Jahrgang 
1892
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Durch Verfügung vom 8. Dezember wurde dem ordentlichen Lehrer Herrn Dr. Rosen- berger der Oberlehrertitel verliehen.

Herr Alfred Riese, der seit Ostern 2681 an der Musterschule als Hülfslehrer beschäftigt war und derselben mit eifriger Hingebung mannigfache Dienste geleistet hatte, schied im Herbst 0681 aus; zu gleicher Zeit auch Herr Wilhelm Eisel nach anderthalbjähriger dankens- werter Mitarbeit. Dagegen trat im Sommer 1891 zur Vertretung des Herrn Oberlehrer Dr. Fliedner Herr Dr. Bilger aushelfend ein und ist noch an der Anstalt thätig. Zur Abhaltung des Probejahres wurden der Musterschule im Herbst 1891 zugewiesen die Kandidaten des höheren Schulamts Herr Georg Franke und Herr Georg Schenk.

Krankheit und Beurlaubung von Lehrern..

Der Gesundheitszustand im Lehrerkollegium war, abgesehen von demjenigen des Herrn Oberlehrer Dr. Fliedner, der den ganzen Sommer beurlaubt war, ein günstiger. Herr Prof. Dr. Krebs mußte aus Gesundheitsrücksichten viermal zwei Tage, der Direktor einmal im Sommer vier, im Winter drei Tage den Unterricht aussetzen, war außerdem 2 ½ Tagen vor den Sommerferien beurlaubt. Herr Dr. Bode und Herr Kratz waren drei, Herr Sopp war zwei Tage im Winter krank, sonst kamen nur wenige eintägige Versäumnisse vor. Leider erkrankte Herr Professor Lentz am 3. März so, daß er den Unterricht nicht wieder aufzunehmen ver- mochte. Wegen des Scharlachfiebers in der Familie mußte Herr Oberlehrer Dr. Neumann im September zwei Wochen, Herr Oberlehrer Dr. Maué im Dezember acht Tage der Schule fern bleiben. Einige wenige Beurlaubungen aus verschiedenen Gründen auf einen Tag kamen vor, und im November war der Direktor im Auftrage des Schulkuratoriums drei Tage abwesend, um den Besprechungen im Ministerium wegen zukünftiger Gestaltung des Gymnasiums und der Musterschule beizuwohnen. Zu militärischen UÜbungen wurde Herr Bernhard vom 6. April bis 1. Juni 1891, Herr Kahle vom 2. Mai bis 13. Juni 1891 und noch einmal vom 7. bis 29. Januar 1892 einberufen.

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Gesundheitszustand der Schüler.

Der Gesundheitszustand der Schüler giebt zu keinen besondern Bemerkungen Ver- anlassung, er war im allgemeinen günstig.

Am Turnen konnten aus Gesundheitsrücksichten nicht teilnehmen in der Vorschule ein Schüler(nicht am Gerätturnen), im Realgymnasium 13 überhaupt nicht, drei nicht am Gerätturnen.

Vom Zeichnen waren auf ärztliches Verlangen befreit 13 Schüler. Die Dispensations- gesuche in Bezug auf das Zeichnen haben in auffälliger Weise zugenommen, während die Wichtigkeit des Zeichnens für die allgemeine Bildung und für sehr viele einzelne Bildungszweige immer mehr Anerkennung findet.