Jahrgang 
1892
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IIII 2 St. w. Das Reich Gottes im N. T. Lesung entsprechender biblischer Abschnitte. Ein- gehend die Bergpredigt auch Gleichnisse. Sicherung der erworbenen Kenntnis des Katechismus und des in den vorangegangenen Klassen erworbenen Spruch- und Lieder- schatzes. Erklärung einiger Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein

Lebensbild Luthers.

II. 2 St. w. Bibellesen behufs Ergänzung der in Unter- und Obertertia gelesenen Abschnitte. Erklärung eines der synoptischen Evangelien. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen.

Anmerkung: Gewählt wurde das Evangelium Matthäi.

III 2 St. w. Erklärung der ganzen Apostelgeschichte. Lesung von Abschnitten anderer neu- testamentlicher Schriften. Wiederholung von Katechismus, Sprüchen und Liedern.

Ie 2 St. w. Kirchengeschichte unter Beschränkung auf die für die kirchlich-religiöse Bildung der evangelischen Jugend unmittelbar bedeutsamen Stoffe: Das Judenchristentum, die Paulinische Auffassung über Person und Werk Christi, Augustinus, Pelagius, die Ent- wickelung der römisch-katholischen Kirche, die Reformation und ihre Vorbereitung, die wichtigsten Richtungen in der Fortentwickelung der evangelischen Kirche, auch neuere Sekten, wie Methodisten, Baptisten, Irwingianer. Erklärung neutestamentlicher Schriften: Das Evangelium Johannis und leichtere Briefe.(Galater-, Philipper-, Jako- pus-, 1. Korintherbrief, Brief an Philemon).

1I 2 St. w. Glaubens- und Sittenlehre in Gestalt einer Erklärung der Artikel I XVI, VIII und XX der Conf. Augustana nach vorgeschichtlicher kurzer Einleitung über die drei alten Symbole. Erklärung neutestamentlicher Schriften: des Römerbriefes u. s. w.

b. Katholische Religion.

Bis zum Erlaß näherer Bestimmungen bewendet es bei der gegenwärtigen Ordnung.

2. Deutsch.

VI 4 41 St. w. Grammatik: Redeteile und Glieder des einfachen Satzes. Unterscheidung der starken und schwachen Flexion.(Terminologie durchaus in Übereinstimmung mit dem lateinischen Unterricht.) Rechtschreibeübungen in wöchentlichen Diktaten in der Klasse. Lesen von Gedichten und Prosastücken(Fabel, Märchen, Erzählungen aus der vater- ländischen Sage und Geschichte. Mündliches Nacherzäühlen von Vorerzähltem. Aus- wendiglernen und verständnisvolles Vortragen von Gedichten. 1 St. s. Geschichte.

V 2+ 1 St. w. Grammatik: Der einfache und erweiterte Satz. Das notwendigste vom zu- sammengesetzten Satze. Rechtschreibe- und Interpunktionsübungen in wöchentlichen Diktaten in der Klasse. Mündliches Nacherzählen, erste Versuche im schriftlichen Nacherzühlen, im 1. Halbjahre in der Klasse, im zweiten auch als Hausarbeit. Aus- wendiglernen von Gedichten wie in VI. 1 St. s. Geschichte.