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7. Mathematik: 5 St. Geometrie. Sphärische Trigonometrie mit Anwendungen auf mathematische Geographie und sphärische Astronomie sowie auf Polyeder. Körper- berechnungen. Analytische Geometrie der Ebene: Punkt, Gerade, Kreis, Kegelschinitte.— Arithmetik. Einleitung in die Lehre von den algebraischen Gleichungen; Gleichungen dritten und vierten Grades. Wiederholung der Zinseszins- und Rentenrechnung; Leibrenten und Lebensversicherung. Algebraische Analysis. Alle 4 Wochen häusliche oder Klassenarbeiten.
Rausenberger.
8. Physik: 3 St. Lehre vom Magnetismus und von der Elektrizität. Mechanik. Aufgaben.— Laboratorium in zwei Abteilungen, 1 St. je ein halbes Jahr: Ubungen aus den Gebieten der Mechanik und der Wärmelehre. Reinhardt.
9. Chemie: 2 St. Wiederholungen aus der Lehre von den Metalloiden. Die leichten Metalle. Stöchiometrische Aufgaben. Das Wichtigste aus der Kristallographie und Mineralogie. Chemisches Laboratorium in zwei Abteilungen, 1 St. je ein halbes Jahr: Versuche so viel als möglich im Anschluß an den Unterricht.
Besichtigungen und wissenschaftliche Ausflüge s. III. Chronik.
Im April Rosenstock, im Mai und Juni Heinzerling, dann Neumann.
10. Zeichnen: 2 St. Fortsetzung und Erweiterung des Lehrstoffes der Obersekunda. Skizzierübungen nach der Natur, am Main und in der Altstadt. Zeichnen und Malen nach kunstgewerblichen Gegenständen, nach lebenden Pflanzen, ausgestopften Vögeln, Schmetter- lingen u. a. m. mit Aquarell- und Pastellfarben sowie in Federtechnik. Skizzierübungen nach physikalischen Apparaten, Zeichnen aus dem Gedächtnis. Von Zeit zu Zeit Vortrag über ein kunstwissenschaftliches Thema. Beschauen und Besprechen von Gemälden, Radierungen, Künstlerlithographien u. a. wie in Ii.
Linearzeichnen(wahlfrei): 2 St.(5 Schüler, vereinigt mit Ii). Elemente der darstellenden Geometrie. Projektionen von Drehkörpern, Schnitte, Abwickelungen, Durch- dringungen. Schattenkonstruktion und Perspektive. Freund.
Oberprima.
Klassenlehrer: Professor Bernhard.
la. Evangelische Religionslehre: 28t. Kirchengeschichte von der Reformation an. Wiederholungen aus dem ganzen kirchengeschichtlichen Gebiet. Behandlung ausgewählter Abschnitte aus dem Johannesevangelium und dem Römerbrief; im Anschluß daran Besprechung wichtiger Probleme des religiösen und ethischen Gebietes. Bernhard.
1 b. Katholische Religionslehre: 2 St. Siehe Obersekunda. Rath.
2. Deutsch: 3 St. Literaturgeschichte: Die deutsche Literatur im Zeitalter Goethes und Schillers mit einem Ausblick auf ihre Entwickelung im 19. Jahrhundert.— Lesestoff: Braut von Messina, Iphigenie, Tasso, Goethes Gedankenlyrik, Faust, 1. Teil.— Privatlektüre. Das goldene Vließ, Dichtung und Wahrheit I—III und IX— XII.— Dispositionsübungen, freie Vorträge mit Diskussionen.
Themata der Aufsatze: 1. Orestes und Pylades(Klassenaufsatz). 2. Thoas und Aietes. 3. Welches sind die Hauptgründe der in der Geschichte fast typisch gewordenen Zersplitterung der deutschen Nation?(Probeaufsatz). 4. Die verschiedenen Arten der Naturbetrachtung. 5. Wie begründen wir unsere Ostmarkenpolitik? 6. Was erfahren wir über
Goethes religiöse Anschauungen aus seinen Gedichten: Prometheus, Ganymed, Grenzen der Menschheit und das Göttliche? 7. Die Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht. 8.„Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein,“ sagt Goethe(Tasso),
und Schiller nennen wir den Dichter der Freiheit(Prüfungsaufsatz). 1. Quartal Fahz, dann Weidemann. 3. Latein: 5 St. Lesestoff. Horaz, Carmina I, 1, 2, 7, 9, 16, 22, 31, 35, 37. II, 3, 13, 18. III, 1, 2, 3, 5, 6, 9, 30. IV, 2, 3, 7. Epoden 7 und 16.— Tacitus, Germania.— Livius XXII z. T.— Klassenarbeit und Hausarbeiten alle 14 Tage.(Verhältnis 2:1). Wiederholung der gesamten Formenlehre und Syntax. Bernhard.


