Jahrgang 
1908
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traktion von Buchstabenausdrücken, Auflösen von Klammern. Positive und negative Größen. Die einfachsten Fälle der Multiplikation und Divison mit Ausschluß der Partialdivision. Geometrie: Sätze vom Dreieck, insbesondere Kongruenzsätze, Fundamentalkonstruktionen, Parallelogramme. Trapez. Die Sätze aus der Kreislehre, die mit Hilfe der Sätze vom gleichschenkligen Dreieck zu beweisen sind, mit Ausnahme der Tangentialsätze. Reinhardt.

7. Naturkunde: 3 St. S. Pflanzenkunde: Vergleichende Besprechung ver- wandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen. UÜbersicht über das natürliche Pflanzen- system; Merkmale wichtiger Familien. Das Linnésche System. Wichtige ausländische Nutz- pflanzen. Leicht verständliche Lebenserscheinungen der Pflanzen. W. Tierkunde: Wieder- holungen aus dem Gebiete der Wirbeltiere. Gliederfüßer, besonders Insekten. UÜbungen im Zergliedern. Neumann.

8. Zeichnen: 2 St. Zeichnen und Malen nach Gebrauchsgegenständen(Werk- zeugen), nach gepreßten Pflanzenblättern, Schmetterlingen, Druckmustern, Fliesen, mit Kohle, Pastell-, Aquarellfarbe und Blei. Zeichnen aus dem Gedächtnis, sowie Phantasiezeichnen.

Freund.

9. Schreiben: 1 St. Rundschrift nach Soennecken für sämtliche Schüler. Hlz.

Außerdem 1 St. deutsche und lateinische Schrift nach Vorschrift an der Tafel, gemein- schaftlich mit Schülern der II2 und III2. Hieran beteiligten sich im Sommer 16, im Winter 15 Schüler. H olz.

Untertertia. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Gündel.

la. Evangelische Religionslehre: 2 St. Geschichte des Reiches Gottes im N. T.: Markusevangelium. Kirchengeschichtliche Bilder aus dem Altertum und Mittelalter. Wieder- holung der Hauptstücke nach Luthers Katechismus. Wiederholung der Kirchenlieder und Erlernung von No. 210, 124, 137, 368. Das Kirchenjahr und seine Einteilung: Bedeutung der gottesdienstlichen Einrichtungen. Bernhard.

Ib. Katholische Religionslehre: 2 St. Siehe Quarta.

2. Deutsch: 3 St. Lesen von poetischen und prosaischen Stücken aus dem Lese- buch von Liermann-Vilmar. Einführung in die Elemente der Verslehre. Auswendiglernen von Gedichten, Obungen im Gliedern und im mündlichen Vortrage. Wiederholung der früher erlernten Gedichte. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. Gündel.

3. Latein: 8 St. Lateinisches Lesebuch von Wulff bis Stück 70. Benutzung des Übungsbuches zum Übersetzen aus dem Deutschen ins Lateinische für den Anfangsunterricht reiferer Schüler von Wulff und Bruhn. Formenlehre, Ausgabe B, von Perthes-Gillhausen. Einübung der Deklinationen und Konjugationen, der Komparation, Bildung der Adverbia, Pronomina, Numeralia, Einübung des Wortschatzes im Anschluß an die lateinischen Lesestücke. UÜbungen im Konstruieren. Die notwendigsten syntaktischen Regeln im Anschluß an den Lesestoff. Alle 8 Tage schriftliche Ubersetzungen, meistens Klassenarbeiten. Gündel.

4. Französisch: 4 St. Lesestoff: Lavisse, Récits et entretiens sur l'histoire de France (Originalausgabe). Sprechübungen i im Anschluß an den Lesestoff, die Hirtschen Bilder und das täg- liche Leben. Wiederholung von Gedichten. Durchpahme neuer Gedichte. Freie Dialogisierung des früher durchgenommenen Sprachstoffs. Grammatike Im Anschlußan den Lesestoff Besprechung und UÜbung ausgewählter syntaktischer Erscheinungen. Stete Wiederholung der unregelmäßigen Zeitwörter. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit: Diktate, Textinterpreta- tionen, Beantwortung von Fragen, Briefe, freie Nacherzählungen, Inhaltsangaben(kleine Auf-

sätze), grammatische UÜbungen. Dick. 5. Geschichte: 2 St. Übersicht über die römische Kaiserzeit. Die deutsche Ge- schichte bis zum Ausgang des Mittelalters. Keller.

6. Erdkunde: 2 St. Die außereuropäischen Erdteile mit eingehender Berücksichtigung der deutschen Kolonien. UÜbungen im Kartenzeichnen. Keller.