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schriftlicher Untersuchungen am verarbeiteten Sprachstoffe gemacht, sowie an freien Satz- bildungen geübt wurde. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit: Diktate(unbekannter Stoff), Inhaltsangaben, freie Niederschrift von soeben vorgetragenem Sprachstoff, Briefe, Textinter- pretationen, Wortschatzübungen, grammatische Ubungen.
Bis Sommerferien Pitschel u. Michels, dann Sander.
5. Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte von der Reformationszeit bis zum Jahre 1740, insbesondere brandenburgisch-preußische Geschichte. Regelmäßige Wiederholungen.
Sander, Fahz.
6. Erdkunde: 2 St. Die physische und politische Erdkunde Deutschlands.
Gündel. 7. Mathematik: 4 St. Geometrie: Flächeninhalt; Lehre von der Proportionalität und Khnlichkeit; Proportionen am Kreis, Kreisteilung, Berechnung ein- und umbeschriebener Polygone, Zahl x, Umfang und Inhalt des Kreises. Konstruktionsaufgaben.— Arithmetik. Vervollständigung der Buchstabenrechnung. Lehre von den Proportionen. Gleichungen vom ersten Grade mit einer und mit mehreren Unbekannten; Textgleichungen; Potenz- und Wurzel- rechnung. Heddaeus(Brasching, Westphal).
8. Naturkunde: 3. St. S. Pflanzenkunde: Niedere Kryptogamen. Anatomie und Physiologie der Pflanzen mit Übungen im Beobachten der Lebensvorgänge in der Pflanze und mit Versuchen. W. Der Bau des menschlichen Körpers. Das ganze Jahr hindurch einige leicht verständliche Kapitel aus der Physik(Mechanik, Wärmelehre) und Chemie.
Im April Brasching, bis Ende Juni Heinzerling, dann Neumann(Dickhaut).
9. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen von Gebrauchs- und kunstgewerblichen Gegenständen, Teile von Vögeln mit Blei, Feder, Aquarell- und Pastellfarben. Skizzierübungen in der Umgebung des Schulgebäudes, Zeichnen aus dem Gedächtnis.
Linearzeichnen(wahlfrei): 2 St. 33 Schüler. Geometrische Konstruktionen. Gegenstände aus der Umgebung des Schülers im Grundriß, Grund- und Aufriß, Seitenriß, Tafel, Türe, Tisch, Schrank u. s. w. Freund.
10. Schreiben: 1 St.(S. III2). Müller II.
Untersekunda.
Klassenlehrer Prof. Dr. Reinhardt.
la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Die Religion der Propheten. Der Psalter und die Spruchweisheit. Abriß der israelitischen Geschichte. Die Lehre Jesu nach Matthäus. Kirchengeschichtliche Bilder aus der neuesten Zeit. Wiederholung der früher gelernten Kirchenlieder. Bernhard(Zurhellen.)
1b. Katholische Religionslehre: 2 St. Siehe Obertertia. Rath.
2. Deutsch: 3 St. Lesestoff: Das Lied von der Glocke, Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans. Lesestücke und Gedichte aus dem Lesebuch. Einiges wurde auswendig gelernt. — privatlektüre: Michael Kohlhaas, Lichtenstein, Hermannsschlacht. UÜbungen im freien Vortrag. Dispositionsübungen.
Themata der Aufsätze: 1. Rom ist nicht in einem Tag erbaut worden(Klassenaufsatz). 2. Lebenslauf(Haus- aufsatz). 3. Die Ursachen der amerikanischen Revolution(Klassenaufsatz). 4. Das Königreich Preufßen(Klassenaufsatz). 5. Welche Steuern kommen bei den Einkünften eines Staates in Betracht?(Klassenaufsatz). 6. Wie gestaltet sich nach Schillers„Wilhelm Tell“ der Lebensabend des Freiherrn von Attinghausen?(Hausaufsatz). 7. Die Versöhnung des Herzogs von Burgund mit König Karl VII(Klassenaufsatz). 8. Die Schuld Johannas(Klassenaufsatz). Lorey.
3. Latein: 6 St. Lesestoff. Ovid: Ausgewählte Stücke. Caesar. 4, 1— 15; 6, 11— 28; 1,5 bis Schluß.— Grammatik: Wiederholung der Formenlehre und des grammatischen Lehrstoffs von IIIr. Neu durchgenommen: Reinhardt, Lat. Satzlehre§ 63— 145 im Anschluß an das Ubungsbuch von Wulff-Bruhn-Preiser II. Wulff-Bruhn-Preiser III mit den entsprechenden §§ in Reinhardts Satzlehre begonnen. Bernhard.


