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Untersekunda. 2 Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Dick.
la. Evangelische Religionslehre: 2. St. Matthäusevangelium. Leben Jesu. Lesen und Erklären ausgewählter Stellen des Alten Testaments, namentlich aus den poetischen und prophetischen Schriften.— Wiederholung des Katechismus und Darlegung seiner inneren Gliederung.— Kirchenlieder und Luthers Leben wiederholt. Bilger, von November ab Pitschel.
1b. Katholische Religionslehre: 2 St. vereinigt mit Kl. III, Iz und II. Die besondere Glaubenslehre. Nach König, Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht in den oberen Klassen.— Einige Hymnen aus dem Diözesangesangbuche.„ Mayer.
2. Deutsch: 3 St. Gelesen: Der Cid, Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell, sowie Dichtungen der Befreiungskriege. Einiges auswendig gelernt, früher gelernte Gedichte wiederholt. UÜbungen im freien Vortrag. Dispositionsübungen. Belehrungen aus der Poetik
und Rhetorik.
Themata der Aufsätze: I. Die Gastfreundschaft bei Homer. 2. Die Nervierschlacht.(Klassenaufsatz). 3. Der Cid als Nationalheld. 4. Zweck des Prologs in der„Jungfrau von Orleans“.(Klassenaufsatz). 5. Warum feiern wir Sedan? 6. Schuld und Sühne in der„Jungfrau von Orleans“.(Klassenaufsatz). 7. Was veranlaßte Napoleon zum Zug nach Agy pten? 8. Mit welchen Gründen verteidigt Rudenz seinen Anschluß an Osterreich? (Klassenaufsatz). 9. Die drei Handlungen im„Tell“. 10. Die Wiedergeburt Preußens 1806— 13.(Klassenaufsatz).
Dick.
3. Latein: 6 St. Lesestoff: Ausgewählte Abschnitte aus Ovids Metamorphosen. Einzelne Stellen wurden auswendig gelernt. Cæsar de bello Gallico IIVI nach dem Kanon. Synonyma im Anschluß an die Lektüre. Fortwährend Wiederholungen und Referate über den Inhalt des Gelesenen.— Grammatitc: Wiederholung des Lehrstoffes von IIIz und IIII. Syntax in Anlehnung an die Reinhardtsche Grammatik. Im Anschluß an das grammatische Pensum wurden die entsprechenden Stücke in Ostermanns Lesebuch für Tertia und Unter- sekunda ins Lateinische übersetzt. Wöchentlich(bis 1. XI. 03) eine Hausarbeit und eine Klassen- arbeit. Vom 1. XI. an wöchentlich eine schriftliche Arbeit.(Klassenarbeiten und Haus- arbeiten im Verhältnis 2:1). Bilger, im Nov. u. Dez. Bernhard.
Ovid: Von Weihn. b. Ostern Bernhard.
4. Französisch: 3. St. Lesestoff: Quatre Nouvelles Modernes(neuspr. Reformbibl.); Thiers, Expédition d'Egypte(neuspr. Reformbibl.). Durcharbeitung des Sprachstoffs und Inhaltsangabe in der fremden Sprache. Ubungen im Extemporieren. Wiederholung von Gedichten.— Grammatix: Wiederholung, Ergänzung und Vertiefung des Lehrstoffs der Ober- tertia, insbesondere Übungen über den Konjunktiv und Infinitiv durch Untersuchungen am verarbeiteten Sprachstoffe. Artikel, Geschlecht der Substantiva, Fragestellung und Inversion. Stellung des Adjektivs, hervorgehobene Satzteile. Ubersetzungen und freie Arbeiten, meist im Anschluß an den Lesestoff. Einzelnes aus der Synonymik und Wortbildungslehre.— Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Dick.
5. Englisch: 6 St. Lautliche Schulung unter Benutzung einer Lauttafel im An- schluß an Gedichte des„English Student“ von Hausknecht. Durcharbeitung von Sketch 1 bis XV, Komposition I bis XII mit Auswahl. Alle Stücke wurden zu eingehenden Sprech- übungen verwertet, desgleichen die Hölzelschen Bilder(vier Jahreszeiten), eine Karte von England und London. Aus dem verarbeiteten Sprachstoff gewannen die Schüler die Formen- lehre und die wichtigsten syntaktischen Gesetze. Vom Juni ab jede Woche eine schriftliche UÜbung: Niederschrift von auswendig Gelerntem, Diktate, Beantwortung von Fragen, Inhalts- angaben, freie Wiedergaben, grammatische Ubungen. Dick.
6. Geschichte: 2 St. Deutsche Geschichte vom Zeitalter Friedrichs des Großen bis zur Gegenwart. Regelmäßige Wiederholungen. Bilger, von November ab Roemer.


