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turen geschmückt. Die Typen erscheinen auf dem Denar infolge des Beinamens der Gens. Bab. II, 292, 2. Der münzende Magistrat ist jedenfalls identisch mit dem aus Hor. Sat. I, 4, 94 f. bekannten Petillius Capitolinus, auf dessen Prozeß auch Sat. I, 10, 26 anspielt. Porphyrio bemerkt dazu: Petillius Capitolinus, cum Capitoli curam ageret, coronae subreptae de Capitolio causam diæit absolutusque a Caesare est. Petillius führte übrigens den Beinamen nicht in seiner Eigenschaft als Curator des Capitolinischen Tempels, sondern das Cognomen findet sich auch auf Inschriften anderer Petillii(vergl. Orelli zur Stelle).* 62. Plautia. Groß- bronze des C. Plotius Rufus, ca. 15 v. Chr., wahrsch. derselbe Rufus, der nach Suet. Aug. 19 sich in eine Verschwörung gegen das Leben des Augustus einließ. OB ClVIS SERVATOS, Eichenkranz zwischen zwei Lorbeerzweigen— R: S. C C-. PLOTIVS. RVFVS. III. VIR. A. A. A. F. F(auro argento dere †lando feriundo). Bab. II, 327, 19. Alle Münzen des Rufus (ausschließlich Bronze) sind zu Ehren des Augustus; der Bürgerkranz wurde ihm wegen Be- endigung der Aera der Bürgerkriege(ob civis servatos) zuerkannt.* 63. Pomponia. Denar des Q. Pomponius Musa, IIIvir mon. ca. 64 v. Chr., sonst unbekannt. K. des, Apollo in Lorbeer- kranz mit weiblich geordnetem Haar, dah. Plektrum— R: GQ.POMPONI NMVSA, Terpsichore mit Lyra und Plektrum. Bab. II, 364, 17. Die Typen des Q. Pomponius spielen alle auf sein Cognomen Musa an; sämtliche 9 Musen mit ihren Attributen und Hercules Musarum kommen auf seinen schönen Denaren vor. Auf V in„Musa“ steht stets ein Accent.* 64. Pomponia. Denar des L. Postumius Molo, IIIvir mon. ca. 94 v. Chr., sonst unbekannt. L.POMPON-MOLO, K. des Apollo in Lorbeerkranz— R: NVMA(lig.) POMPlIL(lig.), Numa steht mit einem Lituus l. von einem brennenden Altar, an den ein Opferdiener einen sich sträubenden Bock zur Opferung heranführt. Bab. II, 359, 6. Die Typen beziehen sich auf die angebliche Abstammung der Pomponii von Pompo, dem Sohne des Numa Pompilius.* 65. Postumia. Denar des durch Adoption in die Postumia übergegangenen D. Postumius Albinus Bruti f., bekannter unter seinem ursprüngl. Namen D. Junius Brutus, der Freund und Legat Caesars in Gallien(Brutus adolescens b. G. III, 11; 14; VII, 9; 87 u. a.; b. civ. passim), dann Mitverschworener gegen ihn und Urheber des Mutinensischen Kriegs; geprägt 44843 v. Chr. A.POSTVMWIIVS OOS, K. des Consuls des J. 99 v. Chr. A. Postumius Albinus, des Adoptivvaters des D. Brutus, nicht des Diktators gl. N., des Siegers am See Regillus (496 v. Chr.), wie Bab. II, 385, 13 will— R: ALBINV BRVTI-F in einem Ahrenkranz(Kranz der fratres Arvales). Vgl. auch Röm. A, II, Post. 3 unsrer Samml.* 66. Procilia. Denar des L. Procilius fil., IIIvir mon. ca. 79 v. Chr.; seine Persönlichkeit ist unsicher, vielleicht ein Historiker gl. N.(genannt b. Cic., Varro u. Plin.) oder tribunus pl. a. d. J. 56 v. Chr., der von Clodius angeklagt und 54 v. Chr. zum Tode verurteilt wurde. S., K. des Juppiter in Lorbeerkranz— R: L.PROCILIF, Juno Sospita in Ziegenkopfhaut mit Schild, in der R. den Speer, zum Wurf erhoben, vor ihr eine sich aufbäumende Schlange. Bab. II, 386, 1. Die Familie stammt wahrsch. aus Lanuvium, wo der Kult der Juno Sospita besonders be- trieben wurde(vergl. Röm. A, II, Thor. 1 unsrer Samml.). Zu ihrem Kultus gehörte auch die Schlange(vergl. Bab. II, 402).* 67. Rustia. Denar des Q. Rustius, IIIvir mon. ca. 19 v. Chr., sonst unbekannt. Q. RVSTIVS, die Büsten der Fortuna Victrix in Helm und der Fortuna Felix in Diadem nebeneinander; zu beiden Seiten der Basis je ein Widderkopf, die Fort. Victr. hält eine Patera(roher Stil); FORTVNR ANTIAT(es)— R: CAESARI AVGVSTO, Altar mit Ornamenten geschmückt; auf dessen Mittelfeld: EOR RE= Fortunae reduci; im Ex.: EX S. C. Bab. II, 412, 3. Die Typen beziehen sich auf die Ehren, die dem Augustus gelegentlich seiner Rückkehr aus Kleinasien, 19 v. Chr., beschlossen worden waren; von diesen wollte er nur die Erbauung eines Tempels der Fortuna Redux annehmen, dessen Altar auf der R-Seite dargestellt ist. Fortuna hatte einen berühmten Tempel und Orakel zu Antium, wo sie in zwei Formen, als F. Felix und F. Victrix(mit Helm) verehrt wurde. Auf die Fortuna von Antium bezieht sich das bekannte schöne Carmen des Horaz I, 35; die beiden Widderköpfe auf der Hauptseite nehmen Bezug auf die Familiengeschichte(vergl. den Widder auf unserm Denar Röm. A, II, Rust. 1).* 68. Valeria. Denar des L. Valerius Acisculus, IIIvir mon. 46/45 v. Chr., sonst unbekannt. AClSCVLVS, K. des Apollo Soranus mit steifen Locken, darüber Stern, dah. eine hammerartige Hacke(acisculus), das Ganze um-


