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Teilnehmer zunächst die Grundlagen der Kunstbetrachtungs zur Behandlung: das Gestaltungsproblem, das Stilproblem, Entwicklung und Wechsel der Schönheits- ideale und ihrer Verwirklichungen. Späterhin wurden, zum Teil in selbsterarbeite- ten Vorträgen der Teilnehmer, folgende Gebiete durchgenommen: Fresco, Tafel⸗ bild und Illustration, Romantik und Impressionismus, Entwicklung des französischen lmpressionismus, Verfallserscheinungen der Stile, Wesen und Entwicklung des Por- träts in Graphik, Malerei und Plastik.
Französische Musik. Leiter Studienrat Dr. Gennrich. Besprechung der Hauptströmungen der französischen Musik mit anschließenden Vorträgen der Schüler. Es wurde be- sprochen: Die mittelalterliche Monodie der Troubadours und Trouvères und ihre Beziehungen zum mittelhochdeutschen Minnesang, die mehrstimmige Musik im 13. und 14. Jahrhundert, Guillaume de Machaut, anschließend die französischen Chansons des XV. Jahrhunderts, die Musik im Zeitalter der Katharina von Medici„Ronsards Beziehung zur Musik, die Komposition im Zeitalter Ludwigs XIV.(Lully), das Wirken Rameaus, die Oper bei Gluck, Probleme der modernen Musik.
Musiktheorie. Leiter: Musiklehrer Caesar. Im Anschluß an die Arbeitsgemeinschaft 1926/27 die Septimen⸗ und Nonenakkorde und ihre Verwendung. Der General⸗ baß und Ausarbeitung leichter bezifferter Bässe. Der zwei⸗= und dreistimmige Kontra⸗ Pünht und seine Verwendung bei Chorälen und Melodien aus dem 16. und 17. Jahr-
undert.
h) Wahlfreier Unterricht.
I. Werkunterricht. Der Werkunterricht bewegte sich in den Formen wie bisher. Es bestehen Kurse in Modellieren(Oberschullehrer Caesar), Buchbinden(Studienräte Korndörfer und Dr. Gennrich), Schreinern(Studienrat Wagner) und Schlossern(Studienrat Dr. Bieber). Ungünstis wirkt immer noch auf die Beteiligung, daß noch nicht, wie wir erhofften, die Teilnahme für die Schüler an den höheren Schulen kostenlos ist, die Mittel⸗ schulen haben diese Vergünstigung schon.
II. Latein.
O II: Studienrat Korndörfer. Durchnahme der Formenlehre an Hand der Uebungsstücke in Helm-Ylichaelis, Lateinbuch für Oberrealschüler(Teubner).
HII: Studienrat Dr. Petry. Uebungen aus Julius Caesar und Tacitus
OI: Oberstudienrat Dr. Bothe. Caesar, Bell. Gall., Cicero, de imperio Gn., Pompeji, Livius B. 21.— Syntax.
III. Stenographie. Leiter: Studienrat Dr. Witzel(Humboldtschule).
Erfreulicherweise ist die Beliebtheit der Kurzchrift dauernd im Steigen begriffen. Man vergleiche nur einmal die Teilnehmerzahl von Sommer und Vinter. Der Grund liegt neben dem Reiz des Neuen in der vielfachen Verwendbarkeit und nicht zuletzt darin, daß sie heute sehr oft vom Kaufmann und Beamten verlangt wird. Ein Wort muß hier gesagt werden zu der Frage, in welchen Klassen der Unterricht beginnen soll. Kurzschrift ist bekanntlich eine Sache der Uebung. Schon aus diesem Grunde empfiehlt es sich, so früh wie möglich anzufangen. Besonders Seeignet erscheinen die Tertien. Erstens kann hier mit der nötigen Langsamkeit und entsprechenden Gründlichkeit vorgegangen werden, und zweitens läßt sich leicht eine Stunde für den Unterricht vereinbaren. Anders in den oberen Klassen! Auf der einen Seite häufige Ueberlastung der Schüler, auf der anderen Hetztempo im Erlernen der Kurzschrift. Sind aber beide Kurse(für Anfänger und Fortgeschrittene) spätestens in der Untersekunda erledigt, dann läßt sich in der Oberstufe schon gelegentlich im übrigen Unterricht ein Verwendungsversuch machen, der durch be- sondere Uebungen im Schnellschreiben zu ergänzen wäre.


