutsch: 4 St. Grammatik: Wortarten, De- klination und Konjugation; Unterscheidung der starken und schwachen Formen. Lehre vom einfachen Satze und von der jfür ihn erforderlichen Zeichensetzung. Kecht- Schreibung und grammatische Ubungen in 14 tägigen Arbeiten und kleinen schriftlichen Obungen. Lesen von Gedichten und Prosastücken aus dem Lesebuch von Lier- mann-Prigge. Mändliches Nachersählen von Vorer- zähltem und Gelesenem unter Berücksichtigung der häus- lichen Lektüre. Auswendiglernen und Vortragen von Ge- dichten viellach mit verteilten Rollen. Zickel.

2 b. Geschichte: 1 St. Erzählungen aus der Frank- ſurter und vaterländischen Geschichte. Zickel.

3. Französisch: 6 St. a) Mündliche Ubungen. Lautliche Schulung unter Benutzung der Viétorschen Laut- tafel und der im Kühnschen Lehrbuch enthaltenen Texte in Lautschrift. Verarbeitung einer Auswahl von Ge- dichten, die z. T. auch gesungen wurden, und Lesestücken; im Anschluß hieran sowie an die Erlebnisse in der Schule Sprechübungen unter besonderer Verwertung der An- schauung und Handlung. Die Elemente der Formenlehre wurden auf induktivem Wege aus dem durchgearbeiteten Sprachstofſe gewonnen und, durch vielfache Ubungen be- festigt. b) Schriftliche Dbungen. Von AKugust ab alle 14 Tage eine Arbeit, Vergleiche zwischen Laut und Schritt, Niederschrift aus dem Gedächtnis, Diktate, Beantwortung von Fragen, Rechenaulgaben, grammatische Ubungen. Wöchentlich einige kleinere Übungsarbeiten. Zickel.

4. Erdkunde: 2 St. Entwickelung der erdkund- lichen Grundbegrifſe an der Hand der Orts- und Heimat- kunde. Entstehung des Kartenbildes vom Schulzimmer, vom Schulgebäude, Schulhof, von der näheren Umgebung des Schulgebäudes in verkleinertem Maßstab. Spazier- gänge und Orientierung in der Stadt, dann auf dem Plan von Frankfurt. Die Himmelsgegenden, der Lauf der Sonne, die Tages- und die Jahreszeiten. Die Umgebung der Stadt; der Main. Der Taunus; Modellieren des Hauptkammes, der Ausläufer sowie der Flußtäler. Das Lahngebiet. Der Regierungsbezirk Wiesbaden. Die Provinz Hessen-Nassau. Die weiteren angrenzenden Gebiete von Preußen. Deutschland. UÜbungen im Rartenlesen und Kartenzeichnen. Neumann.

5. Rechnen: 5 St. Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten und benannten Zahlen im unbeschränkten Zahlenkreis. Resolution und Reduktion mehrfach be- nannter Zahlen. Berechnung des Lebensalters. Maße, Münzen und Gewichte. Ubungen in der dezimalen Schreib- weise und den einfachsten dezimalen Rechnungen. Teil- barkeit der Zahlen und Faktorenzerlegung. UÜbungen im Messen und Schätzen. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, UÜbungsarbeiten. Beul.

6. Naturkunde: 2 St. S. Pflansenkunde: Be- sprechung leicht verständlicher Blütenpflanzen. Formen und Teile der Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten und Früchte. W. Tierkunde: Säugetiere und Vögel. Das Wichtigste vom Bau des menschlichen Körpers. Neumann.

7. Schreiben: 2 St. Deutsche und lateinische Schrift in stufenweisem Kuſbau nach VYorschrift an der Tafel mit Verwertung der Müllerschen Schriftproben.

Müller. Quinta. Klassenlehrer: Professor Dr. Pitschel.

la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Biblische Geschichten des N. T. nach Marx-Tenter. Katechismus. Wiederholung des 1. Hauptstückes. Erklärung und Ein- prägung des 2. Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Sprüche. Lieder Nr. 28, 70, 159, 315 nach dem Frank- furter Gesangbuch. Wiederholung der Lieder von Sexta.

Pitschel. 1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Ver- einigt mit VI). Beul. 2 a. Deutsch: 3 St. Lesen von poetischen und pro- saischen Stofſen aus dem Lesebuch von Liermann-Schmidt.