Jahrgang 
1874
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III. Chronik.

Seit der Eröffnung der mittleren Bürgerſchule im Mai 1861 fand bis zum Frühjahre 1873 kein Lehrerwechſel ſtatt; im letzten Schuljahre aber ſchieden drei der bisherigen Lehrer aus unſerm Kreiſe. Herr Heinrich Zinndorf, ſchon mehrere Jahre lang in ſeiner Geſundheit geſchwächt, wurde, nach A. P. des Magiſtrats vom 2. Mai 1873 Nr. 659,unter Anerkennung ſeiner bisherigen ver⸗ dienſtlichen Wirkſamkeit, vom 1. April an, mit Belaſſung ſeines vollen Gehaltes als Penſion in den Ruheſtand verſetzt. Herr Dr. Sommerlad wurde, nach A. P. der ſtädtiſchen Schuldeputation vom 30. April 1873 Nr. 303, zumOberlehrer der ſtädtiſchen Mädchenſchule ernannt und ver⸗ ließ, als die Beſtätigung Königlicher Regierung zu Wiesbaden eingelaufen war, am 3. Mai die Schule, um ſofort ſein neues Amt anzutreten. Herr F. Baſtier wurde, nach A. P. der ſtädti⸗ ſchen Schuldeputation vom 30. Juli 1873 Nr. 488,in Folge ſeiner Berufung an die Muſter⸗ ſchule von erſterer Stelle(der Lehrerſtelle an der mittleren Bürgerſchule) mit dem 1. October 1873 enthoben. Die Schule bewahrt allen dieſen ihren ehemaligen Mitarbeitern ein dankbares Andenken.

Mit dem Anfange des Sommerhalbjahrs 1871 3 trat ſtatt des Herrn Zinndorf Herr Trumpff, nach dem Austritte des Herrn Dr. Sommerlad trat am 6. Mai Herr Jaſper einſt⸗ weilen als Hülfslehrer ein. Beide Herren wurden nach A. P. des Magiſtrats vom 10. Okt. 1873 Nr. 1617zu Lehrern an den hieſigen Schulen, zunächſt zur Verwendung an der mittleren Bürger⸗ ſchule, ernannt, mit der Beſtimmung, daß ihr Gehaltsbezug vom 1. Juli 1873 beginne, und nach A. P. der ſtädtiſchen Schuldeputation vom 4. Nov. 681 erhielten dieſe Ernennungen die Beſtätigung der Königlichen Regierung zu Wiesbaden. Nach dem Austritte des Herrn Baſtier trat Herr Schauf ein, vom Magiſtrate am 30. Sept. 1873 in derſelben Eigenſchaft wie die beiden anderen Herren erwählt und gleichfalls, nach A. P. der ſtädtiſchen Schuldeputation vom 15. Okt. 1873 Nr. 626, von der Königlichen Regierung zu Wiesbaden beſtätigt. Die Schule freut ſich, an dieſen Männern wackere Förderer des gemeinſamen Werkes erhalten zu haben.

über ihr Leben iſt nach ihren Aufzeichnungen Folgendes zu erwähnen:

Jakob Trumpff, im Jahre 1829 zu Darmſtadt geboren, beſuchte daſelbſt die Real⸗ und höhere Gewerbſchule, trat als Freiwilliger auf Officiersavancement in das großh. heſſiſche Artillerie⸗ corps, machte 1849 den Feldzug in Baden mit, nahm nach deſſen Beendigung ſeine Entlaſſung, be⸗ reitete ſich auf der Univerſität zu Gießen zum pädagogiſchen Berufe vor, abſolvirte das Maturitäts⸗ examen und die Univerſitätsprüfung für Philoſopie, Geſchichte und Phyſik, war mehrere Jahre lang als Privatlehrer thätig, erhielt Oſtern 1866 eine Anſtellung für den mathematiſchen und naturwiſſen⸗