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Staatsbürgerkunde: 14. Nusgewählte Kapitel aus der phys. Chemie: 28. Photographie: 12. Erd⸗- kunde: 18. Kunstgeschichte: 21. Musik: 12.
2. Winterhalbjahr: Latein: OI 6, UII 9, OII 19. Schlossern: 15. Schreinern: 21. Buchbinden: 37. Modellieren: 15. Kurzschrift: 62. Psychologie: 16. Französisch: 21. Französische Stilistik: 12. Französische Musik: 7. Staatsbürgerkunde: 14. Gegenwartsfragen der Weltpolitik: 16. Kunstgeschichte: 21. Musik: 12.
h) Aus dem Leben der Schule.
Turnwettkämpfe. Das Sommerfest der Schule mußte des schlechten Wetters wegen ausfallen. Da an diesem Tage die Turnwettkämpfe der einzelnen Klassen stattzufinden pflegen, so sind auch diese im verflossenen Jahre nicht zustande gekommen.
Turnkleidung. Seit 1. September 1927 hat unsere Schule eine einheitliche Turnkleidung:
blaue Hose mit gelben Biesen, weißes Hemd mit blauer Einfassung, als Turnabzeichen: drei Waben mit den Buchstaben L. O. R.
Wir wollen hoffen, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse bald wieder so werden, daß jeder Liebig schüler sich unsere Sportkleidung anschaffen kann(Preis ca. 5.— Ml.).
Schülermützen. Der Schülerausschuß hat am 1. März neue Farben für die Schülermützen unserer Schule festgelegt. Der Ausschuß war darauf bedacht, für sämtliche Mützen das untere Band in gleichen Farben zu wählen und die Bockenheimer Harben zu betonen. Es sind dann unter freundlicher Mitwirkung von Herrn Studienrat Betzler folgende Farbenzusammenstellungen gewählt worden:
Klasse VI V IV UIII OIII UII OII UI O1 Farbe rot rot rot grün grün blau blau weiß weiß oberer Streifen blau siber gold silber gold silber gold silber gold unteres Band blau blau blau blau blau blau blau blau blau
gelb gelb gelb gelb gelb gelb gelb gelb gelb blau blau blau blau blau blau blau blau blau
Sämtliche Mützen dürfen nur noch in Tuch angefertigt werden. Eine Xusnahme bilden die Primen- mützen, wo neben Tuch auch Seide erlaubt ist. Als Form wurde das kleine Steilformat festgelegt.
Sesundheitsfürsorge.
Gesundheitszustand und schulärztliche Xufsicht. Der Gesundheitszustand unserer Schüler war im allgemeinen gut. Er wurde von dem Schularzt, Herrn Sanitätsrat Dr. Pfannmüller, beobachtet, ebenso wurden die Schüler auf den Zustand ihrer Zähne untersucht.
Wanderungen. Die Wandertage fanden regelmäßig statt, sie litten jedoch unter dem außergewöhnlich schlechten
Wetter des letzten Jahres.
Wenn es manchen Eltern in diesen schweren Zeiten unmößlich ist, die Kosten für die Schulausflüge zu erschwingen, so können diese seitens der Schule mit Unterstützung des Liebig-Schulvereins aufgebracht werden. Da niemand etwas davon erfährt, liegt kein Grund vor, von dieser Einrichtung keinen Gebrauch zu machen. Die Ausflüge sind amtlich vorgeschrieben, ein Fernbleiben ist, wenn es nicht durch Krankheit entschuldigt ist, nicht statthaft, ist auch, vom pädagogischen Standpunkt aus betrachtet, nicht zu billigen.
Im Mai 1927 unternahm die Oberprima b bei Beteiligung aller Schüler unter Führung ihres Klassenleiters, Studienrats Dr. Kühn, eine fünftägige Wanderfahrt in den Thüringer Wald. Die Wanderung führte von Eisenach über Friedrichsroda, Oberhof, IImenau und Schwarzburg nach Bad Blankenburg.
In den Juli-Ferien durchwanderten eine größere Zahl Obersekundaner mit Studienrat Dr. Herzfeld den Schwarzwald von Freiburg, über Höllental und Feldberg nördl. bis Freudenstadt und Pforzheim. Im Februar 1928 machte die Obersekunda b mit Studienrat Dr. Herzfeld und Studienrat Dr. Oron den wohlgelungenen Versuch eines einwöchigen Aufenthalts in der Jugendherberge Schloßborn i. T., der durch Körperschule, Unterricht, Wanderung und Geselligkeit ausgefüllt war.
Die Schüler der Ula wanderten während der Pfingstferien 10 Tage mit ihrem Klassenleiter Dr. Müller von Wertheim durch das Taubertal nach Rothenburg o. d. Tauber. Man fuhr und marschierte abwechselnd von dort nach Dinkelsbühl, Heilbronn und dann neckarabwärts nach Heidelberg. Für Quartier, Verköstigung und Führung unterwegs sorgten die Schüler selbst, infolge der haus- hälterischen Veranlagung des Kassenführers betrugen die Kosten der Wanderung einschließlich der Bahnfahrt nur etwa 25 Mark.


