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II. Bericht über das Lehrerkollegium.
a) Veränderungen im Lehrkörper.
b) Der
Vom 17. November 1927 bis 31. März 1928 wurde Oberstudienrat Dr. Bothe zur Vollendung einer
wissenschaftlichen Arbeit über Frankfurt beurlaubt.
Zur Vertretung des ordentlichen Professors der Geologie an der Universität wurde Studienrat
Professor Dr. Richter auch für das Schuljahr 1927/28 beurlaubt.
Studienassessor Dr. Badkhaus wurde von Ostern 1927 ab bis auf weiteres mit vollem Lehrauftrag
der Liebig⸗Oberrealschule überwiesen.
Studienrat Dr. Berthold Cron aus Suhl trat am 1. April 1927 in das Kollegium der Liebig⸗Ober⸗
realschule ein. Dr. Berthold Cron, geboren am 19. März 1886 zu Falken, Kreis Mühlhausen i. Thür., evan- gelischen Bekenntnisses, besuchte die Realschule zu Eschwege, dann die Oberrealschule l zu Kassel und bestand dort Ostern 1907 die Reifeprüfung. Von 1907— 1912 studierte er in Mar- burg und Berlin neuere Sprachen(Deutsch, Englisch und Französisch), 1911 promovierte er in Marburg zum Dr. phil, 1912 legte er dort die Staatsprüfung für das Lehramt an höheren Schulen ab. Von Ostern 1912 bis Ostern 1913 war er als Assistent an der Perse School in Cambridge(England) tätig. Ostern 1913 trat er in den preußischen höheren Schuldienst ein und leistete von 1913— 1914 das Seminarjahr am Reformrealgymnasium in Weißenfels ab und von 1914— 1915 das Probejahr am Realgymnasium Magdeburg und an der Oberrealschule Suhl. Im Frühjahr 1915 trat er in den Heeresdienst ein, von Herbst 1915 bis November 1918 war er im Felde(Westfront). Nach seiner Entlassung aus dem Heere im Januar 1919 war er bis Ostern 1919 am Domgymnasium Naumburg als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt. Ostern 1919 wurde er an der Staatlichen Oberrealschule Suhl als Studienrat angestellt. Von dort wurde er Ostern 1927 an die Liebig-Oberrealschule berufen.
Studienassessor Fritz Wiederhold wurde nach Hannover an das Realgymnasium am Georgsplatz
überwiesen.
Studienrat Wiessner wurde an das Goethe-Gymnasium versetzt.
Seichenlehramtskandidat Heinrich Rümenapf wurde der Liebig-Oberrealschule zur Vollendung seines
Probedienstes überwiesen.
Am 18. Dezember 1927 starb Professor Hermann Detlefs(s. Geschichte der Schule).
Studienrat Dr. Gennrich habilitierte sich für Musikwissenschaften an der Universität Frankfurt und
hielt am 28. Januar 1928 die Antrittsvorlesung.
Oberstudienrat.
Im Sommerhalbjahr hat der Oberstudienrat Dr. Bothe das allgemeine Seminar mit dem Direktor ge- leitet und hat die Bestände der Sammlungen und den Klassen-Sachbestand geprüft. Während des Winterhalbjahres war er zur Fertigstellung einer wissenschaftlichen Arbeit beurlaubt, seine Ver- tretung übernahm Studienrat Buschmeyer.
c) Lehrerausschuß.
Der Lehrerausschuß— die Studienräte Bieber, Herzfeld, Weidenmüller— stand dem Direktor bei der Vorbereitung der Konferenzen wie der Erörterung dringender Fragen beratend zur Seite.
d) Pädagogisches Seminar.
Im Herbst 1927 haben die Studienreferendare Dr. Heinrich Dehmer und Dr. Ernst Simon die pä- dagogische Prüfuns bestanden. Studienassessor Dr. Heinrich Dehmer wurde der Nufbauschule Homberg (Bezirk Kassel) überwiesen. Studienassessor Dr. Ernst Simon wurde dem Realgymnasium Höchst am Main zugewiesen. Herner schieden aus die Studienreferendare: Ludwig von der Heid, Dr. Joseph Krõckel, Dr. Joseph Kärtner, Martin Rang, um das 2. Vorbereitungsjahr an der Klinger⸗Oberreal⸗- schule abzulegen. Neu überwiesen wurden für das 1. Vorbereitungsjahr die Studienreferendare Dr. Ernst Kohn, Dr. Jakob Berlinger und Rudolf Bubner, für das 2. Vorbereitungsjahr die Studienreferendare Dr. Leo Löwenthal, Dr. Wilh. Peter, Dr. Otto Schäfer, Dr. Karl Köhler, Wilhelm Halin und Dr. Karl Kerber. Letzterer wurde am 1. Januar 1928 dem Goethe-Gymnasium zugeteilt. Die Studienreferendare Halin und Dr. Löwenthal bestanden zu Ostern die Pädagogische Prüfung und wurden zu Studienassessoren ernannt. Mit der Ausbildung der Studienreferendare waren betraut außer dem Direktor: Oberstudienrat Dr. Bothe, die Studienräte: Dr. Weidenmüller, Buschmeyer, Dr. Herzfeld, Dr. Lücker, Korndörfer, Dr. Bieber, Dr. Kühn, Dr. Müller. Die Fachsitzungen leiteten für Pädagogik: der Direktor dim Sommer der Oberstudienrat mit dem Direktor), für Religion: Studienrat Korndörfer, für Deutsch: Studienrat Dr. Weidenmüller, für neuere Sprachen: der Direktor, für Geschichte: Studienrat Dr. Herazfeld, für Erdkunde und Biologie: Studienrat Buschmeyer, für Mathematik und Physik: Studienrat Dr. Bieber. In dem neu eingerichteten Bezirksseminar wurden zu Fachleitern bestimmt:
1. Studienrat Dr. Bieber für Physik, 4. Studienrat Dr. Weidenmüller für Deutsch,
2. Studienrat Buschmeyer für Erdkunde, 5. Oberstudiendirektor Dr. Zeiger für neuere
3. Studienrat Dr. Herzfeld für Geschichte, Sprachen.


