Jahrgang 
1912
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30 befindlichen elektrischen Straßenbahnen zu warnen und sie zu veranlassen, an den der Schule nächstgelegenen Haltestellen die Ankunft der Bahn abzuwarten und sich in den Wagen ruhig und gesittet zu benehmen. Ebenso ist den Schülern auf dem Wege von und zur Schule und beim Zusammengehen mit Mitschülern Anstand und Ruhe zur Pflicht zu machen.

Die Eltern wollen dafůr sorgen, daß die Schüler ihre Aufgaben gewissenhaft aus- führen und alle haäuslichen schriftlichen Arbeiten schön und sauber schreiben. Bei Ver- nachlässigungen bitten wir die Arbeiten durchzustreichen und sofort nochmals anfertigen zu lassen. Falls einmal zu viele Aufgaben gestellt sind, sollen die Schüler lieber weniger, aber gute Arbeit liefern und dies zu Beginn der Stunde dem Lehrer melden.

Versäumnisse von schriftlichen Arbeiten werden durch nachträglich stattfindende neue Arbeiten ergänzt.

Die Hefte werden den Eltern in der ersten Woche des Monats zur Unterschrift vor- gelegt(bis einschließlich Obersekunda).

Die Eltern wollen das Ranzengewicht öfters feststellen und im Falle zu großer Be- lastung dem Klassenlehrer alsbald Mitteilung zugehen lassen.

Die Arbeit des Lehrers wird durch die Vergeßlichkeit und Unordnung einzelner Schüler sehr erschwert. Gerade hierin können die Eltern unsere Bestrebungen besonders wirksam unterstützen, wenn sie namentlich in den Unterklassen streng darauf halten, daß die Schüler bereits am Abend alles, was sie für den Unterricht am nachsten Tage brauchen, geordnet zurechtlegen.(Sorgfältige Führung der Aufgabenhefte!) Ebenso erfordert es die Ordnung in der Schule, daß alle Sachen, die der Schüler mit in die Schule bringt(Bücher, Hefte, Mütze, Hut, Mantel, Uberschuhe, Turnschuhe, Schirm), deutlich mit seinem Namen gezeichnet sind, so daß jegliche so unangenehme Verwechslung ausgeschlossen ist.

Die Sprechstunden der Lehrer werden am Beginn jedes Halbjahrs den Schülern mitgeteilt. Wir bitten die Eltern darum, ihren Besuch mindestens zwei Tage vorher anmelden zu lassen, damit der Klassenlehrer bei den anderen in derselben Klasse unterrichtenden Herren die erforderlichen Erkundigungen einziehen und so den Eltern eingehende Mitteilungen machen kann.

Alle schriftlichen Nachrichten sind an die Adresse des Klassenlehrers zu richten.

In der großen Pause können die Schüler durch den Schuldiener gute warme Milch oder Kakao beziehen, eine Einrichtung, die sich durchaus bewährt hat.

Etwaigen Wohnungswechsel wollen uns die Eltern gefälligst umgehend anzeigen.

Gesuche um Gewährung von Freistellen sind an das Kuratorium der höheren Schulen zu richten.

Die Eltern, die nähere Auskunft über das Frankfurter Schulwesen zu haben wünschen, werden auf den im Buchhandel erschienenenFührer durch das städtische Schulwesen aufmerksam gemacht.

Montag, den 15. April:

4 Uhr nachmittags: Aufnahme der in die 3. Vorklasse eintretenden Knaben.

In den Realgymnasialklassen und Vorklassen können wegen der großen Schülerzahlen keine Neuaufnahmen stattfinden; die Aufnahmeprüfung fällt daher fort.

Nur in der überzähligen Vorklasse(1b) 3. Jahrgang sind noch einige Platze frei; doch ist darauf hinzuweisen, daß diese Schüler wegen UÜberweisung der überzähligen Vor- schulklassen an die Helmholtzrealschule nur ein Jahr in der Schule bleiben können und von da in andere hiesige Schulen übergehen müssen.