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7. Mathematik: 4 St. Arithmetike. Die Grundrechnungsarten mit absoluten Zahlen zu Ende geführt: Faktorenzerlegung, Operationen mit Brüchen, Partialdivision, Aufsuchen des größten gemeinsamen Teilers zweier Zahlen; Ausziehen von Quadratwurzeln. Gleichungen ersten Grades.— Panimetrie Lehre vom Kreise und der Gleichheit der Figuren. Geometrische Orter; Konstruktionsaufgaben. Einfache Berechnungen mit Hülfe des Pythagoreischen Lehrsatzes.
Reinhardt(Dickhaut).
8. Naturkunde: 3 St. S. Pflanzenkunde: Gräser, insbesondere die einheimischen Getreidegräser; die einheimischen Nadelhölzer. Sporenpflanzen, besonders Farne, Schachtel- halme, Bärlappgewächse und Pilze. Beobachtungen und Versuche zum Verständnis der Lebens- erscheinungen der Pflanzen.— W. Tierkunde: Weichtiere und niedere Tiere. UÜberblick über das Tierreich und Wiederholungen aus dem Gesamtgebiete der Tierkunde mit UÜbungen im Beobachten lebender Tiere und im Zergliedern. Grundbegriffe der Tiergeographie.
Im April Brasching, bis Ende Juni Heinzerling, dann Neumann.
9. Zeichnen: 2 St. Entwickelung der Grundgesetze der Perspektive und Schatten- lehre, verbunden mit Skizzierübungen im Schulhofe und in der Umgebung des Gebäudes. Zeichnen nach gradflächig begrenzten Körpern und Gegenständen. Zeichnen nach Drehkörpern und entsprechenden Gegenständen mit Licht und Schattenangabe, Schmetterlinge, Vogelfedern, Vogelköpfe und Vogelfüße in Blei-, Feder-, Pastell- und Aquarelltechnik. Zeichnen aus dem
Gedächtnis. Freund. 10. Schreiben: 1 St.(Gemeinschaftlich mit Schülern der Kl. IIII). Deutsche und lateinische Schrift. Müller II. Obertertia.
Klassenlehrer: Professor Dr. Bilger.
la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Das Reich Gottes im A. T. auf Grund entsprechender biblischer Abschnitte. Luthers Leben, Reformationsschriften und ein kurzer Abriß der Reformationsgeschichte. Wiederholung von Kirchenliedern. Herchenröder.
1b. Katholische Religionslehre: 2 St.(Vereinigt mit IIz). Die katholische Glaubens- und Sittenlehre nach König, Handbuch für den katholischen Religionsunterricht in den mittleren Klassen. Hymnus„Pange lingua“. Rath.
2. Deutsch: 3 St. Lektüre aus dem Lesebuch von Liermann-Pappritz, Balladen von Schiller und Uhland; Homers Ilias und Odyssee; Heyse, Colberg. Erlernen und Wieder- holen von Gedichten. Grammatische Wiederholungen im Anschluß an die Lektüre und die Aufsätze. UÜbungen im freien Wiedererzählen. Einiges aus der Poetik und Metrik. Monat- lich ein Aufsatz. Bis August Sander, dann Fahz.
3. Latein: 8 St. Wulffs Lese- und UÜbungsbuch, Stück 70 bis Schluß. Caesar de bello Gallico 1, 1—4; 2, 15— 33; 3, 1— 16. Kriegswesen zu Caesars Zeit. Kasuslehre nach der Satzlehre von Reinhardt-Wulff-Bruhn. Beendigung und fortwährende Wiederholung der Formenlehre. Übersetzungsübungen nach den Aufgaben zum UÜbersetzen ins Lateinische von Wulff-Bruhn-Preiser, I. und II. Teil. Wöchentlich eine Ubersetzung, meist Klassenarbeiten.
Bilger.
4. Französisch: 4 St. Lesestoff: Kühn, La France et les Français(Velh.& Klas.); Molière, le Bourgeois Gentilhomme(als Vorbereitung für die Theateraufführung der Truppe des Herrn Roubaud aus Paris), Nerval, Emilie, Mérimée, L'Enlèvement de la Redoute. Aus- gewählte Gedichte. Die Sprachstoffe wurden in französischer Sprache durchgearbeitet; UÜbung der Schüler im freien Vortrag des Inhalts vor der Klasse, im Lesen mit verteilten Rollen und im Extemporieren. Wiederholung und Erweiterung des grammatischen Lehrstoffs, ins- besondere Durchnahme des Konjunktivs, der zum Gegenstand eingehender mündlicher und


