Jahrgang 
1929
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Wanderungen. Am 4. 5., 13. 8., 4 O., 15. 9.(Schul- und Sportfest), 12. 12., 15. 1 fanden die Wander- tage statt. Die Unterprimen unternahmen unter Führung von St. R. Dr. Herzfeld und St. Ass. Dr. Löwenthal im August eine Studienfahrt, die sie durch das Frankenland führte. In Würzburg, Bamberg, Vierzehn- heiligen, Kloster Bans und Nürnberg besichtigten sie die Stätten kirchlicher und profaner Baukunst, nachdem die Vorbereitung der Fahrt in arbeitsteiligem Unterricht geschehen war.

Die Schule und dieWegscheide. Unsere beiden Untertertien waren im vergangenen Schuljahre vom I. bis 28. August auf der Wegscheide. Die Untertertia b stand unter der Führung ihres Klassenleiters, des Studienrats Wagner, der aus schultechnischen Gründen von Herrn Studienreferendar ubner abgelöst wurde. Die eine Hälfte der Untertertia a wurde der Leitung von Studienrat Schubert, die andere der von Studienrat Dr. Keyl unterstellt. Diese Klasse genoß dankbar die hygienischen und sonstigen Vorteile eines neuen Heims. Unterrichtlich wurde der Wegscheideaufenthalt ent- sprechend den Lehrfächern und Neigungen der Herren, vor allem in mathematisch-naturwissen- schaftlicher und künstlerischer Richtung, voll ausgewertet. Besonderes Gewicht wurde allerdings auf die erziehliche Seite des Aufenthalts gelegt. Erziehung zur Gemeinschaft in den Einzelgruppen und zum Einfühlen in die große Dorfgemeinde war das Ziel. Unter Leitung von Studienrat Wagner haben sie manche für die Gemeinde wichtige bauliche Neuerung und Verbesserung geschaffen, bei den rhythmischen Ubungen frühmorgens auf der Höhe bildeten sie unter Studienrat Schuberts Führung die Kerngruppe, um die sich die andern scharten, und bei gemeinsamen Festen sorgten sie alsLeibgarde des Bürgermeisters für einen geordneten Verlauf. Wir können auch von dem diesjährigen Wegscheideaufenthalt sagen, daß er unseren Schülern zu einem Erlebnis geworden ist. Die EKahlum der Gelder ging dank der eingerichteten Wegscheide-Sparkasse zufriedenstellend vor sich, so dass wir auch für das kommende Jahr wieder die gleiche Einrichtung geschaffen haben, die in den Händen von Studienrat Dr. Keyl liegt. Die Handballmannschaft gewann die Wegscheide- meisterschaft.

Geschenke. Die Firma Hartmann& Braun hat der Schule durch Vermittlung des St. E. Dr. Bieber als Geschenk überwiesen: I Ampèremeter bis I0 Amp., I Ampèremeter bis 20 Amp., je I Voltmeter bis 60, 150, 180, 200 Volt. Wir sagen der Firma für diese reiche Gabe unseren herzlichen Dank. Die Verwaltung der Stadtbibliothek hat den Katalog der Abt. Frankfurt, Nr. 2 (Literatur zur Familien- und Personengeschichte) der Schule geschenkt. Auch ihr sprechen wir unseren besten Dank aus für das wertvolle Werk.

Tätigkeit des CLiebigschul-Vereins im Schuljahre 1928. Auch im Jahre 1928 konnte der Liebigschul-Verein wieder namhafte Summen für Zwecke der Schule zur Verfügung stellen:

Zuschüsse an bedürftige Schüler, um ihnen das Milchtrinken zu ermöglichen(nur solange

der Ausschank nicht in städtischen Händen lag).. S............ M. 41.02 Zuschüsse an bedürftige Schüler zum Besuch der Wegscheide...... MHM. 75 Für den Fonds des Direktors...................:)ͤ˖‚ AIl. 200. För die Weiterbildung des Trommlerkorps...................... M. 114.25 Für denBienenkorb........ ͤ.:..................86 ANI. 580. Aus dem Wirtschaftsbetrieb beim großenalkoholfreien Schulfest am 25. Februar 1928 M. 41.05

M. 1051.32

An Veranstaltungen, zu denen auch die Schüler der Ober- und Mittelklassen Zutritt hatten, fanden statt: 20. Oktober 1928: Neuntes Stiftungsfest.

20 November 1928: Lichtbildervortrag von Dr. Keyl:Mit der Kamera durch Wald und Flur. 13. Dezember 1928: Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Dr. E. Müller:Die bevorstehende Strafrechts- reform unter Berücksichtigung ihrer kriminalpolitischen und kulturellen Bedeutung.

Es wäre zu wünschen, wenn auch alle unsere Eltern Mitglieder des Vereins würden, um dadurch das Band zwischen Schule und Haus zu festigen und die Zwecke des Vereins zum Wohle unserer Schüler fördern zu helfen.

Für die vielfache Hilfe, die Schule und Schüler vom Liebigschul-Verein erfahren haben, sagen wir unseren herzlichen Dank, ebenso allen den Herren, die sich durch Vorträge und durch eifrige Betätigung an den Sitzungen unter großem Zeitopfer um den Verein verdient gemacht haben.