3. Nadelarbeit.
Der Unterricht fand jedesmal an 2 aufeinanderfolgenden Stunden statt, meistens in 2 Abteilungen. Er war in U II wahlfrei. Der Mangel eines besonderen Raumes, in welchem an den Nähmaschinen gearbeitet werden kann, macht sich von Jahr zu Jahr störender bemerkbar.
4. Stenografie.
An dem Stenografieunterricht in der Reichskurzschrift beteiligten sich im Sommer- halbjahr 123 Schülerinnen, aus denen 6. später 4 Gruppen gebildet wurden. Im Winterhalbjahr ging die Zahl der Teilnehmerinnen etwas zurück. Den Unterricht, an dem Schülerinnen sämtlicher Klassen teilnahmen. erteilte die Hiiffslehrerin Frl. Uhlenhuth. 3
5. Turnen.
Der Turnunterricht wurde nach den neuen Richtlinien erteilt. Die Neuanschaffun- gen an Geräten umfassen in diesem Jahre: 6 Schlagbälle, 6 Schlaghölzer, 2 Hand- ballhüllen. 2 Gummiblasen. 1 Schnürnadel. 1 Luftpumpe, 4 Lederriemchen, 4 Staf- felhölzer. 10 Hüpfseile. 1 Meßlatte, 1 Schleuderball. 8 Tellerfahnen. Die Turngeräte werden in jedem Jahre auf ihre Gebrauchssicherheit geprüft.
6. Spielnachmittage.
Die Spielnachmittage wurden von 1—2 Klassen in Abteilungen im Sommer auf dem Schulhof, im Winter in der Turnhalle durchgeführt. An den kalten Tagen wurde der Eislauf, im Sommer das Schwimmen gepflegt. Leider steht seit der Eingemein- dung im städtischen Strandbad den Mädchenschulen kein eigener Nachmittag mehr zur Verfügung. Die Befreiung von den Spielnachmittagen ist von dem Provinzial- schulkollegium in die Hand der Schulleiter gelegt worden; für die Befreiung kommen in Betracht: 1. schulärztliche Befürwortung; 2. körperliche Gebrechen; 3. übermäßi- ger Zeitverlust durch die Teilnahme; 4. weiter Schulweg(wenn keine Fahrgelegen- heit besteht): 5. längerer Schulweg durch unbebautes Gelände in der Dunkelheit.
B. Bericht über die Lehrerinnen und Lehrer.
Die Wahl des Studienrates Dr. L. Ernst zum Studiendirektor der Anstalt wurde vom Preußischen Staatsministerium durch Erlaß vom 2. Juni 1928 bestätigt. Für seine Stelle wählte der Magistrat zum 1. April 1929 die Studienassessorin Dr. Elisabeth Saling(Ffm.) zur Studienrätin.— Studienrat Hans Holling schied mit dem 1. No- vember 1928 aus dem Kollegium aus; er ging an die Heeresfachschule in Paderborn. Für seine Stelle wählte der Magistrat zum 1. April 1929 die Studienassessorin Dr. Anna Nagel(Gelsenkirchen) zur Studienrätin.
Mittelschullehrer Dr. Schröter vertrat den beurlaubten Studienrat Holling bis zum 30. Juni: vom 1. Juli ab Studienassessor Schönwetter bis zum 31. Oktober; vom 1. November bis zum Schluß des Schuljahrs Studienassessor Wienecke.
Der vom Magistrat der Stadt Höchst zum Studienrat gewählte Studienassessor Lenz vertrat den zum Gymnasium übergegangenen Studienrat König vom 1. April bis zum 30. September; während seiner Krankheit wurde er selbst von dem cand. math. Hans Wittmever vertreten. Die Stelle wurde am 1. Oktober mit dem aus Memel ausgewiesenen Studienrat W. Meinekat besetzt.
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