Jahrgang 
1926
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sehr verdient gemacht. Die Zeitschrift erscheint monatlich und gibt den Schülern Gelegenheit. sich auf allen Gebieten zu äuftern.

Schülervereine. Auch in diesem Jahre war die Zahl derjenigen Schüler, die sich zu regelmäftiigen Turnübungen zusammenfanden, noch gering, aufler den Schülern der U IIa. Sonstige Schülervereine bestanden nicht.

Aufgabenfreier Nachmittag. Wie in früheren Jahren war wieder der Nach- mittag aufgabenfrei, an dem das pflichtmäſtige Spielen stattfand.

Wanderungen und Schulsport. Die monatlichen Wanderungen wurden an folgenden Tagen durchgeführt: 16. Mai, 14. August, 1. Dezember, 20. Januar, 26. Februar. 6. März, Hervorzuheben ist ein Ausflug der Klassen UII bis OI nach Cöln zur Jahrtausend- feier, an der sich fast alle Schüler beteiligten. Wir fuhren mit dem Dampfer von Mainz bis Cöln bei herrlichem Wetter in fröhlichster Stimmung, waren am 2. und 5. Tag vormittags in der Ausstellung unter ausgezeichneter Führung. Nachmittags wurden wir einmal unter bewährter Führung von Hlerrn Studienrat Beckey durch Cöln geführt und lernten seine Kirchen, beson- ders den Dom kennen, am Abend durften wir dem herrlichen Feuerwerk in der Nähe der Ausstellung beiwohnen. Am dritten Nachmittag fand die Rückfahrt statt, unterbrochen in Königswinter zum Besuch des Drachenfels und in Ehrenbreitstein zum Uebergang nach Coblenz zur Besichtigung des Deutschen Eds. Auch an der Kufsteinfahrt zur Tagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland nahmen die Schuler der Oberklassen teil unter Führung der Herren Studienräte Korndörfer und Dr. Müller. Bei beiden Veranstaltungen konnten wir uns der Unterstützung durch den Liebigschulverein erfreuen. Bei den wie alljährlich veran- stalteten Wettkämpfen beteiligte sich die Schule zahlreich und leistete Gutes, wie die verschie- denen Einzel- und Mannschaftssiege erwiesen.

Für die Schulkinderspeisung bestand durch die Wiedereinführung der täg- lichen Milchausgabe kein Interesse mehr.

Der Gesundheitszustand der Schüler war im allgemeinen günstig. Der Schul- arzt war wie bisher Herr Sanitätsrat Dr. Pfannmüller, der regelmäftig Sprechstunde in der lugendberatungsstelle abhielt. Er besuchte die Schule wiederholt und suchte auch die Schüler aus, die für die Erholungsfürsorge in Frage kamen. Der Gesundheitszustand der Lehrer war befriedigend.

Der Schulgeldsatz war im verflossenen Schuljahr noch Mk. 10. monatlich für hiesige Schüler, für auswärtige Mk. 12.50. lIm neuen Schuljahr wird aber eine bedeutende Er- höhung statftinden.

⸗reistellen hatten im Sommerhalbjahr 60 Schüler und im Winterhalbjahr 87 von 456 Schülern.

Lehrmittelfreiheit. Aufer den Freischülern, die mit Büchern unentgeltlich beliefert wurden, konnte aus der Hilfsbücherei die Hälfte jeder Klasse mit Büchern versorgt werden, wofür eine Halbjahresgebühr von Mk. 0.10 für ein Buch zu leisten war. Mit deutscher und fremdsprachlicher Lektüre wurden ganze klassen ausgestattet.

Berufsberatung. Das städt. Berufsamt war, wie bisher, eifrig bemüht, den Schülern, die ins praktische Leben übergingen, Lehrstellen zu vermitteln. Zu diesem Zwecke wurden von der Schule Karten über Personalien, Gesundheitszustand, Leistungen und Fähig- keiten der Schüler ausgestellt.

Der Elternbeirat bestand aus den gleichen Mitgliedern wie im Vorjahre. Er hielt Sitzungen bei besonderen Gelegenheiten ab, insbesondere wegen der Frage der Zu-

sammenlegung der Sexten. In der gleichen Angelegenheit fand eine allgemeine Elternver- sammlung statt.

Spenden. Der Liebigschulverein lief es sich in dankenswerter Weise angelegen sein, nach seinen Kräften bei verschiedenen Anlössen zu helfen, und übergab dem Direktor eine Summe zur freien Verfügung zur Unterstützung bedürftiger Schüler bei Wandertagen