46 geben von einem Lorbeerkranz— R: L. VALERIVS, Valeria Luperca, auf einer jungen Kuh reitend, hält einen vom Wind geschwellten Schleier in beiden Händen. Bab. II, 519, 16 u. 17. Das Cognomen ist ein Deminutivum von ascia, einem Werkzeug zwischen Tlammer u. Hacke mit kurzem Stil. Zu dem Zusammenhang zwischen dem acisculus und der in Falerii, dem Stammsitz der Valerii, einheimischen Sage von Valeria Luperca vergl. Bab. I. l. nach Plutarch; danach ist der acisculus das Symbol der Heilung. Der Apollo Soranus hat sein Heiligtum auf dem aus Hor. Carm. I, 9 bekannten Soracte, an dessen Fuß Falerii liegt.
B. Mänzen des Principats: 69. Oetavianus. Denar des Cæsar Octavianus a. d. J. 28 v. Chr. K. des Octavianus— B: MP CAESAR i. F. zu beiden Seiten einer Schiffstrophae. Schöner Stil, vorzügl. Erhaltung. Bab. II, 65, 158. Geprägt, nachdem(28 v. Chr.) Oct. den Titel eines ständigen Imperator und bevor ihm der Titel Augustus vom Senat verliehen wurde(27 v. Chr.).* 70. Augustus. Denar des Augustus a. d. J. 20 v. Chr. CAESAR AVGVSTVS, K. des Augustus— R: SIGNIS REOEPTis) i. F. zu beiden Seiten des Mars Ultor(nicht so bei Cohen I. 99, 259/260), der in der R. einen Legionsadler, in der L. ein Manipelzeichen trägt, den K. nach diesem gewendet. Eckhel, Doctr. num. vet. II, VI, 95. Die Wiedererlangung der von Crassus bei Carrhae und von Antonius gegen Phraates(Vell. II, 91) verlorenen Feldzeichen i. J. 20 v. Chr. bei Gelegenheit seiner Expedition nach dem Orient wurde dem Augustus als eines seiner ruhmvollsten Verdienste angerechnet(vergl. Hor. Carm. IV, 15, 6 f.: Et signa nobis restituit Jovi Derepta Parthorum superbis Postibus, Hor. Epist. I, 18, 56; a. Stellen s. b. H. Schiller, Gesch. der räm. Kaiserzeit, I, p. 194, A, 3). Dem Mars Ultor erbaute Augustus auf dem Forum einen Tempel, den er im Krieg gegen Brutus und Cassius für die glückliche Sühnung der Ermordung seines Adoptivvaters gelobt hatte(Suet. Aug. 29).* 71. Tiberius. Denar des Tiberius. Fälschung. TI CAESAR DIVI AVG F AVGVSTVS, K. des Tiberius— R: MODERATIIONIS G, Büste der Moderatio en face inmitten eines Schildes mit schleifenartigen Ornamenten; um den Schild Lorbeerkranz. Ein solcher Denar existiert nicht; die Typen kommen auf einer Mittelkupfermünze des Tib. (Cohen, Méd. Imp. I, Tib. 5) vor, das beigefügte S C auf der R-Seite charakterisiert die Münze als Fälschung, da der Senat das Recht der Silberprägung nicht mehr hatte. Uber die Mo- deratio auf Münzen des Tiberius vergl. Eckhel II, VI, p. 187.* 72. Germanicus. Mittel- bronze, 16 n. Chr. dem Germaniceus zu Ehren vom Senat geprägt. SIGNIS RECEPTis) DEVICTIS GERM(anis) S C i. F. zu beiden Seiten des nach I. mit ausgestreckter R. stehenden Germanicus; dieser— im Panzer— hält in der L. einen Legionsadler— R: GERMANIOVS CAESAR, Germ. in einem mit Victoria und Lorbeerkranz in Relief geschmückten Triumph- wagen(Quadriga); er hält ein mit Adler geschmücktes Scepter in der L. Cohen I, 225, 7; Eekhel II, VI, p. 209 f. Bezieht sich auf den Triumph des Germ. über die Chatten, Cherusker und Angrivarier am 26. Mai d. J. 16 n. Chr., und auf seine Wiedergewinnung der in der Varianischen Niederlage verlorenen Legionsadler, worüber Tac. Ann. I, 60; II, 25 u. 41. 73. Drusus minor. Mittelbronze Drusus' d. j., Sohnes des Tiberius und der Vipsania Agrippina, geprägt i. s. Todesjahr 23 n. Chr. DRVSVS CAESAR. TI. AVG. F. DIVI AVG.N. K. des Drusus nach l.— R: S. C TRIBVN. POTEST. TER. PONTIF. Cohen I, 217, 2; Eckhel II, VI, 202 f. Die tribunicia potestas erhielt Drusus von s. Vater i. J. 22 n. Chr. (Tac. Ann. III, 56); da hier deren Iteration angegeben ist, gehört die Münze in das Jahr 23, in dem er auf Anstiften des Seianus vergiftet wurde(Tac. Ann. IV, 3, 8 u. a.)* 74. Gaius (Caligula). Großbronze aus dem 1. Regierungsjahr des Gaius(37 n. Chr.). C OCAESAR. AVG GERWANICVS PONM TR POT, K. des Caligula in Lorbeerkranz— R: ADLOCVTio) COHHCortium); der Kaiser hält von einem Podium herab eine Ansprache an die Praetorianer- Cohorten, die durch 5 Soldaten vertreten sind, von denen die 4 hinteren Adler tragen, hinter dem Kaiser ein Feldstuhl. Cohen I, 236 f. 1; Eckhel II, VI, 221. Die R-Darstellung bezieht sich auf C.s Ansprache an die Praetorianer nach Ubernahme der Regierung; dieser Typus der adlocutio wurde dann später häufiger wiederholt pei Ansprachen auch an andere Truppen, wie denn(al.(nach Tac. Ann. XIII, 3; Suet. Gai. 53 u. a.) rednerisches Talent besaß. Der- selbe Typus kehrt auch bei andern Kaisern wieder.* 75. Agrippina maior. Großbronze zu Ehren der Agrippina d. à., T. des M. Agrippa und der Julia(der T. des Augustus), Gem.


