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b. Singen. 2 Abteilungen.
1. Klasse I. Oster- und Herbstcötus. 1 St. w. Volkstümliche Liedchen aus dein Anschauungs- kreise des Kindes. Bekannte und leichte Volkslieder. Stimmbildungsübungen. O. Bautz II.
2. Klasse II. Oster- und Michaeliscötus. 1 St. w. Volkstümliche Liedchen aus dem Anschau- ungskreise des Kindes. Spielliedchen zur Belebung des Turnens. Bis Herbst 1884
Sopp.
Wichtig für die Vorschule war es, namentlich auch für das Verhältnis der Vorschulen der hiesigen höheren Lehranstalten unter einander, und für die Aufnahme in die Sexta jeder dieser Anstalten, wie für die Aufnahme in die Sexta des Gymnasiums, daß in gemeinschaft- licher Beratung von Vertretern der Vorschulen der höheren Lehranstalten unter Vorsitz des Direktors der Musterschule ein gemeinsamer Normallehrplan für die Vorschulklassen festge- stellt wurde, welcher auch den im vorhergehenden als erledigt angegebenen Pensen zu grunde liegt. Nach dieser Vereinbarung tritt ein Vorschüler der einen Anstalt ohne Prüfung in die entsprechende Vorschulklasse der andern, auch steht den auf einer der höheren Knabenschulen aus der 1. Vorschulklasse nach Sexta versetzten Schülern der Eintritt in die Sexta jeder anderen höheren hiesigen Schule, das Gymnasium eingeschlossen, ohne besondere Prüfung offen.(S. den Auszug aus der betreffenden Verfügung vom 5. Januar 1885, S. 6100.)
Bezüglich des Turnens am Realgymnasium, wie an der Vorschule, ist zu be- merken, daß im allgemeinen der Danneberg'sche Plan zu Grunde lag. Dem Spiele, auch im Freien, wurde mehr Zeit eingeräumt als früher. Die Stadt bot außerdem durch Erwerbung eines geräumigen und geeigneten gemeinsamen Spielplatzes vor dem Eschenheimer Thore Ge- legenheit außer der Schulzeit das Turnspiel zu treiben. Schüler von Quarta aufwärts be- teiligten sich an den unter Leitung des Oberlehrers Dr. Zeidler dort stattfindenden Spielen unserer Schüler an 11 Nachmittagen. Die kleineren Knaben spielten auf dem Schulhof an 8 Nachmittagen nach dem Schulschluß unter Leitung des Lehrers Huber. Großer Staub und Mangel an Wasser zum Sprengen hinderten daselbst häufigeres Spiel. Es ist zu hoffen, daß die erwachsenen Schüler sich künftighin auch mehr beteiligen und dankbar die ihnen von der Stadt gebotene Gelegenheit benutzen. Die verschiedenen Schulen auf dem großen Spielplatze ihre Spiele eifrig und doch in guter Ordnung treiben zu sehen, ist ein erfreulicher Anblick; den städtischen Behörden und dem besonders eifrig dafür eintretenden Herrn Turninspektor Danneberg sind wir lebhaften Dank schuldig.


